Autor Thema: Von Kantenabsorber zu DBA – Teil 2 – Mitten/Höhen  (Gelesen 45407 mal)

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Offline gto

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Re: Von Kantenabsorber zu DBA – Teil 2 – Mitten/Höhen
« Antwort #30 am: 29. Mai. 2007, 19:28 »
Keine Ahnung, hab das noch nicht gemessen! Weil ich nicht weiss wie das geht, und was der mir sagen will! :toolaughing: Aber da wollte ich mich eh schon lange mal darüber schlau machen... :book:

Auch schon mal wo nachgefragt, die Antwort von Joachim KeaAudio
Zitat
Original von Kea Audio
Zitat
Original von gto
Also hier mal ein praktisches Beispiel.



Wenn ich das halbwegs verstanden habe, dann sind die längeren Spitzen als indirekte Reflexionen
(Echos) zu sehen, denen man noch Aufmerksamkeit schenken könnte, oder?
Gehe ich aber recht in der Annahme, dass das im grossen und ganzen mal nicht so schlecht aussieht?

Hallo Gerd,

ja das siehst du richtig, das sind die Reflexionen der Waende, diese Spitzen. Du   solltest versuchen moeglichst wenig 1.reflexion zu haben. Die Zeiten kannst du ausrechnen mit dem Wandabstand und der Schallgeschwindigkeit. Dann siehst du recht schnell wo die Probleme liegen. ABER alles mit Baso zu kurieren halte ich fuer verfehlt, sorry. Damit ueberdaempfst du den RAum in den Hoehen ziemlich schnell. Fuer 1.Reflexionen und stehende Wellen sind besser Diffusoren geeignet und zwar mit schallharten Oberflaechen. Auch musst du dir mal die Wellenlaengen ausrechnen bzw die Frequenzen. Wenn du da stehende Wellen mit zB 3.4m hast, dann ist das Bassbereich und nicht mit Basotech zu erschlagen.
Also erstmal die Messung genau auswerten. wo liegen die Spikes, was ist die zugehoerige Zeit und daraus Wellenlaengen und die Frequenzen errechnen.

Grüsse Gerd

Offline inthro

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Re: Von Kantenabsorber zu DBA – Teil 2 – Mitten/Höhen
« Antwort #31 am: 29. Mai. 2007, 20:54 »
Zitat
Auch musst du dir mal die Wellenlaengen ausrechnen bzw die Frequenzen. Wenn du da stehende Wellen mit zB 3.4m hast, dann ist das Bassbereich und nicht mit Basotech zu erschlagen.

Da steige ich grad nicht durch.....

Die Schallgeschwindigkeit beträgt doch (in nicht dispersiven Stoffen, zu denen Luft ja gehört) frequenzunabhängig 340 m. Eine Messung der Raumimpulsantwort zeigt mir zwar die Zeit, in der die Welle am Mikro eintrifft, aber wie errechne ich die Frequenz, die die Welle hat?  :;015 Ich sehe eigentlich nur die Möglichkeit, aus der Abstrahlcharakteristik des LS zu schliessen....oder wieder zu kurz gedacht?  :toolaughing:



Grüsse Andy
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Offline Ydope

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Re: Von Kantenabsorber zu DBA – Teil 2 – Mitten/Höhen
« Antwort #32 am: 29. Mai. 2007, 22:14 »
Eine Messung der Raumimpulsantwort zeigt mir zwar die Zeit, in der die Welle am Mikro eintrifft, aber wie errechne ich die Frequenz, die die Welle hat?  :;015

Die Frequenz kannst du nicht aus der Impulsantwort erkennen. Sonderlich viel Erkenntnis sehe ich da auch nicht, ob man frühe Reflektionen hat, kann man sich bei einem Raum der geometrisch nicht besonders ungewöhnlich ist, eigentlich schnell überlegen.

Offline gto

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Re: Von Kantenabsorber zu DBA – Teil 2 – Mitten/Höhen
« Antwort #33 am: 29. Mai. 2007, 22:37 »

Die Frequenz kannst du nicht aus der Impulsantwort erkennen. Sonderlich viel Erkenntnis sehe ich da auch nicht, ob man frühe Reflektionen hat, kann man sich bei einem Raum der geometrisch nicht besonders ungewöhnlich ist, eigentlich schnell überlegen.

