Autor Thema: Watt  (Gelesen 4519 mal)

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Offline Enno

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Watt
« am: 19. Mai. 2007, 21:33 »
Hallo,
zu Beginn meines Lebens mit Stereo und Hifi habe ich (wie viele andere Leute) Verstärker und Lautsprecher nach Wattzahlen gekauft.
Ich erinnere mich, wie ich damals durch meine Heimatstadt gelaufen bin, um einen Händler zu finden, der mir einen 100 Watt Verstärker verkaufen kann, weil mein Bruder einen solchen von Quelle hatte. Fehlanzeige! In einem Geschäft sah man mich nur mitleidig an und erklärte mir, dass es ja wohl bei 30 Watt für den Hausgebrauch aufhören würde, oder ob ich Turnhallen beschallen wolle?
In einem anderen Geschäft erklärte man mir, dass man mit 1 Watt pro Quadratmeter mehr als ausreichend bedient wäre.

Nun, die Zeiten haben sich geändert. Andere Parameter sind mehr und mehr in den Vordergrund gerückt.

Ich möchte euch fragen, welchen Einfluss die Wattzahlen  heutzutage auf Kaufentscheidungen haben.
Achtet ihr bei der Zusammenstellung einer Anlage auf solche Daten?
Wenn ja, wo ist die Grenze? Was braucht man wirklich bei einer guten Anlage?
Gruß
Enno

Offline pinoccio

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Re: Watt
« Antwort #1 am: 19. Mai. 2007, 21:46 »
Hi Enno

Zitat
In einem anderen Geschäft erklärte man mir, dass man mit 1 Watt pro Quadratmeter mehr als ausreichend bedient wäre. Nun, die Zeiten haben sich geändert. Andere Parameter sind mehr und mehr in den Vordergrund gerückt.

Ja klar! So stehen mir zurzeit eindeutig mehr als 5m² zu. Aber leider keine (?) 450m² in 2 Wohnungen wenn ich 4 Ohm hab...   :wallbash:  :toolaughing:

Zitat
Ich möchte euch fragen, welchen Einfluss die Wattzahlen  heutzutage auf Kaufentscheidungen haben.
Achtet ihr bei der Zusammenstellung einer Anlage auf solche Daten?
Wenn ja, wo ist die Grenze? Was braucht man wirklich bei einer guten Anlage?

"Watt" sehe ich eigentlich nur als Zugabe. So weiß ich im Moment auch nicht, wieviel Watt mein Equipment hat. Jedoch war es früher - ähnlich wie bei dir auch - ein kaufentscheidendes Kriterium. Im Prinzip hat sich das aber auch schnell verflüchtigt, der Amp sollte nur noch für die LS ausreichen. Außerdem ist "Watt" auch günstig zu bekommen.

Frei nach J.Kiesler bei den Geithain-Tagen, welche bei  Claus stattfanden: Leute! Ich hab doch gesagt hängt was G'scheites an die Boxen  :;057 Unter 200/300 Watt braucht ihr mir nicht zu kommen"

Naja... irgendwie hatte er nach dem umstöpseln auch wieder recht  :,010

Gruss
Stefan
« Letzte Änderung: 19. Mai. 2007, 21:51 von pinoccio »
Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hängt mit der Blödheit der Bewunderer zusammen - Heiner Geißler

Offline Poison Nuke

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Re: Watt
« Antwort #2 am: 19. Mai. 2007, 23:09 »
hm, also wenn ich mal nachrechne, komm ich auf 12.000W Sinus, laut Herstellerangabe. Mit etwas Abzug sind 5000W bei mir denke mal realistisch  :;034 : :;010 :;010


aber so gesehen wichtig ist es nicht. Brauchen tu ich von den Watts vielleicht nur was im zweistelligen Bereich, und dann ists auch schon extrem laut.

Im Bass ist vorallem die Kontrolle der Tieftöner wichtig und da ist dann doch schon häufig ne Menge an Leistung notwendig, um die im "Zaum" zu halten.


