Autor Thema: Von Kantenabsorber zu DBA – Teil 2 – Mitten/Höhen  (Gelesen 45789 mal)

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Offline Barnie@home

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Hallo Leute! :;049


(Dieser Thread ist eine Fortsetzung von dem hier: http://allabout-hifi.magnetofon.de/index.php?topic=266.msg5425#msg5425 )


für Frequenzen unter 100 Hz halte ICH Plattenschwinger für besser.

Na ich denke für den Bereich ist er grösstenteils schon bedient. :toolaughing:

Grüsse Gerd

Naja, eigentlich schon. Aber wenn jemand von Eckabsorbern und Plattenschwinger redet/schreibt, gehe ich mal von genau diesem Bereich aus.

...Barnie?

Die Asorber wären tatsächlich nicht mehr für den Bereich <80Hz gedacht. Ich brauche etwas, das sehr breitbandig wirkt dabei aber eher in Richtung Bass als in Richtung Höhen geht. Ich möchte, dass hauptsächlich die unteren Mitten bzw. der Oberbass >100Hz davon profitiert. Kantenabsorber wären halt perfekt dafür gewesen… Da ich sie aber nicht symmetrisch aufstellen kann, muss ich jetzt wohl wieder improvisieren… Auf der linken Seite würde es ja knapp gehen. Auf der rechten Seite müsste ich das Basotect zerschnipseln und überall reinstopfen wo es halt geht, um einigermassen eine Symmetrie L/R herzustellen. Plattenschwinger werde ich mir für den Bereich zwischen 70Hz und 100Hz auch noch bauen bzw. ich werde meine Leinwand als Plattenschwinger auslegen. Eine gute Lösung wäre es auch, die Decke als Fläche für Absorber zu nutzen – eine Akustikdecke sozusagen. Das wäre allerdings aufwendiger und teurer als einfach ein paar Kantenabsorber reinzustellen... Mir schwebt eine ähnliche Konstruktion wie bei Robert (Poison Nuke) vor. Dachlatten -> darunter Glaswolle -> und darüber entweder Basotect oder Lochrigips.

Vorschläge oder Ideen sind willkommen! :)

Grüsse & danke schonmal!
Barnie
:to_drink:


Hier nochmal ein Bild zur Erinnerung:

Offline inthro

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Re: Von Kantenabsorber zu DBA – Teil 2 – Mitten/Höhen
« Antwort #1 am: 22. Mär. 2007, 11:50 »
Hallo Barnie,


für den angesprochenen Frequenzbereich würde ich mich dann Gerd anschliessen und es mit Lochplatten versuchen. Dahinter Malerfolie und Mineralwolle.
Eventuell die Eckabsorber als "verzogenes" Dreieck ausbilden. So hast du verschiedene Materialstärken für eine grössere Breitbandigkeit.

Dann noch die seitlichen Wände bis ein Stück über den Spiegelpunkt und das sollte schon für einige Veränderung sorgen (wohin auch immer  :,010 ).
Die Verkleidung kann man ja auch verschiedensten Sachen machen (sichtbare Verlattung, Lochplatten, Schlitzplatten, Stoffbahnen etc)

In etwa so



Ach ja, du kannst dir die Bilder ja nicht ansehen  :;034  :sorry:



Grüsse Andy
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Michel Eyquem de Montaigne


Offline Barnie@home

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Re: Von Kantenabsorber zu DBA – Teil 2 – Mitten/Höhen
« Antwort #2 am: 22. Mär. 2007, 11:57 »
Hallo Andy!


Klingt interessant - werde mir das mal heute abend ansehen...

Eventuell die Eckabsorber als "verzogenes" Dreieck ausbilden. So hast du verschiedene Materialstärken für eine grössere Breitbandigkeit.

Wie meinst du das?

Offline inthro

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Re: Von Kantenabsorber zu DBA – Teil 2 – Mitten/Höhen
« Antwort #3 am: 22. Mär. 2007, 11:58 »
Zitat
Wie meinst du das?

