Autor Thema: DAT -- lohnt überhaut ein Einstieg noch  (Gelesen 3280 mal)

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Jürgen Heiliger

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DAT -- lohnt überhaut ein Einstieg noch
« am: 07. Jan. 2007, 18:52 »
Hi Jungs,

soweit ich informiert bin ist kein ehemaliger DAT-Recorderhersteller mehr im Markt (außer Profigeräte), und lohnt sich daher überhaupt noch der Einstieg in diese Gerätegattung. Grund meiner Anfrage ist folgender, immer mehr Freunde bieten mir die ein oder andere Aufnahme auf DAT an, die ich aber leider ablehnen muss weil..... s.o.

Könnt ihr mir bei meiner Entscheidungssuche helfen?

Gruß
Jürgen

Offline sommerfee

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Re: DAT -- lohnt überhaut ein Einstieg noch
« Antwort #1 am: 07. Jan. 2007, 19:20 »
Ich hab' gerüchteweise gehört, daß Enno einen DAT-Recorder über haben soll...  ;D

Liebe Grüße,
Axel

Offline gto

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Re: DAT -- lohnt überhaut ein Einstieg noch
« Antwort #2 am: 07. Jan. 2007, 19:32 »
Meine Meinung, ein anständiges Teil zum Abspielen von vorhandenem ja, zum Aufnehmen nein.  ;D
Z.B. einen gut erhaltenen Vorgänger von denen http://www.tascamcontractor.com/products/dat.html
Oder wolltest du auch eine Begründung für diese Meinung.  :D

Jürgen Heiliger

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Re: DAT -- lohnt überhaut ein Einstieg noch
« Antwort #3 am: 07. Jan. 2007, 21:15 »
Also eher einen Gebrauchten würdet ihr raten?

HuHu Enno..... Tipps??????

Gruß
Jürgen

Offline Hifi_Addicted

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Re: DAT -- lohnt überhaut ein Einstieg noch
« Antwort #4 am: 09. Jan. 2007, 21:54 »
Aus meiner Sicht lohnt ein Einstieg in DAT nicht. Selbst im Proaudio bereich sind in den Geschäften die ich kenne weit und Breit keinen DATs zu sehen. Mein Stammhändler hat jedenfalls nur PCs und MACs (eigentlich auch Intel PCs mit andere Software) im Geschäft. Bei anderen schauts eigentlich auch ähnlich aus.

MfG Christoph

Offline Ahura Mithras

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Re: DAT -- lohnt überhaut ein Einstieg noch
« Antwort #5 am: 22. Jan. 2007, 23:02 »
Lieber Jürgen !

DAT? Na, Ja… :;005
Ich habe vergessen Dir zu sagen, dass ich - auch DAT anbetrifft - ein Konvertit bin:
Von Anbeter zum Hasser! :;009

Ich war mal ein stolzer Besitzer vom Sony DTC-60ES.
Genau nach dem Ablauf der Garantiezeit hat das Ding sich selbstständig gemacht.
Er hörte einfach auf aufzunehmen.
Mal funktionierte das Rückspulen nicht, mal Vorspulen nicht.
Er verweigerte manchmal das Tape anzunehmen, das er selber aufgenommen hatte.
Nach der 4 oder 5 Malignen Reparaturen innerhalb 3 Jahren habe ich mich kapituliert.
Das Ding war dann nur noch eine Sehenswürdigkeit in meinem HiFi-Rack. :;007

Ein Montagsgerät?
Möglich, aber dann traf ich so gegen Ende der 90er Jahren einen koreanischen Toningeneer, der mir sagte, dass DAT sehr wartungsintensiv sei.

Er behauptete weiter, dass DAT - vom Anfang an - keine Zukunft im PA-Bereich hatte.
Der Grund:
Die Scan-Methode von DAT (transverse scan oder helical scan) verursacht die Bandwith-Probleme bei der Mutitrack-Bearbeitung. Praktisch sind nur 2 Spuren bei DAT zu editieren.
Daher benützen keine Ton-Studios einen DAT für Musik-Aufnahme;
sondern DASH (Digital Audio Stationary Head)
Also, die Mastering-Bänder sind DASH, und nicht DAT.- so seine Behauptung.

Ich würde Dir nicht empfehlen jetzt in DAT einzusteigen. :;0106
Wenn schon, dann in DASH, vielleicht? :;025
 :to_drink:
LG Ahura
Nicht nur eine sondern mehre klangliche Wahrheiten gibt es in der wunderbaren Welt der HiFi-Freaks, genau so viel, wie die Zahl der HiFi-Freaks.

Offline Franz

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Re: DAT -- lohnt überhaut ein Einstieg noch
« Antwort #6 am: 22. Jan. 2007, 23:20 »
Also, ich hab ja noch einen DAT - Sony 2000 ES Swoboda 2. Der ist schon gut für die Archivierung. Klanglich sehr nahe an der CD-performance. Aber ich würde ihn mir heute auch nicht mehr kaufen. Mit dem PC kann man bequemer die Dinge machen, außerdem braucht´s keine Bänder. Die Entwicklung geht halt weiter.

Gruß
Franz

Jürgen Heiliger

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Re: DAT -- lohnt überhaut ein Einstieg noch
« Antwort #7 am: 23. Jan. 2007, 00:42 »
Hi Ahura,

Dash wäre ja ne Möglichkeit, wenn die nicht so selten wären und so teuer :cry: , vor allem von Studer..... :;009.