Ansonsten kommt es aber auch auf die LS drauf an.
Wenn man nen wirkungsgradstarkes Horn hat, dann hauts einem bereits mit einem Watt die Tapete von den Wänden und von den Ohren will ich gar nicht reden  :;034


bei mir ist halt der Wirkungsgrad nicht ganz so super, ich gleiche es dann halt mit viel Leistung aus  :;009
obwohl ich ja auch mal die Leistungsaufnahme meiner Geräte selbst nachgemessen habe. Im Musikbetrieb liege ich wirklich bei nicht messbaren Werten. Selbst bei extremen Pegeln komm ich hier auf nur sehr wenige Watt.




aber wenn ich ganz ehrlich bin:
als ich meine Anlage zusammengestellt habe, habe ich nicht ein einziges mal auf die Leistung geschaut. Ist mir dann erst aufgefallen, als ich mal so rein interessehalber ins Datenblatt geschaut hatte (nachdem mir die Sicherung rausgeflogen war  :;010).
war dann schon ganz schön überrascht, als ich da die nicht gerade kleinen Zahlen gelesen habe...und dann addieren die sich bei mir ja noch so oft  :;008


meistens ist halt so, dass die Leistungen angemessen sind und immer im grünen Bereich liegen, daher gibt es IMHO ganz ganz andere Dinge um die man sich einen Kopf machen sollte, die vorallem wirklich klangentscheidend sind!

Offline inthro

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Re: Watt
« Antwort #3 am: 20. Mai. 2007, 10:08 »
Ich möchte euch fragen, welchen Einfluss die Wattzahlen  heutzutage auf Kaufentscheidungen haben.
Achtet ihr bei der Zusammenstellung einer Anlage auf solche Daten?
Wenn ja, wo ist die Grenze? Was braucht man wirklich bei einer guten Anlage?



Hallo Enno,


Würde es das Internet, mit dem einhergehenden Informationsfluss, heute nicht geben, sähe es vermutlich heute nicht viel anders aus. Dank Foren ist auch die Jugend früh informiert, worauf es eigentlich ankommt.
Dennoch liest man in den Foren auch heute noch Fragen wie: "Mein Verstärker hat 800 Watt, welche Boxen passen dazu?"

Auf Leistungsangaben achte ich eigentlich gar nicht. Limitierung sind eh die Chassis. (jedenfalls in dem Bereich, woich mich bewege  :;025 )

Würde ich heute einen Verstärker kaufen, dann wahrscheinlich nur der Optik wegen. Alles andere wäre sekundär.
Wobei man vielleicht noch zwischen Röhren,- und Transistorverstärker unterscheiden sollte. Bei Röhren sollte man vielleicht schon einen Blick auf Wirkungsgrad und Impedanz der LS schauen.

Gibt es noch Hersteller, die 20 Watt Transen bauen?  :;015




Grüsse Andy
Nichts verhindert den Genuss so wie der Überfluss.
Michel Eyquem de Montaigne


Offline Hardy

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Re: Watt
« Antwort #4 am: 20. Mai. 2007, 12:22 »
Hallo Enno, hallo Andy !

Für mich als "horny guy" brauchts nur Watt im einstelligen Bereich  :;008

Gibt es noch Hersteller, die 20 Watt Transen bauen?  :;015
Grüsse Andy

KLar, z.B. Greenwall (haben aber m.W. dieses Jahr aufgehört wegen gesetzlicher Regelungen),
Baier (Omtec) oder z.B.  http://www.6moons.com/audioreviews/trends/ta10.html
Nettes Teil, oder  :;054 ?!