Siehe Bild  :;055
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Michel Eyquem de Montaigne


Offline Barnie@home

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Re: Von Kantenabsorber zu DBA – Teil 2 – Mitten/Höhen
« Antwort #4 am: 22. Mär. 2007, 12:00 »
:cry:





:;057

Offline Keafan

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Re: Von Kantenabsorber zu DBA – Teil 2 – Mitten/Höhen
« Antwort #5 am: 22. Mär. 2007, 12:33 »
Breitbandiger Plattenabsorber ,als LW getarnt,habe ich schonmal irgendwo gelesen :;056


Wenn nur schon das Wetter besser wäre....mangels Bastelkeller :,010
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Gruß Karsten

Offline Poison Nuke

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Re: Von Kantenabsorber zu DBA – Teil 2 – Mitten/Höhen
« Antwort #6 am: 22. Mär. 2007, 12:42 »
aber die Smilie Grafiken kannst du ja sehen  :;015

also eigentlich kennst du ja meine Devise:
soviel Absorber wie möglich, vorallem da du ja Surround hörst.

Würdest du auch viel Wert auf Stereo legen, müsste man eine Kompromisslösung finden (die Akustik bei Stereo ist halt leider immer ein Kompromiss   :wallbash:), aber wenn du wirklich hauptsächlich Mehrkanal hörst, dann kannst du ja nicht genug Absorber verwenden.

Die Idee die Decke wie meine zu machen, ist schon ein sehr sehr guter Anfang. Dabei bitte so dick wie du nur verkraften kannst (min. 25cm), und ohne Lochplatten, weil die verändern die Wirkung wieder recht kräftig und wirken schmalbandig im oberen Mitteltonbereich.
Und ansonsten halt, wo möglich, großflächige Absorber, aber auch möglichst dick. Mehr kann man eigentlich nicht empfehlen. Da musst eher du sehen, wo du wieviel unterbringen kannst  :to_drink:

Ideal eigentlich, eine Kombination aus Plattenabsorber, die breitbandig auf 100Hz abgestimmt sind und davor noch ne ordentliche Schicht Basotect oder ein Kasten Glaswolle usw

Offline Barnie@home

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Re: Von Kantenabsorber zu DBA – Teil 2 – Mitten/Höhen
« Antwort #7 am: 22. Mär. 2007, 13:01 »
Breitbandiger Plattenabsorber ,als LW getarnt,habe ich schonmal irgendwo gelesen :;056

Schon möglich... Die Idee geistert mir schon länger im Kopf rum. Hab in anderen Foren auch schon davon erzählt...


Zitat
Wenn nur schon das Wetter besser wäre....mangels Bastelkeller

Dann willst du das also auch ausprobieren? Ich bin mir nur noch nicht sicher ob ich die LW teilen soll und dann quasi zwei Kästen(mit einem einzelnen Tuch beklebt) oder einen grossen machen soll...

@Robert
Die Idee die Decke wie meine zu machen, ist schon ein sehr sehr guter Anfang. Dabei bitte so dick wie du nur verkraften kannst (min. 25cm), und ohne Lochplatten, weil die verändern die Wirkung wieder recht kräftig und wirken schmalbandig im oberen Mitteltonbereich.
Du würdest also nur Basotect drüber kleben? Ist das dann auch dicht? Die Lochplatten haben auf einer Seite einen Flies, den nichts von der Glaswolle durchlässt...

Zitat
Ideal eigentlich, eine Kombination aus Plattenabsorber, die breitbandig auf 100Hz abgestimmt sind und davor noch ne ordentliche Schicht Basotect oder ein Kasten Glaswolle usw
Das Basotect könnte man ja auch auf den Plattenschwinger drauf kleben oder? Müsste man wahrscheinlich ausprobieren ob das die Wirkung des Plattenresos nicht verschlechtert... Ausserdem sollte Basotect mit nem Abstand zur Hinterwand und nicht direkt angebracht werden oder?
« Letzte Änderung: 22. Mär. 2007, 13:03 von Barnie@home »