Ich denke da irrst du ordentlich, ist IMHO die Grundlage aus der alles andere Abgeleitet wird.
Wie man das zufuß rechnet kann uns bestimmt jemand erklären, ich hab mich noch nicht genauer damit befasst.
Bislang habe ich mich damit begnügt mich über eine Veringerung der Spikes zu freuen. :toolaughing:

Grüsse Gerd


Offline inthro

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Re: Von Kantenabsorber zu DBA – Teil 2 – Mitten/Höhen
« Antwort #34 am: 29. Mai. 2007, 22:49 »
Hi Gerd,


also mir ist ehrlich gesagt auch nicht klar, wie man eine Frequenz ableiten oder errechnen kann. Man bekommt Infos über Zeit und Amplitude. Da die Schallgeschwindigkeit in der Luft frequenzunabhängig ist, verweigert meine kümmerliche Logik einen Weg zur Bestimmung der Frequenz  :;015

Wird Zeit, das sich Joachim mal wieder zu Wort meldet  :;025




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Offline Ydope

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Re: Von Kantenabsorber zu DBA – Teil 2 – Mitten/Höhen
« Antwort #35 am: 30. Mai. 2007, 13:27 »
Die Frequenz kannst du nicht aus der Impulsantwort erkennen.
Ich denke da irrst du ordentlich, ist IMHO die Grundlage aus der alles andere Abgeleitet wird.
Wie man das zufuß rechnet kann uns bestimmt jemand erklären, ich hab mich noch nicht genauer damit befasst.
Na ob da nun jemand kommen wird, der daraus einen Frequenzverlauf und ein Wasserfalldiagramm zaubert?
Ist doch eigentlich logisch, dass man dafür einen Sinussweep braucht, wie ihn ja auch alle Messprogramme erzeugen.
Ich kann mir auch denken, dass in einem kurzen Impuls keine tiefen Frequenzen enthalten sind, ein 50Hz Signal braucht ja schon 20ms um einmal seine Sinuskurve zu durchlaufen, wie soll es dann in einen 1ms(?)  langen Impuls passen?
Falls man also zb per FFT tatsächlich aus der Impulsantwort noch frequenzabhängige Informationen gewinnen kann, dann m.E. nur für Mitten/Höhen.

Gut kann man bei der Impulsantwort einzelne Echos erkennen, aber wenn ich z.B. unter einer reflektierenden Decke oder in der Nähe einer Wand sitze dann kann ich mir auch so überlegen, wann und dass da eine erste Reflektion kommen wird.

Offline Poison Nuke

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Re: Von Kantenabsorber zu DBA – Teil 2 – Mitten/Höhen
« Antwort #36 am: 30. Mai. 2007, 13:38 »
ein Impuls enthält alle Frequenzen, die man über eine Fouriertransformation dann genauer analysierne kann. Wie genau das geht, weiß ich allerding auch (noch) nicht.


@ Barnie
mit Absorbern ist es mehr oder weniger unmöglich, die ersten Reflektionen überhaupt im Ansatz zu bekämpfen, die Dämpfung ist einfach zu gering. Sie wirken sich eher auf die Nachhallzeit insgesamt aus (wenn also eine Schallwelle dann so 50-100x durch den Absorber reflektiert wurde, dann ist sie meist erst weg).

Es wäre also sinnvoller, im Bereich der ersten Reflektionen großflächige Diffusoren anzubringen, welche in der Struktur am besten schon etwas größer sind (untere Wirkfrequenz sollte schon so um 250Hz liegen (tiefer wirst eh kaum kommen, dafür brauchst nämlich schon Elemente von 50cm Größe)).
Vor die Diffusoren würde ich dann die Basotectplatten machen. Weil dadurch wird der Schall erstens etwas absorbiert, aber halt nicht mehr geradlinig zu dir zurückgeworfen.

Da man die Basotectplatten ja fast direkt draufmachen kann, kann man so eigentlich schöne Wandelemente bauen (großer Holzkasten 1m*1m, 30cm tief, 20cm tiefe ist ein 2D Diffusor mit so am besten 25cm Kantenlänge pro Element, welche selbst am besten auch nicht ganz eben sind auf der Oberseite, und restliche Höhe durch Baso ausgefüllt und dann oben mit Stoff abgespannt).