Schönen Sonntag noch, Hardy


Offline gto

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Re: Watt
« Antwort #5 am: 20. Mai. 2007, 12:37 »
  :toolaughing:

Und der Absorber-Chimney ist auch cool. :;046

Grüsse Gerd

Offline pinoccio

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Re: Watt
« Antwort #6 am: 20. Mai. 2007, 19:56 »
Gerd  :;070

Frei nach Gerd (der Slogan): "Die paar Dezibel drück ich auch noch"

Bringt mich doch weiter auf: "Und...? Wie viel Millisekunden hast du heute bei 30Hz gedrückt?". "Ich bin bei 0,2556ms". - "Oh man, ich erst bei 0,27ms"  :wallbash:

Wen interessiert hier noch Watt?

 :;055

Gruss  :toolaughing:
Stefan
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Offline Poison Nuke

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Re: Watt
« Antwort #7 am: 21. Mai. 2007, 09:14 »
Bringt mich doch weiter auf: "Und...? Wie viel Millisekunden hast du heute bei 30Hz gedrückt?". "Ich bin bei 0,2556ms". - "Oh man, ich erst bei 0,27ms" 

 :;015 :;015

komm da irgendwie nicht so ganz hinterher, was du meinst  :;034

Offline pinoccio

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Re: Watt
« Antwort #8 am: 21. Mai. 2007, 12:13 »
Mahlzeit

Jo... das "m" war eindeutig zuviel  :wallbash:

Gruss
Stefan
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Offline sommerfee

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Re: Watt
« Antwort #9 am: 21. Mai. 2007, 15:04 »
Ich weiß eigentlich nur, wieviel Watt meine Endstufe hat, weil ich mal eine von denen verkauft hatte und auf eine passende Anfrage antworten mußte... Aber ich merke gerade, ich habe es aber mittlerweile wieder vergessen  :toolaughing:

Liebe Grüße,
Axel

Offline Enno

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Re: Watt
« Antwort #10 am: 29. Mai. 2007, 12:26 »
Hallo,
ich möchte mich für die überwiegend sehr umfangreichen Beiträge bedanken.
Als Fazit aus den Antworten steht für mich die Erkenntnis, dass ich mich von meinem bisherigen Kaufverhalten und der "Wattgläubigkeit" trennen sollte.
Und dennoch... Ich habe hier 2 Receiver, 3 Vollverstärker und 5 Endstufen stehen. Die Geräte mit den höheren Wattzahlen klingen für meinen Geschmack auch eindeutug besser.
Allerdings waren sie auch teurer. Es scheint mir so zu sein, dass in der Regel die hochwertigeren Geräte auch die kräftigeren Endstufen haben, was wiederum bedeutet,dass man bei heuzutage für teures Geld erworbenen Geräten  automatisch genügend Leistungsreserven erwarten darf.
Somit stehen zukünftig neben den klanglichen Eingenschaften die Ausstattungsmerkmale der Vorverstärkerteile im Vordergrund.
Gruß
Enno

Offline alex8529

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Re: Watt
« Antwort #11 am: 29. Mai. 2007, 12:55 »
Hi,

viel Watt spart Gas und Öl..... :;111

jedenfalls im Winter  :meinung:
Echtes VooDoo ist, wenn man beim Test 15 Richtige bei 10 Versuchen hat.....

Offline pinoccio

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Re: Watt
« Antwort #12 am: 29. Mai. 2007, 17:16 »
Hi

Ich hab nochmal nachdenken müssen...  :;034

Im Prinzip könnte man auch sagen, dass Watt wie das liebe Geld zwar nicht alles ist aber es doch ungemein beruhigen kann, wenn man viel davon hätte.

Ok... Geld kann ich mir eigentlich nicht leisten, so kauf(te) ich mir doch etwas "Watt"  :toolaughing:

Gruss
Stefan
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Tweety

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Re: Watt
« Antwort #13 am: 02. Jun. 2007, 15:09 »
Hallo,
zu Beginn meines Lebens mit Stereo und Hifi habe ich (wie viele andere Leute) Verstärker und Lautsprecher nach Wattzahlen gekauft.
Ich erinnere mich, wie ich damals durch meine Heimatstadt gelaufen bin, um einen Händler zu finden, der mir einen 100 Watt Verstärker verkaufen kann, weil mein Bruder einen solchen von Quelle hatte. Fehlanzeige! In einem Geschäft sah man mich nur mitleidig an und erklärte mir, dass es ja wohl bei 30 Watt für den Hausgebrauch aufhören würde, oder ob ich Turnhallen beschallen wolle?
In einem anderen Geschäft erklärte man mir, dass man mit 1 Watt pro Quadratmeter mehr als ausreichend bedient wäre.