Offline Poison Nuke

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Re: Von Kantenabsorber zu DBA – Teil 2 – Mitten/Höhen
« Antwort #8 am: 22. Mär. 2007, 13:18 »
Hallo,

schau dir doch heut abend mal im HF die Bilder von meiner Decke an, ich habe nämlich unter den Dachlatten erstmal eine komplette Schicht Stoff gespannt. Dieser Stoff hindert erstens wirksam den (erwiesen völlig unschädlichen) Faserflug der Steinwolle und zweitens ist es der nötige Untergrund, um auch das Basotect gescheit zu befestigen. Nur an den Dachlatten allein ist es arg schwer bis undurchführbar, Basotect anzubringen, hatte es vorher so versucht.


Zu den Plattenabsorbern: wenn du das Basotect draufklebst, ändest du die Masse von der Platte und eventuell sogar die Biegesteife von ihr (sie wird steifer -> weniger Wirkung).
Daher wäre es ideal, wenn man es davor macht.

Ich würde dir folgende Konstruktion empfehlen:

Plattenabsorber, an dessen Rand Verbindungsstege aufleimen, auf diese Stege dann solche Kästen anbringen, wie meine "mobilen Absorber". Also idealerweise 100*50cm, oder 100*100cm große Rahmen, darin das Basotect und das ganze mit Stoff umspannen, diese Rahmen dann auf die gleichgroßen Plattenabsorber.


Wenn du willst, mach ich dir bis heut Abend ein Bild, wie ich mir das Vorstelle  :to_drink:

Offline Barnie@home

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Re: Von Kantenabsorber zu DBA – Teil 2 – Mitten/Höhen
« Antwort #9 am: 22. Mär. 2007, 13:42 »
Ein Bild wäre sicher nicht verkehrt, danke! :)

Das Blöde ist nur, dass ich nur noch graues Basotect bekomme... Eine graue Decke... Naja... Fürs Bild wärs zwar von Vorteil!

Offline Poison Nuke

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Re: Von Kantenabsorber zu DBA – Teil 2 – Mitten/Höhen
« Antwort #10 am: 22. Mär. 2007, 13:58 »
ich würde dir eh nicht empfehlen, das Basotect pur an der Decke zu lassen, ich hab damit keine gute Erfahrung  :;009

weil mit der Zeit kommt es einfach mal vor, das man unachtsam ist und dann bleibt schonmal irgendwas oben hängen.
Und im Basotect hat man seeeeeehr schnell wirklich schlimme Spuren drin, die optisch dann nicht gefallen.

Der sollte man schon versuchen, dass entweder von unten nochmal komplett mit Stoff zu überspannen oder man macht auch an der Decke einzelne Rahmenelemente, die dann mit Basotect platten gefüllt, umspannt werden. Und einen Holzrahmen kann man ja schon recht einfach dann befestigen, sollte man nur auf das Gewicht achten (gleichzeitig aber auch auf die Stabilität vom Rahmen, dass man gescheit den Stoff spannen kann).


Das Bild werd ich dann gleich mal machen  :to_drink:

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Re: Von Kantenabsorber zu DBA – Teil 2 – Mitten/Höhen
« Antwort #11 am: 22. Mär. 2007, 14:09 »
Meinst du das bringt auch was in Bezug auf die Schallisollierung nach oben hin?? Ist zwar kein "Muss", wäre aber nett... Meine Nachbarn wohnen zwar erst zwei Stockwerke über mir, aber die Böden/Decken dazwischen sind aus nur aus Beton - nichtmal eine Trittschallisollierung ist angebracht...

Offline Poison Nuke

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Re: Von Kantenabsorber zu DBA – Teil 2 – Mitten/Höhen
« Antwort #12 am: 22. Mär. 2007, 14:16 »
nö, meine Mutter hat über meinem Zimmer ihr Schlafzimmer, die kommt genausooft wie früher runter (zum Glück geht sie recht spät erst ins Bett, daher ist das also doch eher seltener) :wallbash: :,010



Hier das Bild:

(oben hab ich den Absorber davor weggelassen, damit man es besser erkennt  :to_drink: )

Offline Barnie@home

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Re: Von Kantenabsorber zu DBA – Teil 2 – Mitten/Höhen
« Antwort #13 am: 22. Mär. 2007, 14:39 »
Hmm... Theoretisch müsste aber so eine 30cm dicke Schicht Dämmmaterial was bringen. Bei mir ist komischerweise nicht der Bass das Problem, sondern die Mitten! Man versteht oben fast jedes Wort und wenn es mal im Bass rummst, hört man es kaum. Ich denke bei mir könnte es was bringen...

