Autor Thema: Eichmanncables Erfahrungen u. Tipps  (Gelesen 4676 mal)

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Pitt

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Eichmanncables Erfahrungen u. Tipps
« am: 24. Jun. 2007, 09:29 »
Hallo zusammen !

Aus aktuellem Anlass und weil im  Netz nur sehr wenig Praktisches zu den Kabeln/Stecker zu fnden ist,
hier ein paar Erfahrungen von mir.

Meine Begeisterung für die Produkte von Eichmann Technologie dürfte hier und da schon bekannt sein.

1. Da die NF-Kabel nicht im üblichen Koaxialaufbau daher kommen, sind sie IMHO sehr empfindlich gegen äußere Einflüsse,
wie z.B. nicht abgeschirmte Netzkabel, was m.E. leicht nachvollziehbar ist. Für relativ unbekannt halte ich meine Erfahrung, daß die Kabel sich auch gegenseitig (R/L) negativ beeinflussen (o.g. aktueller Anlass).
Nun was hatte ich, nach dem letzten Equipmentumbau, falsch gemacht. Da war zum einem das sich die Cinch Express 6 die vom Prozessor zur Endstufe gingen direkt am Ausgang des Prozessors kreuzen und somit direkt aneinander lagen (Buchsen L/R sind am Proessor seitenverkehrt ??)
Was waren die Auswirkungen. Nun (laienhaft gesagt) , die Sache wirkt wie ein Verstärker, eine Art Ionenbeschleuniger der die Höhen puscht sodaß sie teilweise kräftiger,lauter und leicht verzerrt wirkten und  andere Anteile der Höhen wie eliminiert wirkten. Des ganze seidige, analoge und ruhige Klangbild schien verschwunden.
Die Seite, die z.B. näher an einer Beipacknetzstrippe war, wirkte lauter und grober .
Mein Fazit ist überspitzt gesagt, ein Kabelgewirr hinter dem Equipmet, ist tötlich für die Eichmann !
An der Stelle wo sich die NF kreuzten, hat sich bei mir ein dazwischen geklemmtes, mit Allufolie eingepacktes, Styroporstück bewährt. Die Netzkabel habe ich durch Kabel mit zusätzlicher Abschirmung ersetzt und auf eine ausreichenden Abstand zu den NF-Kabel geachtet.

Das ganze Problem war auch die Ursache für meine anfänglichen Prozessorabstürze beim Einschalten aus dem Standby, scheinbar hat sich das Gerät, über die Cinch, durch den Strom der im Standby durch die Standartstrippen floss, aufgeladen und dies mit einem kräftigem Knall (Endstufe hat sich abgeschaltet) und einem Computeraufhängungseffekt am Prozessor häftig bemerkbar gemacht :wallbash:.

2. Zur Verarbeitung der Bullet, insbesondere das Löten.
Einiges dazu steht sicherlich schon auf der Eichmannseite. Ich habe aus einem XLR zwei Cinch gebaut und....ja wie viele andere sicherlich auch, einen Bullet gehimmelt :cry:.
Wichtig sind m.E. mehrere Dinge die man bei der Verarbeitung beachten sollte (Fachlaute können da sicherlich einiges mehr sagen):
- der Minustift ist das wichtigste am Bullet, ihm gebürt die größte wirklich größte Sorgfalt, er bestimmt wie stramm der Stecker anschließend auf der Cinchbuchse sitzt und wie gut der Kontakt ist !!! Er muß vor dem Löten aus dem geöffneten! Bullet mit einem dünnen stumpfen Werkzeug, von außen nach innen (vorn nach hinten), rausgeschoben werden....und darf nach dem Lötvorgang, erst nach völligem Abkühlen! wieder eingeschoben werden. Zum fixieren beim Löten ist eine Holz!wäscheklammer sehr gut geeignet, keine Kombizange oder dergleichen, die beschädigt sofort die Beschichtung des rel. weichen Materials.
- der Plusstift läßt sich auch ohne in eine zum kühlen gadachte Cinchbuchse löten, das geht auch schlecht, weil der Minusstift ja schon fertig gelötet und abgekühlt! wieder im Stecker stecken sollte ( unnötige und unmögliche Kabelbiegerei), und er nur! zugeschraubt arritiert! ist.
- der Lötkolben ( und damit hatte ich meinen Bullet gekillt) sollte m.E. eher zu stark als zu schwach sein! Lieber heiß und schnell löten, als warm und langsam :;036...die Hitze (Pluspollöten) die den Stecker ruiniert braucht eine gewisse Zeit...also schnell löten...klappt es beim ersten Versuch nicht 100%ig, den Stecker zwischendurch unbedingt wieder abkühlen lassen und keinerlei Druck auf den Stift.
- nur leicht ruinierte Stecker (Minusstift ist etwas lose geworden) lassen sich durch das Überziehen der beiden Arritierungsknubbel mit einer (rundum) Schicht Silberlot, retten. Eine äußerlich angebrachtes 0,5 cm breites Stück Schrumpfschlauch trägt auch zum strammeren Sitz des Steckers bei.

