Autor Thema: Selbstbau eines Plattenresonators  (Gelesen 28152 mal)

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Offline gto

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Re: Selbstbau eines Plattenresonators
« Antwort #30 am: 06. Mär. 2007, 20:09 »
Hat eigentlich schon mal jemand einen Plattenschwinger mit sozusagen weich aufgehängter Membran gebaut :;039
Habe schon ab und an im Netz solche gesehen. Wäre ja leicht zu bauen, z.B. Membranplatte umlaufend mit ca. 5mm Spalt in Kasten eingepasst, mit Stiftnägel fixiert und den Spalt mit Silikon ausgefüllt. Nach Trockenzeit Nägel wieder entfernen.
Zwar keine Ahnung ob man sowas berechnen könnte, aber ev. mal mit dünner leichter Platte beginnen, dann messen und ev. Gewicht erhöhen.
Wäre ja dann sozusagen in Grenzen abstimmbar.  :;015

Na ja, ev. mach ich mich bei Gelegenheit mal an einen Versuch.

Grüsse Gerd

Offline gto

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Re: Selbstbau eines Plattenresonators
« Antwort #31 am: 07. Mär. 2007, 16:43 »
Weiters frage ich mich noch, ob man auch die Luftfeder als Abstimmelement mit einbeziehen könnte. Wenn man das Teil wirklich luftdicht baut und ein Autoventil einbohrt/klebt, könnte man ja sozusagen durch Luftdruckänderung die Federsteife beeinflussen.  :;015
@ Jürgen, denkst du man könnte eine MDF Konstruktion an den Kanten mit Acryldichtstoff und dann mit Schwimmbeckenlack oder so luftdicht versiegeln  :;039

Grüsse Gerd

Offline Poison Nuke

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Re: Selbstbau eines Plattenresonators
« Antwort #32 am: 08. Mär. 2007, 11:53 »
ui, dann musst aber wirklich extrem genau und penibel arbeiten. Weil auf die Dimensionen eines Resos ALLE Fugen dicht zu bekommen das stell ich mir schon als arg aufwändig vor, weil eine Luftblase oder durch ein Staubkorn verursache Undichtigkeit reichen aus, damit der Druck sich mit der Zeit wieder abbaut.
Und ewig würde definitv keine Lösung den Luftdruck konstant halten können, allein ein Ventil ist schon nicht absolut dicht und auch nicht alle Materialien sind ohne Mikoporen.


Desweiteren:
sobald ein Luftdruckunterschied besteht, nimmt der Wirkungsgrad unweigerlich ab. Je stärker der Luftdruckunterschied ist, desto geringer der Wirkungsgrad.

also eigentlich leider völlig unbrauchbar für die Abstimmung eines Resos. :;043

Offline Hardy

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Re: Selbstbau eines Plattenresonators
« Antwort #33 am: 08. Mär. 2007, 13:57 »
Hallo Gerd !

Einspruch, Euer Ehren  :;111 !

Hat eigentlich schon mal jemand einen Plattenschwinger mit sozusagen weich aufgehängter Membran gebaut :;039
Habe schon ab und an im Netz solche gesehen. Wäre ja leicht zu bauen, z.B. Membranplatte umlaufend mit ca. 5mm Spalt in Kasten eingepasst, mit Stiftnägel fixiert und den Spalt mit Silikon ausgefüllt. Nach Trockenzeit Nägel wieder entfernen.
Zwar keine Ahnung ob man sowas berechnen könnte, aber ev. mal mit dünner leichter Platte beginnen, dann messen und ev. Gewicht erhöhen.
Wäre ja dann sozusagen in Grenzen abstimmbar.  :;015

Ich schätze mal, die Silikonfuge (abgesehen von Festigkeit, Adhäsionsprobs etc.) wäre zu hart => Fres steigt.
Kann man kompensieren über Plattengewicht => Silikonfuge reisst  :;004.

Für einen Versuch würde ich die Platte mit Gummistreifen (à la Fahrradschlauch) mit der Kiste verbinden.
Kostet nicht viel, grosse Klebefläche, Spaltmasse nicht so wichtig.
Die Platte (ideal wäre m.E. Hartschaum, rückseitig versteift oder Sandwich wie Sperrholz-Schaum-Sperrholz)
könnte man mit KLebegewichten (Auswuchtgewichte) auf die benötigte Fres trimmen.