Offline Ydope

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Re: Von Kantenabsorber zu DBA – Teil 2 – Mitten/Höhen
« Antwort #37 am: 30. Mai. 2007, 15:50 »
Stimmt, laut Wikipedia enthält so ein Impuls tatsächlich alle Frequenzen: http://de.wikipedia.org/wiki/Delta-Distribution

Offline Hörzone

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Re: Von Kantenabsorber zu DBA – Teil 2 – Mitten/Höhen
« Antwort #38 am: 30. Mai. 2007, 16:22 »
ich seh schon, für meine baulichen Maßnahmen.
das beste für mich wird sein ich lade Robert und Gerd für ein paar Tage ein, dreh den Schlüssel um.. und guck was dabei rauskommt
 :;008
ist hier das neue Schwurbelforum?
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Offline Barnie@home

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Re: Von Kantenabsorber zu DBA – Teil 2 – Mitten/Höhen
« Antwort #39 am: 30. Mai. 2007, 17:33 »
Solange dabei nicht sowas rauskommt:






:;055

Offline Barnie@home

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Re: Von Kantenabsorber zu DBA – Teil 2 – Mitten/Höhen
« Antwort #40 am: 11. Jun. 2007, 12:11 »
Zu den Lochresos:
dennoch wirkt ein lochreso nur in einem der mittleren Tonbereiche, was bei so einer derb großen Fläche zu einer ungleichmäßigen Überdämpfung führt (alles was von der Decke reflefktiert kommt ist lediglich in einem bestimmten Bereich gedämpft).
Das hört man auch in großen Tagungsräumen, wenn da komplette Decken mit Lochabsorbern verkleidet sind. Man hat dann beim Klatschtest ein schönes Hochtonecho, aber der Mitteltonbereich ist bedämpft, was bei Konferenzen nicht so stört (hier ist ja der Sprachbereich der wichtige), ist bei HiFI Wiedergabe überhaupt nicht schön

Ich komme nochmal auf das Thema zurück, ich habe irgendwo gelesen, dass Lochplatten ab einer bestimmten Lochdichte akustisch transparent sein sollen bzw. nur Höhen reflektieren und den Rest (Mitten und Bässe) komplett durchlassen. Dass die Höhen teilweise reflektiert werden, ist ja eigentlich gut, denn die werden ja sowieso meist zu sehr absorbiert...

Offline Poison Nuke

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Re: Von Kantenabsorber zu DBA – Teil 2 – Mitten/Höhen
« Antwort #41 am: 11. Jun. 2007, 13:13 »
exakt weiß ich es gerade auch nicht, aber im unteren Wirkbereich sperren die Löcher aufjedenfall nochmal für ne Zeit, darunter sollte es denke mal wieder durchlässig werden. Nicht ganz so einfach dieses Thema, da hier einige Regeln der Reflektion/Beugung/Brechung usw mit reinspielen. Irgendwann verhält er sich aber ähnlich wie ein poröser Absorber, also durchlässig  :to_drink:

Ich persönlich würde zumindest niemals Lochabsorber verwenden, da mir persönlich die Wirkung im HT Bereich zu gering ist  :;036

Offline gto

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Re: Von Kantenabsorber zu DBA – Teil 2 – Mitten/Höhen
« Antwort #42 am: 11. Jun. 2007, 13:54 »

Ich persönlich würde zumindest niemals Lochabsorber verwenden, da mir persönlich die Wirkung im HT Bereich zu gering ist  :;036

Würde ich so nicht sehen, alles eine Frage des Istzustandes und des Ziels, wenn, dann würde ich sagen niemals ausschliesslich. :;046

Grüsse Gerd

P.S. Ich habe durch experimentelle Anordnungen schon eine HT Überbedämpfung provoziert und finde das klingt für mich
nicht erstrebenswert.

Offline Barnie@home

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Re: Von Kantenabsorber zu DBA – Teil 2 – Mitten/Höhen
« Antwort #43 am: 11. Jun. 2007, 14:02 »
Ich finde sie auch gerade deshalb gut weil sie den HT teilweise reflektieren. Der HT wird ja in den meisten Fällen verhältnissmässig zu stark absorbiert... Wenn ich hinter die Aluplatten eine dicke Schicht Akustikwolle anbringe, werden die ersten Reflexionen in den Mitten/Höhen gleichmässiger abgeschwächt als ohne Alu-Platten. Ohne die Platten würden die Höhen verhältnissmässig zu stark absorbiert.