puhh...ja soweit erstmal :anbet:

Ich freue mich über jede Richtigstellung, Erklärung bzw. Ergänzung zu meinem laienhaften Geschwafel :;011


mfg Peter :to_drink:






Offline Franz

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Re: Eichmanncables Erfahrungen u. Tipps
« Antwort #1 am: 24. Jun. 2007, 11:53 »
Hallo Peter,

Zitat
Mein Fazit ist überspitzt gesagt, ein Kabelgewirr hinter dem Equipmet, ist tötlich für die Eichmann !

Das durfte ich leider auch bemerken. :cry: Ich hatte bis vor kurzem auch das Eichmann Interconnect 6 zwischen Wandler und Vorstufe, war mit diesem Kabel auch immer stets sehr zufrieden. Aber es ist tatsächlich so, daß es bei nahe beieinander liegenden Kabeln oder gar bei Kontakt mit Netzkabeln sich irgendwas einfängt. Habe es dann gegen ein anderes getauscht.

Wer Interesse hat - ich habe noch ein Eichmann Interconnect 6 mit bullet plugs abzugeben. Wer auf einen störungsfreien Leitungsweg achtet, der wird mit guten Eigenschaften belohnt. :;036 Bei mir herrscht hinten leider Kabelchaos.... :,010

Gruß
Franz

Offline pinoccio

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Re: Eichmanncables Erfahrungen u. Tipps
« Antwort #2 am: 24. Jun. 2007, 12:01 »
Moin Peter  :;049

Du schreibst "Prozessor"... Wie ist dein Setup eigentlich genau aufgebaut bzw. aus was besteht dies?

Gruss
Stefan

@Franz
Zitat
Bei mir herrscht hinten leider Kabelchaos.... :,010
Na na nanana  :;009

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Pitt

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Re: Eichmanncables Erfahrungen u. Tipps
« Antwort #3 am: 24. Jun. 2007, 13:13 »
@ Franz

Schade schade...ich hab gerade ein neues 1 m geordert, da meine Endstufe für die Front in ein Seitenfach verschwinden soll....so ein Mist !
Ich hab das Digital von Eichmann hier, wenn du das mal probieren willst (DAC) oder so ?!
Für mich unverständlicher Weise, ist die Verbindung Player Prozessor analog um einiges besser, obwohl die Analogeingänge im G 68 alle A/D gewandelt, zerpflückt und neu getaktet und zusammengesetzt wieder D/A gewandelt werden ??
Es liegt z.Z. also unnütz hier rum. Es ist wesentlich flexibler und abgeschirmt :,010

@ Pinoccio

Kern des ganzen ist der digitale Prozessor G 68 J (siehe oben),Endstufen G 57 und zwei G 56 für Center und Rear und für Stereo der Meridian G08...wie gesagt über Cinchkabel am Prozessor.
D-Box und Pioneer 868 für TV und DVD über optisch, sodaß die komplette Meridiankombi strommäßig ( galvanisch ?? oder soooo) getrennt aufspielen kann.
Ziel war ein möglichst perfekter Kompromiss zwischen Mehrkanal und Stereo zu schaffen. Ich hab den Prozessor schon mal als sehr teure, aber äußerst audiophile Soundkarte bezeichnet.....manch Vollverstärker dürfte da ordentlich Klimmzüge machen müssen IMHO :;055...es ist schon eine Wunderkiste. Es wird halt alles in der Digitalphase des Signalweges gemacht, deshalb hat er Optionen ( auch im Directmodus) die AV-Verstärker nicht haben.
Ich bin Happy.....und ordentlich geschröpft :;005

Peter




Offline pinoccio

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Re: Eichmanncables Erfahrungen u. Tipps
« Antwort #4 am: 24. Jun. 2007, 13:19 »
Hi Peter

Nunja.. immer schwer aus der Ferne was Brauchbares zu sagen...