Nur so ein Gedanke am Nachmittag ...

Ciao, Hardy

Offline gto

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Re: Selbstbau eines Plattenresonators
« Antwort #34 am: 08. Mär. 2007, 17:02 »
also eigentlich leider völlig unbrauchbar für die Abstimmung eines Resos. :;043

 :toolaughing: Ja die Idee ist vermutlich  :;010, war nur laut gedacht, aber immer nur ausgetretene Pfade zu beschreiten ist irgendwie langweilig. ::)
Die Dauerdichtheit wäre nicht das Problem, wäre nur bei dem MDF-Testdummy aufwendiger. Wäre das Konzept brauchbar, würde ich für eine finale Version Acrylglas verwenden. Könnte man dann auch fein als Lichtobjekt verwenden.  :;003
@ Hardy, deine Bedenken bezüglich der Silikonfuge kann ich so nicht nachvollziehen. Bleibt schön dauerelastisch und hält verdammt viel, andernfalls könnte ich beim Gedanken an mein Aquarium kaum mehr ruhig schlafen. :,010 Klar würde die Fuge breiter ausfallen, müsste aber auch keinen Wasserdruck aushalten, nur das Gewicht der Membran. Luftdruckänderungen wären ja, wenn überhaupt, vermutlich nur in sehr kleinem Bereich sinnvoll.
Mir gefällt blos die Idee in gewissen Grenzen eine Abstimmänderung zu haben. :;015
Na ja, mal sehen ob sich die Bedenken mehren.  :,010

Grüsse Gerd

Offline Hardy

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Re: Selbstbau eines Plattenresonators
« Antwort #35 am: 08. Mär. 2007, 17:43 »
Hallo Gerd !

Vielleicht habe ich was missverstanden  :;039

Generell ist m.E. das Prinzip des Plattenresonators das einer Passivmembran.
D.h. der Schalldruck drückt die Membran (die Platte) ins (bedämpfte) Gehäuse rein
und zieht sie bei Phasenwechsel wieder raus.
Die Bedämpfung im Gehäuse sorgt dabei für die Schallminderung.

Wenn dem so ist, sollte die Aufhängung möglichst elastisch sein, damit die Platte, dem
Schalldruck nachgebend möglichst leicht in das Absorbergehäuse gedrückt werden kann.

Wenn dem nicht so ist, und die Frontplatte an den Rändern quasi eingespannt ist
schwingt nur ein Teil der Platte (Biegeschwingung).

Silikonfugen sind zwar dauerelastisch, aber nicht sehr elastisch.

Oder hast Du schon mal ne LS-Sicke aus Silikon gesehen  :;025 ?
Je härter die Sicke einen LS, desto höher im allgemeinen die Fres (vgl. PA-LS)

Gedanken eines alten Mannes  :;054

Ciao, Hardy

PS: Irgendwas sagt mir, dass die Position des Plattenreso's im Raum mit
entscheidend ist für die zu dämpfende Frequenz...


Offline gto

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Re: Selbstbau eines Plattenresonators
« Antwort #36 am: 08. Mär. 2007, 18:13 »
Hier nochmal zur Auffrischung  http://allabout-hifi.magnetofon.de/index.php?topic=233.0
http://allabout-hifi.magnetofon.de/index.php?topic=99.msg545#msg545
Andys Plattenresos haben ebenso wie meine Lochresos keine nennenswerte Auswirkung auf den FG gezeigt. Sehr erfreulich und mir sehr wichtig, eine respektable Senkung des Nachhalls.
Ich bin auch mit dem Istzustand mehr als zufrieden,  aber am Papier wäre noch eine Absenkung des Nachhalls im Tiefbassbereich schön.  :,010
Obwohl auf Andys Messung mit Carma bei mir siehts auch auf dem Papier schöner aus als mein Wasserfall von FuzzMeasure. Vielleicht sollte ich mir den drucken und rahmen. :toolaughing:
Die noch möglichen Massnahmen wären also nur für den Nachhall eher breitbandig von 30-100 Hz gewünscht.