Offline Poison Nuke

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Re: Von Kantenabsorber zu DBA – Teil 2 – Mitten/Höhen
« Antwort #44 am: 11. Jun. 2007, 14:21 »
liegt wohl auch daran, dass ich selbst eine extreme Empfindlichkeit gegen jeglichen Hochton habe  :;009

gibt z.B. so einige Lieder, bei denen stört es mich überhaupt nicht, mit einem -20dB HT Filter zu hören   :floet:

daher finde ich auch eine Überdämpfung im HT nicht soo sonderlich schlimm, hatte ja ne ganze zeitlang eine solche, als mein Zimmer noch  zu großen Teilen mit 10cm Noppenschaum ausgekleidet war.

Offline gto

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Re: Von Kantenabsorber zu DBA – Teil 2 – Mitten/Höhen
« Antwort #45 am: 11. Jun. 2007, 16:16 »
liegt wohl auch daran, dass ich selbst eine extreme Empfindlichkeit gegen jeglichen Hochton habe  :;009

Und das von einem Focal-User. :,010 :;055
Spass beiseite, muss natürlich zum eigenen Hörempfinden passen.

Grüsse Gerd

Offline Poison Nuke

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Re: Von Kantenabsorber zu DBA – Teil 2 – Mitten/Höhen
« Antwort #46 am: 12. Jun. 2007, 08:42 »
liegt wohl auch daran, dass ich selbst eine extreme Empfindlichkeit gegen jeglichen Hochton habe  :;009

Und das von einem Focal-User. :,010 :;055

die Studiomonitore haben mit den HiFi LS im Frequenzgang nix gemein. Die Solos sind sogar mit das linearste, was die Testzeitschriften bisher gemessen hatten in dem Preisbereich. Und der HT hat keine Resonanzen, auf die ich ja ganz allergisch reagieren  :;034


Offline gto

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Re: Von Kantenabsorber zu DBA – Teil 2 – Mitten/Höhen
« Antwort #47 am: 21. Jun. 2007, 11:46 »

Hy Barnie, so still hier, nix neues, was ist Stand der Dinge?

Neugierige Grüsse Gerd

Offline Barnie@home

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Re: Von Kantenabsorber zu DBA – Teil 2 – Mitten/Höhen
« Antwort #48 am: 21. Jun. 2007, 23:09 »
Ach ich dreh mich momentan im Kreis und komme nicht wirklich weiter... Es ist immer noch der Bass, der mir Probleme bereitet und mich so langsam aber sicher zur Verzweiflung treibt... Ich experimentiere momentan sehr viel und versuche alles Mögliche aus. Das alles hier reinzuschreiben, würde zu viel Zeit kosten und würde auch nicht viel bringen, weil ich immer noch nicht am Ziel angekommen bin. Die Mitten/Höhen will ich garnicht erst anfangen zu optimieren solange ich mit dem Bass nicht 100%ig zufrieden bin... Ich habe aber schon ziemlich genaue Vorstellungen davon wie ich es anpacken werde...

Einen Zwischenbericht zum Bass werde ich gleich im Bassthread mal reinstellen...

Grüsse
Barnie

Offline Barnie@home

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Re: Von Kantenabsorber zu DBA – Teil 2 – Mitten/Höhen
« Antwort #49 am: 03. Jul. 2007, 10:52 »
Hallo Leute

Ich werde als Nächstes meine Decke als Schlitzabsorber ausführen. Das ganze wird relativ einfach: ca. 25cm abgehängte Dachlattenkonstruktion und darüber zwei Schichten je 6cm dicke Glaswolle. Die untere (sichtbare) Schicht Glaswolle wird von unten noch mit schwarzem Vlies versehen, um Faserflug zu verhindern. (Wird schon so von Isover geliefert) That's it!

Falls jemand dazu noch einen Input hat, etwas was ich dabei unbedingt beachten sollte - jetzt könnte ich es noch berücksichtigen… ;)

Danke & Grüsse
Barnie



Hier noch ein paar Details, wens interessiert:

Das ganze wird so ähnlich aussehen:
http://www.isover.de/desktopdefault.aspx/tabid-124/122_read-95

nur mit Dachlatten statt Aluprofilen. Auch werden die unteren Latten dichter beieinander angeordnet - immer eine Latte, dann Abstand von ca. 1-2Latten, und dann die nächste Latte usw… Deswegen "Schlitzabsorber"…



Als Wolle habe ich mir die Akustkwolle von Isover Schweiz ausgesucht:
http://www.isover.ch/jahia/page285_de.html

Die Platten sind steif und haben einen deutlich höheren Strömungswiderstand als deutsche Akustikwolle SSP1/SSP2. Daher dürften sie etwas weniger effizient im Hochtonbereich sein, was mir auch nicht ganz unrecht ist… Was die Auswahl der Wolle betrifft, bin ich mir allerdings noch nicht ganz sicher – falls also jemand noch etwas dazu sagen möchte – bitte!