Mir ist nun ein Tascam 20 MK II angeboten worden mit weniger wie 200 Betriebsstunden für unter einem Drittel damaligen Neupreis....
Enno was meinst Du?

Gruß
Jürgen

Offline Enno

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Re: DAT -- lohnt überhaut ein Einstieg noch
« Antwort #8 am: 25. Jan. 2007, 12:09 »
Hi Jungs,

soweit ich informiert bin ist kein ehemaliger DAT-Recorderhersteller mehr im Markt (außer Profigeräte), und lohnt sich daher überhaupt noch der Einstieg in diese Gerätegattung. Grund meiner Anfrage ist folgender, immer mehr Freunde bieten mir die ein oder andere Aufnahme auf DAT an, die ich aber leider ablehnen muss weil..... s.o.

Könnt ihr mir bei meiner Entscheidungssuche helfen?

Gruß
Jürgen

Hallo Jürgen,
das ist eine Frage, die nicht grundsätzlich mit ja oder nein beantwortet werden kann.

- DAT für den Home-User-Bereich ist von der Herstellerseite gestorben
- DAT-Kasetten für Audio-Rekorder sind kaum noch zu bekommen. Für Streamer sind sie noch erhältlich, aber auch da ist die Tendenz rückläufig.

Diese Tatsachen sprechen dagegen, sich jetzt noch einen DAT-Rekorder zu kaufen, um mit ihm ein umfangreiches Archiv aufzubauen.
Ich habe auch schon von vielen Leuten gehört, dass sie reichlich Probleme mit ihren Geräten hatten.
Nun, die Anzahl meiner DAT-Rekorder liegt im zweistelligen Bereich und ich habe bisher sehr viel Glück gehabt.
Ich hatte kaum, um nicht zu sagen, überhaupt keine technischen Probleme mit meinen Geräten.

Der Vorteil  von DAT liegt in der sehr guten Qualität von Aufzeichnungen und der langen Spieldauer, die längere Mittschnitte von  Rundfunksendungen ermöglicht.
Ein weiterer Vorteil liegt stellt der geringe Platzbedarf der Tonträger (z:B. im Vergleich zu Bandmaschinen)  dar.
Bei Profigeräten (ohne SCMS-Kopierschutz) ist durch die digitale Kopiermöglichkeit eine verlustfreie Vervielfältigung möglich.

Ich bin in DAT eingestiegen, als es die beschreibbare CD noch nicht gab und die Festplatten wegen ihrer geringen Speicherkapazität für eine Archivierung umfangreichen Materials noch nicht geeignet waren. Mit meinen  hunderten von DAT-Kasetten und den mehreren DAT-Rekordern  ist es für mich keine Frage, dass ich DAT auch in Zukunft noch nutzen werde,
aber ich glaube nicht, dass ich bei den heutigen Möglichkeiten  einen Neueinstieg beginnen würde.

Als die CD auf den Markt kam, haben sich viele Haushalte ihrer Plattenspieler entledigt. In vielen Geschäften gab es keine Vinyldreher mehr zu kaufen. Heute erlebt diese Technik auch in den Geschäften eine kleine Renaissance.... Eine solche Entwicklung ist für DAT aber nicht zu erwarten.

Wenn es dir nur darum geht, gelegentlich Fremdmaterial anhören zu können, dann musst du selbst entscheiden, ob diese Option die dafür notwendigen Ausgaben rechtfertigt.
Das ist eine individuelle Entscheidung, die nur  jeder für sich selbst treffen kann.  Für den Aufbau eines umfangreichen Archivs sehe ich heite bessere Alternativen.

Verschiede Leute haben unterschiedliche Erfahrungen mit DAT gemacht. Die Erfahrungen, die du machen würdest, kann dir auch Niemand vorhersagen.
Deshalb von mir ein klares "jein" zu deiner Frage.  :;025





Gruß
Enno

Jürgen Heiliger

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Re: DAT -- lohnt überhaut ein Einstieg noch
« Antwort #9 am: 25. Jan. 2007, 16:25 »
Hi Enno,

Danke für Deine ehrliche, wie gewohnt, Einschätzung der Lage.
Ich werde also nochmals kräftig in mich gehen.

Gruß
Jürgen

Offline sommerfee

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Re: DAT -- lohnt überhaut ein Einstieg noch
« Antwort #10 am: 25. Jan. 2007, 20:31 »
Ich werde also nochmals kräftig in mich gehen.

Aber bitte nicht zu kräftig, ansonsten findest du den Weg aus dir heraus nicht mehr :,010

Offline Hifi 70

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Re: DAT -- lohnt überhaut ein Einstieg noch
« Antwort #11 am: 28. Jan. 2007, 16:52 »
Hmmmm...DAT??

hat mich immer interessiert, aber leider haben mich immer die Geschichten über die Anfälligkeit und Pflegebedürftigkeit abgeschreckt. Jetzt ist das Thema für mich vorbei, habe noch ein gutes Tape und wenn was halbwegs Aktuelles her muss, dann nur CD-R.
herzliche Grüsse aus Wien - Jürgen

PASS Fan......nix sagen sonst werfe ich mit Killerwattebällchen