Grüsse Gerd

Offline Hardy

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Re: Selbstbau eines Plattenresonators
« Antwort #37 am: 08. Mär. 2007, 19:42 »
Hi, Gerd !

Danke für den Link, dann liege ich ja richtig  :;008 !

Heisst aber auch, eine Absenkung zwischen 30 und 100 Hertz wirst Du mit einem
Plattenabsorber nicht erzielen, der wird auf eine Frequenz eingestellt.

Du bräuchtest ein Platten-Absorber-Array  :;025

Bye, Hardy


Offline pinoccio

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Re: Selbstbau eines Plattenresonators
« Antwort #38 am: 08. Mär. 2007, 23:06 »
Gerd

Zitat
Das hinter dem Plattenabsorber liegende abgeschlossene Volumen dient als Feder und mithilfe einer Füllung durch einen porösen Absorber kann die vom Resonator aufgenommene Schwingung zum Teil weil gedämpft werden, wobei die meiste Energie durch das Schwingen der Platte dem Schall entzogen wird.

Man könnte von hinten doch Stellschrauben anbringen, mit denen man die Innendämmung (die dann wiederum auf einer Extra-Verschiebe-Platte liegen müsste) nach vorne oder hinten bewegt. Somit wäre doch verschiedene "Federspannungen" gegeben....?

Gruss
Stefan
Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hängt mit der Blödheit der Bewunderer zusammen - Heiner Geißler

Offline gto

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Re: Selbstbau eines Plattenresonators
« Antwort #39 am: 09. Mär. 2007, 11:22 »
Du bräuchtest ein Platten-Absorber-Array  :;025

Bye, Hardy



Ja und nein  :;046
Ich sehe das relativ unverkrampft, ist ja keine Notwendigkeit, sondern Neugierde und Experimentierlust.
Eine Armada an Schwingern muss auch nicht sein, wirken, oder sollten ja nicht so engbandig wie klassische Helmis wirken, wenngleich die vermutlich höchste Effizienz im Resonanzbereich der Platte zu erwarten ist.
Die Auswirkungen einer inneren Bedämpfung sind ja auch noch nicht 100% nachvollziehbar.
@Stefan, klingt bautechnisch auch nicht unaufwendig. ::)
Ich versuche ja auch Lösungen zu finden, die nicht nur Raumvolumen verschwenden, sonder auch als Objekt eine Zweitfunktion erfüllen.
Nachdem mir die Lichtgeschichte bei meinen Lochresos ganz gut gefällt, denke ich halt für die Plattenresos auch über ähnliche Möglichkeiten nach.
Wenn man mit Acrylglas weiter kommt, wäre das diesbezüglich ein regelrechter Durchbruch. Man könnte da ja regelrecht Lichtwandmodule mit verschiedenen Volumen und Lichtfarben denken und, und,....... :;011

Grüsse Gerd

Offline Poison Nuke

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Re: Selbstbau eines Plattenresonators
« Antwort #40 am: 10. Mär. 2007, 23:35 »
das ist echt genial, akustische Elemente als Gestaltungselement  :,014 :to_drink:

die Idee mit ner Acrylplatte + Licht ist verdammt gut, das ist ne echte Marktlücke  :;011 :;111

Offline inthro

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Re: Selbstbau eines Plattenresonators
« Antwort #41 am: 11. Mär. 2007, 11:02 »
Hallo,


Acrylglas wäre auf jeden Fall eine klasse Sache, aber ich fürchte, dass Acrylglas zu leicht ist. Dadurch würden sich ziemlich tiefe Baufomen ergeben.

Oder der Reso wirkt nur im oberen Bassbereich....

Aber warum nicht mal einen Versuch machen.....die Idee ist verlockend!

Zitat
Heisst aber auch, eine Absenkung zwischen 30 und 100 Hertz wirst Du mit einem
Plattenabsorber nicht erzielen, der wird auf eine Frequenz eingestellt.