Offline inthro

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Re: Von Kantenabsorber zu DBA – Teil 2 – Mitten/Höhen
« Antwort #50 am: 03. Jul. 2007, 11:28 »
Hi Barnie,


gute Idee, das.

Wie willst du die Decke dann verkleiden? Oder bleibt flächig das schwarze Vlies zu sehen? Man könnte ja auch eine Sichtlattung anbringen, oder (wie Gerd) eine Gipslochplatte. So wirkt man übermässiger Höhenabsorption auch entgegen. Die Wolle wird schon passen, leider gibts ja keine Angaben über den Absorptionsgrad. Ich denke, eine Dichte von 50 kg/m³ ist ein gutes Mittelmass, um auch einen guten Effekt im Bassbereich zu erzielen.


Dann mal ran ;)



Grüsse Andy
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Michel Eyquem de Montaigne


Offline gto

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Re: Von Kantenabsorber zu DBA – Teil 2 – Mitten/Höhen
« Antwort #51 am: 03. Jul. 2007, 11:37 »
 :;111 Wie kommst du zu dem Lattenabstand-Schlitzabsorber.  :;039

@ Andy, wenn er Gipskartonlochplatten verwendet braucht er kein Fließ, das is bei denen schon drauf, denke aber nicht das dann der Schlitzabsorber noch wunschgemäß funktioniert, entweder Loch oder Schlitz, beides würde ich nicht mischen, (nicht ohne Abstand übereinander), nur mal so schnell aus dem Bauch gesprochen. ;)

Grüsse Gerd

Offline Barnie@home

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Re: Von Kantenabsorber zu DBA – Teil 2 – Mitten/Höhen
« Antwort #52 am: 03. Jul. 2007, 11:42 »
Verkleiden werde ich es nicht. Die unteren Latten (und auch die Wolle bzw. schwarzer Viles dazwischen) werden sichtbar bleiben. Deshalb werde ich mehr Latten nehmen und dichter beieinander anbringen. Ich werde sehen was ich sich finden lässt und was es kostet, evtl. hübschere Latten für unten...

@Gerd
Den Abstand hab ich jetzt einfach mal Gefühlsmässig bestimmt. Welcher Abstand wäre denn anzuraten?

Grüsse
Barnie

Offline inthro

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Re: Von Kantenabsorber zu DBA – Teil 2 – Mitten/Höhen
« Antwort #53 am: 03. Jul. 2007, 11:51 »
Mist, wieder nicht richtig gelesen  :;034

Die Idee mit den Latten find ich gut. Unter mhsoft.nl kannst du dir verschiedene Konstellationen der Lattung durchrechnen.




Grüsse Andy
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Michel Eyquem de Montaigne


Offline gto

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Re: Von Kantenabsorber zu DBA – Teil 2 – Mitten/Höhen
« Antwort #54 am: 03. Jul. 2007, 11:53 »
@Gerd
Den Abstand hab ich jetzt einfach mal Gefühlsmässig bestimmt. Welcher Abstand wäre denn anzuraten?

Grüsse
Barnie

Wo soll er wirken :;039
Ich pers. würde mit verschiedenen Abständen spielen.
Würde mir den günstigsten Weichholzschiffboden suchen und Nut und Feder wegschneiden.

Grüsse Gerd

Offline Barnie@home

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Re: Von Kantenabsorber zu DBA – Teil 2 – Mitten/Höhen
« Antwort #55 am: 03. Jul. 2007, 12:12 »
Wirken soll es möglichst überall! :;009 Ursprünglich wollte ich das ganze so lassen wie in dem Isover Link ( http://www.isover.de/desktopdefault.aspx/tabid-124/122_read-95 ) Ein paar mehr Latten unten anzubringen, wollte ich eigentlich mehr aus optischen als aus akustischen Gründen... Ich habe vor, ca. 6cm breite Latten zu verwenden und dann jeweils ca. 10cm Abstand zu der nächsten Latte zu lassen. Ich dachte bei einer solchen Konstruktion seien die Latten dann sogut wie akustisch unsichtbar...? Ich muss gestehen, dass ich mich bisher auch nicht wirklich mit dem Thema "Schlitzabsorber" befasst habe. *rotwerd* Ich dachte "Schlitzabsorber" weil da ein "Schlitz" mit "Absorber" (Mineralwolle) dahinter ist - fertig. :;009 Ich sehe aber gerade auf mhsoft.nl, dass die Frequenz mit abnehmendem Lattenabstand auch verändert werden kann bzw. sinkt... Ohjeohje... Ich dachte ich könnte diesmal einfach so davon kommen, ohne mich in die Materie einarbeiten zu müssen...  :floet:
« Letzte Änderung: 03. Jul. 2007, 12:15 von Barnie@home »