Nun, die Zeiten haben sich geändert. Andere Parameter sind mehr und mehr in den Vordergrund gerückt.

Ich möchte euch fragen, welchen Einfluss die Wattzahlen  heutzutage auf Kaufentscheidungen haben.
Achtet ihr bei der Zusammenstellung einer Anlage auf solche Daten?
Wenn ja, wo ist die Grenze? Was braucht man wirklich bei einer guten Anlage?


Ich habe einen sehr ineffizienten Lautsprecher, wodurch dieser schon ein wenig Leistung vertragen und auch mechanisch verarbeiten können sollte. Aber wirklich auf die Leistungsangaben achten, oder eine dort große Zahl zu bevorzugen, dem ist nicht so. Ich höre meist nicht sehr laut, Spitzenpegel ist meist bei 80-85 db bei einem Hörabstand von ca. 2,5 Meter zu jedem Lautsprecher.

Viel wichtiger ist mir, dass die Musik, die bei mir aller oberste Priorität genießt, ordentlich dargestellt wird. Nicht nur Pling und Plang, sondern zu einem ergreifenden Ereignis und Erlebnis muss es werden. Ich möchte nicht nur hören, dass der Künstler spielt und singt, sondern wie er singt, wie er spielt, welches Können dahinter steckt, welche Raffinesse in der Musik steckt und weshalb und zu welchem Anlass er dieses Stück so geschrieben und komponiert hat.

Pling und Plang kann jede HiFi-Anlage, doch die oben geschilderten Dinge, machen für mich erst Musik zur Musik. Um dies natürlich hören zu können, verlangt es auch nach den entsprechenden Aufnahmen.

Das ist es, worauf ich beim Kauf achte. Jede Komponente die ich mir kaufe, muss im Stande sein, mir dies zu bieten.

Offline PeZett

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Re: Watt
« Antwort #14 am: 08. Aug. 2007, 10:15 »
...
Und dennoch... Ich habe hier 2 Receiver, 3 Vollverstärker und 5 Endstufen stehen. Die Geräte mit den höheren Wattzahlen klingen für meinen Geschmack auch eindeutug besser.
Allerdings waren sie auch teurer. Es scheint mir so zu sein, dass in der Regel die hochwertigeren Geräte auch die kräftigeren Endstufen haben, ...

Hallo,

gemeinhin sind es vor allem "einfachere" Verstärker (mit etwas simplerem Schaltungslayout und billigerem
Netzteil) die in der oberen Leistungshälfte übelste Verzerrungen produzieren. Bekanntlich sind diese Verzerrungen
auch oft für den (Hochtöner-)Tod sehr viel leistungsstärkerer (höher belastbarer) Boxen verantwortlich. Das hat
bei den Käufern dazu geführt, Verstärker zu bevorzugen, die so viel Leistung haben, dass man im geschlossenen
Wohnraum in diesen Bereich gar nicht erst "reinfahren" muss. Solche Verstärker klingen dann logischerweise
gefälliger, als ebenso preiswerte, schwächere Verstärker (einfach weil die sich mehr "anstrengen" müssen)
Im Prinzip ist dieser Gedanke also bei günstigeren Verstärkern nicht so falsch und darum ist daraus
dann wohl die Mähr geworden "je mehr Leistung, je besser...". Das dem aber überhaupt nicht so sein muss, dürfte
hinlänglich bekannt sein.
Es gibt ja durchaus hochwertige Verstärker, deren Aufbau verzerrungsarme Wiedergabe auch im "volle Pulle"-
Bereich ermöglichen - und dies bei relativ kleiner Endstufenleistung.