Sicher wird ein Plattenresonator auf eine Frequenz eingestellt, aber wenn ich mal mein Beispiel heranziehen darf, wirken sie doch sehr breitbandig. Ich führe das mal auf die doch massive innere Dämpfung zurück.
Um einen Vergleich zu machen, wie sich ein Plattenschwinger ohne oder mit wenig Bedämpfung verhält, müsste man zwei (in der Bauform idente) bauen.

Wer hat Lust...?  :;025

Da ich eine breitbandige Wirkung auf den Nachhall (bei sicherlich einhergehendem, abnehmendem Wirkungsgrad) einer schmalbandigen, besseren Wirkung vorziehe, mache ich mir um die Abstimmungsfrequenz keine Gedanken mehr. Schön wäre mal, einen 50 cm tiefen Reso zu bauen. Aber sowas lässt sich dann wieder schwer in den Wohnraum integrieren. Jedenfalls in meinen....


Gerd, was das Membranmaterial angeht....in einem PDF, was du mir geschickt hast (Diplomarbeit) ist auch von verschiedenen, möglichen Materialien die Rede. Jemand aus dem HF hat sich seine mit diesen dicken Fussmatten (Gummi mit Filzbeschichtung) aus dem Baumarkt gebaut und war zufrieden. Leider wieder ohne Zahlen  :;025 So würde das wieder im Selbstversuch enden....

Aber das mit dem Acrylglas werd ich bei Gelegenheit mal versuchen  :,014




Grüsse Andy
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Offline gto

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Re: Selbstbau eines Plattenresonators
« Antwort #42 am: 11. Mär. 2007, 12:50 »
Acrylglas wäre auf jeden Fall eine klasse Sache, aber ich fürchte, dass Acrylglas zu leicht ist.Grüsse Andy
Zu leicht, dann hast du bislang nur noch kein ausreichend dickes gehoben :,010 Habe hier so kleine Muster von Schallschutzplexi mit 2,5cm Stärke :;046
Du hast aber ev.nicht unrecht, unter Umständen ist eine ausreichend dicke Platte auch wieder schwerer anzuregen :;015
Angeblich besitzt es dafür aber eine hohe innere Dämpfung :;015
Werd mal meine Augen nach diverser B-Ware und Resten offen halten. Ist für einen Versuch mit zweifelhaftem Ausgang nämlich etwas teuer. :;004

Grüsse Gerd

Offline inthro

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Re: Selbstbau eines Plattenresonators
« Antwort #43 am: 11. Mär. 2007, 13:25 »
Acrylglas wäre auf jeden Fall eine klasse Sache, aber ich fürchte, dass Acrylglas zu leicht ist.Grüsse Andy
Zu leicht, dann hast du bislang nur noch kein ausreichend dickes gehoben :,010 Habe hier so kleine Muster von Schallschutzplexi mit 2,5cm Stärke :;046
Du hast aber ev.nicht unrecht, unter Umständen ist eine ausreichend dicke Platte auch wieder schwerer anzuregen :;015
Angeblich besitzt es dafür aber eine hohe innere Dämpfung :;015
Werd mal meine Augen nach diverser B-Ware und Resten offen halten. Ist für einen Versuch mit zweifelhaftem Ausgang nämlich etwas teuer. :;004

Grüsse Gerd


Das ist ja der Punkt....wenn ich eine dicke Platte brauche, um auf ein geeignetes Gewicht zu kommen, hätte ich auch bedenken, dass dann das Schwingungsverhalten sehr ungünstig wird.

Preise hab ich keine im Kopf....aber im Katalog...werd ich mal nachschauen. B-Ware ist für mich leider nicht zugänglich....



Grüsse Andy
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Offline gto

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Re: Selbstbau eines Plattenresonators
« Antwort #44 am: 11. Mär. 2007, 17:03 »

Das ist ja der Punkt....wenn ich eine dicke Platte brauche, um auf ein geeignetes Gewicht zu kommen, hätte ich auch bedenken, dass dann das Schwingungsverhalten sehr ungünstig wird.