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Re: Von Kantenabsorber zu DBA – Teil 2 – Mitten/Höhen
« Antwort #14 am: 22. Mär. 2007, 14:40 »
Ach ja, das Bild werde ich mir dan ansehen sobald ich daheim bin... ;) Echt lästig sowas...

Offline Poison Nuke

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Re: Von Kantenabsorber zu DBA – Teil 2 – Mitten/Höhen
« Antwort #15 am: 22. Mär. 2007, 15:07 »
klar, so eine Schicht bringt sicherlich schon was, wenn sie durchgängig ist.
Bei mir könnte allein schon die getrennte Gardinenleiste dafür verantworlich sein, die komplett über eine Raumseite verläuft, zwischen der Gardinenleiste und oberer Raum ist nicht mehr viel, vielleicht ist das meine undichte Stelle.

Daher könnte bei dir die Chance auf eine Dämmung nach oben sicherlich besser, aber das Problem ist auch: die Seitenwände übertragen auch nicht gerade wenig Schall (auch Mittelton) in andere Etagen  :;034

Offline Barnie@home

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Re: Von Kantenabsorber zu DBA – Teil 2 – Mitten/Höhen
« Antwort #16 am: 22. Mär. 2007, 21:36 »
Vielen Dank für die Bilder!  :;091

@Andy
Dein Vorschlag ist leider nicht realisierbar weil meine Subwoofer ja an der Wand stehen und da kann ich nichts dahinter stellen. Ausserdem ist der rechte Sub nur ca. 30cm von der rechten Wand entfernt. Rechts ist eben die erwähnte Ausbuchtung... Sonst hätte ich ja auch Kantenabsorber reingebrahct... Hier nochmal eine Skizze des Raumes:

(Die Boxen befinden sich jetzt an der rechten Wand.)




@Robert
Zitat
Die Idee die Decke wie meine zu machen, ist schon ein sehr sehr guter Anfang. Dabei bitte so dick wie du nur verkraften kannst (min. 25cm), und ohne Lochplatten, weil die verändern die Wirkung wieder recht kräftig und wirken schmalbandig im oberen Mitteltonbereich

Hmm... Aber im Grunde sind doch Gerds Lochplatten auch nichts anderes, nur halt mit grösseren Löchern... Oder nicht?  :;015



NACHTRAG:
Robert ich finde den Fred zu deiner Zimmerdecke nicht mehr, könntest du mir evtl. den Link angeben? Danke!
« Letzte Änderung: 22. Mär. 2007, 22:06 von Barnie@home »

Offline inthro

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Re: Von Kantenabsorber zu DBA – Teil 2 – Mitten/Höhen
« Antwort #17 am: 22. Mär. 2007, 22:49 »
Vielen Dank für die Bilder!  :;091

@Andy
Dein Vorschlag ist leider nicht realisierbar weil meine Subwoofer ja an der Wand stehen und da kann ich nichts dahinter stellen. Ausserdem ist der rechte Sub nur ca. 30cm von der rechten Wand entfernt. Rechts ist eben die erwähnte Ausbuchtung...


Schade und sorry, hatte deinen Raum nicht mehr genau im Kopf.

Aber im Grunde ist eine Bedämpfung der Mitten und Höhen, im Vergleich zum Tieftonbereich, eher unproblematisch.

Was bei mir noch ganz gut funktioniert hat, sind die Mineralwolle-gefüllen "Kästen".

http://allabout-hifi.magnetofon.de/index.php?topic=92.0

Die könnte man auch grösser und hochkant gestalten. Und da freistehend, ist die Grenzfrequenz (je nach Abstand zur Wand) variabel.