Daraus leitet sich für mich persönlich eigentl. Folgendes ab:
- einen aufwändigen Aufbau vorausgesetzt kann ich auch mit einem Verstärker kleinerer Leistung sehr gut
leben. Er wird auch im oberen Leistungsbereich gut arbeiten.
- soll es (preislich) günstiger sein, darf die Ausgangsleistung gerne etwas höher ausfallen da der Verstärker
die hohe Leistungsabgabe ohnehin nicht "sauber" hinkriegt und so wenigstens die unteren 30% verzerrungs-
arm `rüberbringt.

Gruss

Offline HinzKunz

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Re: Watt
« Antwort #15 am: 08. Aug. 2007, 14:47 »
Zitat
oberen Leistungshälfte übelste Verzerrungen
??
Was soll die "obere Leistungshälfte" und was sollen "übelste Verzerrungen" sein?
Clipping? Clipping setzt ziemlich abrupt ein, und zwar an der stelle, wo Schluss ist.
Zitat
einfach weil die sich mehr "anstrengen" müssen
Wir reden hier über Hamsterkäfige nicht über Hamster ;)
Zitat
- soll es (preislich) günstiger sein, darf die Ausgangsleistung gerne etwas höher ausfallen da der Verstärker
die hohe Leistungsabgabe ohnehin nicht "sauber" hinkriegt und so wenigstens die unteren 30% verzerrungs-
arm `rüberbringt.
Dann ist der Verstärker mE aber schon ziemlicher "Mist"
Gruß
Martin

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Offline PeZett

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Re: Watt
« Antwort #16 am: 08. Aug. 2007, 15:21 »
Was soll die "obere Leistungshälfte" und was sollen "übelste Verzerrungen" sein?
Clipping? Clipping setzt ziemlich abrupt ein, und zwar an der stelle, wo Schluss ist.

"obere Leistungshälfte" ist natürl. nur ein dahingeworfener Schätzwert. Wer`s gerne genauer
hat, darf messen.

Clipping ist ja nicht alles, was ein Verstärker so auf seiner Kennlinie so anstellt, oder?

Wir reden hier über Hamsterkäfige nicht über Hamster ;)

Naja - der Hamsterkäfig ist passiv, der Hamster indes aktiv. Es fällt mir also schwer,
einen aktiven Verstärker mit einem passiven Hamsterkäfig zu vergleichen. ;)

Dann ist der Verstärker mE aber schon ziemlicher "Mist"

Das ist unbestritten aber eben leider auch das, was von vielen Konsumenten gekauft
wird.

Gruss

Offline HinzKunz

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Re: Watt
« Antwort #17 am: 09. Aug. 2007, 01:35 »
Zitat
Das ist unbestritten aber eben leider auch das, was von vielen Konsumenten gekauft
wird.
Ja, insbesondere in der oberen hälfte der 4-Stelligen Preise :,014
Zitat
Clipping ist ja nicht alles, was ein Verstärker so auf seiner Kennlinie so anstellt, oder?
Ich hab aber noch nie einen Verstärker lautsprecher Grillen sehen, weil er so *hüstel* "Angestrengt" ?:I war... entweder ganz oder garnicht.
Röhrenverstärker mal außen vor steigt der THD recht Sprunghaft mit beginn des Clippings an oder je nach Schaltung auch kurz vorher.
Ein Verstärker der wenn über 50% seiner (echten) Leistung gefordert werden nur noch "rumrotzt" ist eine gelinde gesagt "eigenwillige Konstruktion".