Grüsse Andy

Ja, daher auch der Gedanke an ein weich aufhängen. :;015

Grüsse Gerd

Offline inthro

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Re: Selbstbau eines Plattenresonators
« Antwort #45 am: 11. Mär. 2007, 18:24 »
Hier mal ein paar Anregungen von den Profis....

http://www.raumakustikforum.de/Plattenresonatoren.htm
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Offline gto

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Re: Selbstbau eines Plattenresonators
« Antwort #46 am: 11. Mär. 2007, 18:53 »
Ja, soweit vertraut, daher auch mal so die vermutlich unsinnige Idee der Abstimmung mit Luftdruckänderung und die Skepsis gegenüber Acrylglas wegen der hohen inneren Dämpfung. :;004
Die weiche Aufhängung findet ja auch keine Erwähnung in der einschlägigen Literatur, warum wohl :;039 Ich vermute die Antwort würde mir nicht gefallen.  :,010
Ich werde aber trotzdem mal einen Versuch riskieren. Mal sehen was bei raus kommt. Falls  die Effizienz nicht gleich null geht ist halt abzuwägen wie weit das von den ungleich grösseren Gestaltungsmöglichkeiten wieder aufgewogen wird. :;003


Offline Barnie@home

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Re: Selbstbau eines Plattenresonators
« Antwort #47 am: 23. Mär. 2007, 12:57 »
Hallo Andy

Hast du für deine Plattenresos eigentlich je eine durchgehende Platte als Membran verwendet oder hast du die auch in der Mitte halbiert und dann die zwei Hälften separat aufgeklebt? (Vielleicht sieht man es auch auf den Bildern aber du weisst ja... ;)) Ich überlege gerade ob ich meine LW am Stück oder zweigeteilt als Plattenschwinger mit zwei Kammern verarbeiten soll...

Danke & Gruss
Barnie

Offline inthro

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Re: Selbstbau eines Plattenresonators
« Antwort #48 am: 23. Mär. 2007, 13:20 »
Hallo Barnie,


die Membran ist zweigeteilt. Hintergrund war die Aussage von wvier (?), dass das Längen/Breitenverhältnis nicht grösser als 2:1 sein sollte, da sonst das Schwingungverhalten negativ beeinflusst wird....



Grüsse Andy
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Offline Barnie@home

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Re: Selbstbau eines Plattenresonators
« Antwort #49 am: 23. Mär. 2007, 13:27 »
Hmm... Ich dachte es würde reichen, wenn ich den Innenraum in zwei Kammern teile. Wenn ich die Membran auch zweiteile und dann separat aufklebe, laufe ich Gefahr, dass die Oberfläche dann nicht mehr 100%ig eben ist. Das wäre bei einer Leinwand schon etwas problematisch... Ich denke, dass die Membrane auch besser schwingen wenn es zwei einzelne sind. Naja, dann werde ich halt mit dem Klebstoff höllisch aufpassen müssen damit es am schluss nicht uneben wird...

Danke & Grüsse
Barnie

Offline Poison Nuke

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Re: Selbstbau eines Plattenresonators
« Antwort #50 am: 23. Mär. 2007, 18:43 »
Wenn du als Mittelsteg was ordentlich breites nimmt (>4cm) und dann mit richtig ordentlich Leim arbeites, dann wird sich die Membran auch wie zwei einzelne verhalten. Musst nich extra in der Mitte teilen.
Denn durch die Verleimung verhält es sich wie ein schallharter Abschluss, wodurch die Schallwellen im Holz reflektiert werden, und damit die idealen stehenden Wellen sich ausbilden können  :to_drink:

Offline Barnie@home

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Re: Selbstbau eines Plattenresonators
« Antwort #51 am: 23. Mär. 2007, 19:44 »
Hmm... Das wäre  schon schön... Dass ich als Membran eine 1cm dicke Platte aus Sperrholz verwende, ändert nichts daran meinst du? ::)

Offline Poison Nuke

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Re: Selbstbau eines Plattenresonators
« Antwort #52 am: 23. Mär. 2007, 22:31 »
1cm???
du willst aber schon noch, dass der Plattenreso was macht, oder  :,010

also klar, wenn die Leimverbindung ausreichend stabil ist, würde es aufjedenfall gehen. Wenn nicht, dann hätte man mit Silikon statt Leim geklebt  :toolaughing:
(soll heißen, solang die Membran schwingfest mit dem Steg verbunden ist und nicht entkoppelt ist, durch weichen Kleber, der Eigenschwingungen zulässt).