Zitat
Mein Fazit ist überspitzt gesagt, ein Kabelgewirr hinter dem Equipmet, ist tötlich für die Eichmann !

Außerdem bin ich ein neuer Freund des alten RG58  :toolaughing: Ok... das ist geschirmt und dürfte deswegen weniger Probleme im Kabelverhau machen. Für ungeschirmte Kabel dürfte gelten  - wenn man sie verwenden mag - dass sie sorgfältig verlegt o. weggebunden werden sollten. Das hast du ja gemacht  :;036

Zitat
Ich bin Happy.....und ordentlich geschröpft :;005

Signaturwürdig  :anbet:  :,010

Gruss
Stefan
« Letzte Änderung: 24. Jun. 2007, 13:31 von pinoccio »
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Offline Franz

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Re: Eichmanncables Erfahrungen u. Tipps
« Antwort #5 am: 24. Jun. 2007, 13:29 »
Hallo Peter,

danke für dein nettes Angebot, aber ich benötige kein Digitalkabel mehr, weil in meiner Laufwerks-Wandler-Kombi eine eigene Verbindungsstrecke eingebaut ist. :;049 :to_drink:

Gruß
Franz

Pitt

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Re: Eichmanncables Erfahrungen u. Tipps
« Antwort #6 am: 24. Jun. 2007, 13:38 »
Signaturwürdig :,010...ja!

Naja die Meridianpreise die so zu lesen sind, sind minus 20% real ;) trotzdem :wallbash:, soll halt das Ultimative  :;111 (siehe Bild im Rouladen-Fred) für mich sein,da wird nur noch Feintuning betrieben....und auch wenn es Haue gibt...qualitativ soll es die Basis für ein zukünftiges 5.0 Utopia Set sein. Ich hoffe wenn nächstes Jahr die Neuen kommen auf eine gute Gelegenheit für die dann Alten.



Peter

p.s. welcher aufmerksame Leser, weiß wie ich, welche LS-Töner J.Pfeiffer Chefredakteur der Audio bei sich im WZ stehen hat ?
Ein Tipp...Horst darf nicht mitraten :,010

Offline pinoccio

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Re: Eichmanncables Erfahrungen u. Tipps
« Antwort #7 am: 24. Jun. 2007, 13:41 »
Canton Vento 809  :;111
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Pitt

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Re: Eichmanncables Erfahrungen u. Tipps
« Antwort #8 am: 24. Jun. 2007, 13:55 »
optisch sehr nah drann...klanglich wohl weit daneben :floet:

Peter

Offline pinoccio

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Pitt

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Re: Eichmanncables Erfahrungen u. Tipps
« Antwort #10 am: 24. Jun. 2007, 14:10 »
Beitrag von 2006!

Die Audio ist vom letzten Monat !!!

Peter :;070

Offline pinoccio

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Re: Eichmanncables Erfahrungen u. Tipps
« Antwort #11 am: 24. Jun. 2007, 17:29 »
Beitrag war von  02.01.2007 14:19

 :;049
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Pitt

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Re: Eichmanncables Erfahrungen u. Tipps
« Antwort #12 am: 26. Jun. 2007, 16:34 »
Mmmm...Stefan...dann hab ich es vermutlich mit dem Forumsmitgliedschaftdatum verwechselt :;034...wollte nur schnell wieder aus dem OE

Audio 06/07 S. 149  ....Ref. 1 :;036


Peter

Offline pinoccio

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Re: Eichmanncables Erfahrungen u. Tipps
« Antwort #13 am: 26. Jun. 2007, 23:03 »

Audio 06/07 S. 149  ....Ref. 1 :;036

Peter

Mist! Hab ich im Büro liegen. Schaue morgen Früh nach :)

Gruss
Stefan
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Offline beamter77

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Re: Eichmanncables Erfahrungen u. Tipps
« Antwort #14 am: 27. Jun. 2007, 08:08 »
Ich bin richtig stolz auf mich, das Maul gehalten zu haben. :rotwerd': :;049
Die Lücke, die man hinterlässt, ersetzt einen vollkommen.
"Ich will frei sein", sprach die Marionette ... und schnitt ihre Fäden durch.
Klug ist jeder. Der eine vorher, der andere nachher.