Davon ab reden wir bei normalen Lautsprechern und normalen Verstärkern (also keine 76dB/W/m-Tröten an nem 6W-HaiEnt-IC-Kistchen) über Leistungen und damit Lautstärken bei denen die meisten Hörer schon keine Lust mehr haben zuzuhören.
« Letzte Änderung: 09. Aug. 2007, 01:39 von HinzKunz »
Gruß
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Offline HinzKunz

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Re: Watt
« Antwort #18 am: 09. Aug. 2007, 01:52 »
Zitat
Naja - der Hamsterkäfig ist passiv, der Hamster indes aktiv. Es fällt mir also schwer,
einen aktiven Verstärker mit einem passiven Hamsterkäfig zu vergleichen.
Hat dich schonmal ein Verstärker Gebissen, weil du ihn zu grob angefasst hast? ??
Gruß
Martin

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Offline PeZett

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Re: Watt
« Antwort #19 am: 09. Aug. 2007, 08:55 »
...
Ich hab aber noch nie einen Verstärker lautsprecher Grillen sehen, weil er so *hüstel* "Angestrengt" ?:I war... ..

Und das soll ich so geschrieben haben? ...mmmh, habe da so meine Zweifel...

Hat dich schonmal ein Verstärker Gebissen, weil du ihn zu grob angefasst hast? ??

...von Dir stammt die Anspielung auf Hamster und deren Käfige, nicht von mir.
Ich weis auch nicht, warum Du mir die Betrachtung von "76dB-Tröten" und "6W-IC-Kistchen"
unterschieben möchtest - so etwas meinte ich noch nicht einmal, sondern "ganz normale"
Verstärker, die eben auch so ihre Eigenarten haben.

Wie dem auch sei - an Deinen polemischen Äusserungen erkenne ich, dass wir beide hier auf
keinen gemeinsamen Nenner mehr kommen und beende mein posten an dieser Stelle mal...

Have  fun...
« Letzte Änderung: 09. Aug. 2007, 09:03 von PeZett »

Offline HinzKunz

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Re: Watt
« Antwort #20 am: 09. Aug. 2007, 11:56 »
Zitat
keinen gemeinsamen Nenner
Das glaub ich allerdings auch...
Gruß
Martin

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Offline pinoccio

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Mod-Edit
« Antwort #21 am: 09. Aug. 2007, 12:43 »
Hallo

Hier ist die Rubrik "Technische Hintergründe". Bitte an der Sache bleiben. Danke!

Ansonsten ist es nämlich (leider) für die Kammer  :;050

Gruss
Moderation
« Letzte Änderung: 09. Aug. 2007, 13:11 von pinoccio »
Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hängt mit der Blödheit der Bewunderer zusammen - Heiner Geißler

Offline HinzKunz

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Re: Watt
« Antwort #22 am: 09. Aug. 2007, 13:14 »
Wir sind doch voll anner sache, was willste denn? :,010



Dibediedadidedodo...

Ok, mal ernsthaft.

Ich wüsste mal gern was "angestrengte" Verstärker und ähnliches in den Technischen Hintergründen zu suchen haben.
Niemand ist allwissend und die meisten, auch ich, haben eigentlich keine Ahnung aber dass ganz gewöhnliche Verstärker die man im Kaufhof "ab Stapel" für 300€ bekommt bei 30% oder 50% ihrer Leistung anfangen das Signal extrem zu verzerren, so dass sogar Lautsprecher davon kaputt gehen, ist nunmal ziemlicher Quatsch.
Gruß
Martin

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Offline pinoccio

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Re: Watt
« Antwort #23 am: 09. Aug. 2007, 13:22 »
Martin

Nun ja... umgangssprachlich weiß ich was damit gemeint war. :;036

Aber formuliere es doch mal mit "technischen Worten". Mitm Hamster kann ich auch nichts anfangen  :;046

Gruss
Stefan
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Offline HinzKunz

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Re: Watt
« Antwort #25 am: 09. Aug. 2007, 16:22 »
Zitat
Sollte reichen für ein paar Monate Beschäftigung...
Muss ich mir das jetzt wirklich alles durchlesen, oder bist du so lieb und fasst es zusammen?
Gruß
Martin

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Offline KSTR

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Re: Watt
« Antwort #26 am: 09. Aug. 2007, 16:32 »
Gern... u.A.: ob ein Verstärker "angestrengt" klingt, ist eine rein technische Angelegenheit... und dass das gern bei den erwähnten 50% Leistung losgeht (wobei die restlichen 50% nur noch 3dB "mehr" bedeuten).