Bei einem Plattenreso muss man halt nicht wie normalerweise in der Luft mit Longitunalwellen denken, sondern mit Transversalwellen, also richtige Wellen, wie man sie vom Wasser kennt  :;054
Und wenn sich nun die Membran an einer Stelle nicht bewegen kann, wie soll sich da noch ne Transversalwelle ausbreiten  :;015 :to_drink:

Offline Barnie@home

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Re: Selbstbau eines Plattenresonators
« Antwort #53 am: 23. Mär. 2007, 22:49 »
Zitat
1cm???
du willst aber schon noch, dass der Plattenreso was macht, oder


Wieso? Die Membran von Andy ist doch auch ungefähr 1cm dick...??  ???

Offline Poison Nuke

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Re: Selbstbau eines Plattenresonators
« Antwort #54 am: 23. Mär. 2007, 23:07 »
echt? nich 6mm nur?
hm, nagut. Ich gehe bei Plattenresos immer von 0,1 - 6mm aus  :;008

obwohl bei der Größe einer Leinwand ist 1cm natürlich wieder nicht so schlimm, sollte immernoch gut schwingen können.

Offline Barnie@home

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Re: Selbstbau eines Plattenresonators
« Antwort #55 am: 23. Mär. 2007, 23:10 »
Doch, zuerst warens 6mm und dann hat er nochmal ne 3mm-Schicht drauf geklebt. Also mit Leim ca. 1cm schätze ich...

Zitat
obwohl bei der Größe einer Leinwand ist 1cm natürlich wieder nicht so schlimm, sollte immernoch gut schwingen können.

Und genau deswegen frage ich mich ob ich sie überhaupt in zwei kammern teilen soll oder doch lieber 200 x 113cm lassen soll...  :;015

Offline Poison Nuke

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Re: Selbstbau eines Plattenresonators
« Antwort #56 am: 23. Mär. 2007, 23:28 »
200*113 ist doch schon ideales Verhältnis von etwas weniger als 2:1
warum denn noch teilen? ;)

Plattenresos sollten im Seitenverhältnis zwischen 2:1 und 1:1 liegen  :to_drink:

und je freier die Platte schwingen kann, desto höher der Wirkungsgrad.

Deswegen haben Folienabsorber auch einen so guten Wirkungsgrad, obwohl ich bei denen immernoch nicht verstehe, wie man ne leichte Folie so tief abstimmen kann  :;015

Offline Barnie@home

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Re: Selbstbau eines Plattenresonators
« Antwort #57 am: 24. Mär. 2007, 08:08 »
Ich dachte durch das hohe Gewicht der Platte würde sich vielleicht der Wirkbereich zu weit nach unten verschieben... :;015

Offline Poison Nuke

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Re: Selbstbau eines Plattenresonators
« Antwort #58 am: 24. Mär. 2007, 17:14 »
Die Federsteife von der Platte samt der Federsteife von dem Luftvolumen dahinter machen auch schon eine ganze Menge aus.
Ideal wäre eigentlich eine Platte mit einem hohen Gewicht und wenig Eigenstabilität, also ne Gummimatte vielleicht sogar.

Es spielen halt schon ein paar Faktoren rein, die Einfluss auf die Mittenfrequenz, den Wirkungsgrad und die Breitbandigkeit des Resos haben.

Offline inthro

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Re: Selbstbau eines Plattenresonators
« Antwort #59 am: 24. Mär. 2007, 18:58 »
Hallo,


schon richtig...ich habe auf eine 5mm HDF Platte noch eine 3mm Platte geleimt. Auch nur aus Gründen der Abstimmung.
Die Informationen, die ich zum Zeitpunkt des Bauens hatte, liessen keine tiefer führenden Überlegungen zu. Im Grunde sind die Überlegungen auch nur Mutmassungen. Das beste wäre wohl verschiedene Materialien auszuprobieren und natürlich zu messen.
Dazu wäre aber idealerweise ein leerer Raum von Nöten.

Und wer macht das dann auch....  :;039



Grüsse Andy
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