Offline Ydope

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Re: Von Kantenabsorber zu DBA – Teil 2 – Mitten/Höhen
« Antwort #56 am: 03. Jul. 2007, 14:17 »
Du kannst die Lattung schon verwenden, um Reflektionen im Hochtonbereich zu steuern, wenn die Decke nicht völlig 'tot' sein soll. An den Punkten der frühen Reflektionen zw. Hörplatz und LS möglichst gar keine Lattung und ansonsten, soviel wie am besten klingt.
Hängt wohl auch davon ab, wie stark der Boden reflektiert.

Offline jakob

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Re: Von Kantenabsorber zu DBA – Teil 2 – Mitten/Höhen
« Antwort #57 am: 03. Jul. 2007, 15:54 »
Halb OT,

bei sog. linearen, zeitinvarianten Systemen kann man in der Tat aus der Impulsantwort (wegen genereller Umrechnungsmöglichkeit auch aus der Sprungantwort) die Reaktion des Systems auf beliebige Eingangssignale berechnen. Das mathematische Verfahren ist die Faltung durchgeführt.

Wie man an den Randbedingungen sieht, bleibt in der Praxis natürlich nur eine Annäherung übrig, denn kein System ist gänzlich linear, gänzlich zeitinvariant und auch die Impuls- resp. Sprungantworten lassen sich nicht ganz so theoretisch ideal ermitteln. :)

Gruß
Gewerblicher Teilnehmer

Offline Barnie@home

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Re: Von Kantenabsorber zu DBA – Teil 2 – Mitten/Höhen
« Antwort #58 am: 03. Jul. 2007, 16:27 »
Ich frage mich ob eine einfache abgehängte Dachlattenkonstruktion mit etwas Glaswolle drauf wirklich ein "Slot Helmholtz Resonator" ist, so wie er auf der Seite http://www.mhsoft.nl/Helmholtzabsorber.asp#slotAbsorber beschrieben ist?? Das wäre ja fast zu einfach... Meine Dachlatten werden auch nicht mit der Wand abschliessen sondern 1-2cm vor den Wänden aufhören (um Schallbrücken nach oben möglichst zu vermeiden). Ein Helmholtz Resonator ist ja ein luftdicht eingeschlossenes Luftvolumen und bei meiner Konstruktion ist nichts wirklich luftdicht...

Nicht dass ich mich hier wegen irgend einer Wirkung verkopfe, die es bei mir in der Praxis garnicht geben wird...??
« Letzte Änderung: 03. Jul. 2007, 17:04 von Barnie@home »

Offline gto

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Re: Von Kantenabsorber zu DBA – Teil 2 – Mitten/Höhen
« Antwort #59 am: 03. Jul. 2007, 17:38 »
Schon mal velinkt, aber nochmals, weils relativ einfach erklärt: http://www.saecollege.de/reference_material/pages/Low%20Mid%20Frequencies.htm
Ev. ist der von dir geplante umlaufende Spalt als Slot in die Berechnung einzubeziehen. ?:I
Dachlatten sind bei uns 3x5cm und sägerau, also IMHO weder von den Maßen noch von der Optik ideal.

Hier noch was zu Streifenabsorbern aus einem anderen Anwendungsbereich:  http://www.ibp.fhg.de/literatur/ibpmitt/ibp449.pdf

Inspiratives:
http://www.gearslutz.com/board/attachments/so-much-gear-so-little-time/25950d1161951552-polycilyndrics-diffractors-000_0092.jpg
http://www.aeronet.com.au/Aeropanel%20Absorber.htm
http://www.sunsetrecording.com/complex.htm
http://www.aaa-design.com/gallery/index.htm
gibt noch mehr aber im Moment keine Zeit zum suchen.

Grüsse Gerd