Grüße, Klaus

Offline HinzKunz

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Re: Watt
« Antwort #27 am: 09. Aug. 2007, 16:45 »
Etwas auseinandergefasster wäre doch ganz gut ;)

Ich lasse mich gerne eines besseren Belehren, dass ein marktreifer Verstärker, wie man ihn kaufen kann ab einer bestimmten Leistungsabgabe das Signal hörbar verzerrt ("angestrengt" klingt) die deutlich unter der maximalen Leistungsabgabe liegt.
Zitat
wobei die restlichen 50% nur noch 3dB "mehr" bedeuten
Man muss aber mit einkalkulieren wo diese 3dB liegen ;)
Gruß
Martin

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Offline KSTR

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Re: Watt
« Antwort #28 am: 09. Aug. 2007, 19:12 »
Maximale Leistungsabgabe (Dauerlast) wird ja beim Erreichen von 1% THD in ohmsche Last gemessen. Das ist komplett unrealistisch, denn
1) ohmsche Last ham wir nich, der Strom macht recht unkorreliert von der Spannung was er will, bei einem realen LS.
2) THD als Wert ist total für die Katz, weil das kann alles sein von bisserl K2 und K3 bis zu einem kompletten Obertonkamm mit womöglich ordentlich K7 (der fieseste von allen, maximal unharmonisch). Mach dir mal einen Sinus mit 1% K2 und einen mit 1% K7, dann weisst du was die Angabe 1% THD wert ist: nix. Und dann, erzeuge mal die IMD-Produkte, für jenen K2 oder K7...
3) "Angestrengt klingen" heisst, dass der Klang schnell zur Hörermüdung führt. Dazu muss keineswegs der Klirr, Kurzzeit A/B mit Musik getestet, direkt "BT-fähig" hörbar sein.
4) Amps mit deutlichen Class-AB-Übernahmeverzerrungen (gibt es immer noch, auch marktreife) klirren noch stärker (wieder vor allem ungerade) gerade bei kleinen Pegeln und stressen leise gespielt (bei Zimmerlautstärke) oft mehr als bei Party-Pegel.

usw. usw.

Eigentlich dachte ich, dass das längst bekannt ist, wurde doch auch in deutschsprachigen Foren zur genüge durchgekaut...

Grüße, Klaus

Offline HinzKunz

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Re: Watt
« Antwort #29 am: 09. Aug. 2007, 20:31 »
zu1) Inwieweit die Leistung bei einem größeren Phasenwinkel einbricht lässt sich (und wird ja auch gemacht) messen.
Dass da heutzutage im Consumersektor extreme Situationen vorkommen glaube ich ehrlich gesagt aber nicht.

zu2) Das Klirrspektrum näher zu untersuchen ist auch kein Hexenwerk, dass kann jeder mit seinem PC, allerdings ist die angegebene Nennleistung bei 1%THD meistens schon weit jenseits der gewöhnlichen "Hörleistung".
Auch das solche "Klirrunfälle" statistisch relevant auftreten glaube ich nicht.

zu3) Das ist Definitionssache... für mich heißt "angestrengt" Klingen, dass die Kiste auf dem letzten Loch pfeift.

zu4) Kannst du mal Beispiele nennen von verbreiteten Verstärkern mit deutlichen (hörbaren) Übernahmeverzerrungen, das würde mich jetzt (ehrlich) interessieren.

Zitat
wurde doch auch in deutschsprachigen Foren zur genüge durchgekaut...
Habe ich bis jetzt nicht wahrgenommen...
Gruß
Martin

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