Grüsse Andy
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Michel Eyquem de Montaigne


Offline Barnie@home

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Re: Von Kantenabsorber zu DBA – Teil 2 – Mitten/Höhen
« Antwort #18 am: 22. Mär. 2007, 23:05 »
Ja an deine Konstruktionen hab ich auch schon gedacht. Vor allem, die, die du in deinen Ecken gemacht hast, könnte man ja bei mir bis zur Decke hoch machen, halt nur 30dick... Hab auch schon überlegt einfach links und rechts den Platz neben den Subs so gut wie es geht mit Steinwolle auszufüllen. Optik ist egal, über die ganze Geschichte kommt eh ein Vorhang drüber...  ::)

Offline Poison Nuke

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Re: Von Kantenabsorber zu DBA – Teil 2 – Mitten/Höhen
« Antwort #19 am: 23. Mär. 2007, 17:15 »
Hallo Barni

find den Thread selbst auch nicht mehr  :;043 :;034
nagut, bei bald 8000 Postings in nur einem Forum verliert man auch irgendwann mal den Überblick  :wallbash: :;055

Aber hier mal die Bilder, weil um die geht es ja:




Zu den Lochresos:
dennoch wirkt ein lochreso nur in einem der mittleren Tonbereiche, was bei so einer derb großen Fläche zu einer ungleichmäßigen Überdämpfung führt (alles was von der Decke reflefktiert kommt ist lediglich in einem bestimmten Bereich gedämpft).
Das hört man auch in großen Tagungsräumen, wenn da komplette Decken mit Lochabsorbern verkleidet sind. Man hat dann beim Klatschtest ein schönes Hochtonecho, aber der Mitteltonbereich ist bedämpft, was bei Konferenzen nicht so stört (hier ist ja der Sprachbereich der wichtige), ist bei HiFI Wiedergabe überhaupt nicht schön

Bei Gerd ist es ja so, dass es nur eine relativ kleine Fläche ist, wodurch sich keine größere Veränderung in der Dämpfung einstellt und sich alles mit den umliegenden Absorbern ausgleicht. Aber bei einer vollflächigen Decke ist es was anderes.
Daher ist es hier wirklich besser, man macht so 25-30 reine poröse Absorber und hat somit eine lineare Absorbtion bis 400Hz.
Oder du machst es Schachbrettmusterartig...Lochplatte Absorber Lochplatte usw. Und dann komplett nochmal mit Stoff verkleiden, wobei der Stoff nicht zu direkt auf den Löchern sein sollte (erinner dich an deinen Test mit dem HH und was davorhalten ;))

Offline Barnie@home

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Re: Von Kantenabsorber zu DBA – Teil 2 – Mitten/Höhen
« Antwort #20 am: 23. Mär. 2007, 19:55 »
Danke für die Bilder - sieht ganz schön aufwendig aus... :;050 - ist es wahrscheinlich auch... :;070


Zitat
Daher ist es hier wirklich besser, man macht so 25-30 reine poröse Absorber und hat somit eine lineare Absorbtion bis 400Hz.

Genau deswegen zweifle ich jetzt ob diese Massnahme, das wäre was ich möchte. :;015 Ich wollte ja Absorber, die ab 100Hz schon absorbieren. Da Kantenabsorber leider rechts nicht reinpassen, sind sie wie gesagt ausgeschieden. Deshalb hab ich mir jetzt überlegt links und rechts einfach Steinwolle in die Freiräume reinzustopfen - so viel wie reingeht halt... Soviel ich weiss, absorbiert die genauso gut wie Basotect oder? Ausserdem ist sie viel billiger und flexibler in der Verarbeitung... Man muss sich die Vorderwand mit vier Subwoofern vorstellen. Ich würde ganz unten am Boden unter dem unteren Sub anfangen und dann  die Wolle nach oben bis ganz unter die Decke stapeln und das auf beiden Seiten. Da wo die Subs sind(werden an der Wand befestigt) würde ich die Wolle entsprechend ausschneiden. Vor das ganze käme dann noch ein schöner dicker Vorhang und fertig! Was haltet ihr davon??
« Letzte Änderung: 23. Mär. 2007, 20:38 von Barnie@home »

Offline Poison Nuke

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Re: Von Kantenabsorber zu DBA – Teil 2 – Mitten/Höhen
« Antwort #21 am: 23. Mär. 2007, 22:39 »
naja, meine Steinwolle hat nicht so einen hohen Wirkungsgrad wie Basotect. Zwischen der Decke ohne Baso und Decke mit Baso war schon noch ein deutlicher Unterschied. Die Glaswolle von Andy soll scheinbar genausogut dämpfen wie Baso, wenn auch ich mir das immernoch nicht vorstellen kann, weil die physikalischen Bedingungen einfach fehlen (große innere Oberfläche).


Achja, du kannst an deiner Decke auch ein Mehrfachsandwich machen. Also erstmal eine Schicht Dachlatten, dahinter klar Steinwolle und an die Dachlatten Lochplatten ran, dann aber unter die Lochplatte nochmal Dachlatten (diese kann man ja Problemlos befestigen, da die Lochplatten nicht schwingen müssen) und da dann nochmal Steinwolle (so dass die Löcher genug Luft haben) rein und von unten zumachen.

Ist zwar "etwas" Aufwändig  :;009 aber im Ergebnis hättest du eine Decke, die ziemlich linear bis 100Hz dämpfst, musst halt nur die Lochplatten so abstimmen, dass sie von 100Hz - 400Hz wirken.
Aber ohne so einen Sandwichabsorber wirst du definitiv keine gleichmäßige Absorbtion erreichen.

Achja, für meine Decke hab ich 2 Tage gebraucht  :;049
also eigentlich gar nicht so schlimm. Hm, achso, meine Dachlatten waren ja schon dran  :;055

Offline Barnie@home

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Re: Von Kantenabsorber zu DBA – Teil 2 – Mitten/Höhen
« Antwort #22 am: 24. Mär. 2007, 08:07 »
Das klingt mehr als aufwändig... :;050 Was hälst du/ halten die anderen von der Idee, die Freiräume mit Mineralwolle auszufüllen?? Würden bestimmt ca. vier Pakete reinpassen...  ::)

Offline Barnie@home

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Re: Von Kantenabsorber zu DBA – Teil 2 – Mitten/Höhen
« Antwort #23 am: 24. Mär. 2007, 09:23 »
Vielleicht sollte ich dazu noch erwähnen, dass mein Ziel NICHT eine möglichst hohe Bedämpfung des Raumes ist, sondern eine möglichst lineare. Die angestrebte Lösung liegt also irgendwo zwischen einem für Stereo und einem für Surround optimiertem Raum. Ich höre "nur" 5.1 und da finde ich ein Bisschen Diffusität im Rearbereich nicht schlecht, und das kommt dann auch der Stereowiedergabe zugute. Ich hab ja schon alles Direktstrahler, das sorgt schon für genügend Präzision für meinen Geschmack. (Es soll ja Leute geben, die sich sogar Dipole in unbedämpfte Räume stellen... :;055) Wenn dann mal "echtes" 7.1 serienreif ist, dann wird ein RAR evtl. auch für mich ein Thema... Ich möchte die Absorbtion möglichst an der Vorderwand realisieren weil das einerseits für Stereo besser ist und weil an der Hinterwand sowieso die Heizung und der Ausgang zu Terrasse sind und ich das nicht verbauen möchte... Wenn ich mir nun meinen Nachhall anschaue:



dann würde ich sagen, dass ab ca. 70Hz bis 500Hz noch absorbiert werden sollte. Den Bereich unter 70Hz macht das DBA schon ganz gut... (mit etwas weniger Delay wird der Nachhall in diesem Bereich noch etwas kürzer) Meine Leinwand werde ich als Plattenschwinger auslegen. Davon erhoffe ich mir, dass der Bereich zwischen 70Hz und 100Hz etwas bedämpft wird. Und jetzt nochmal die Frage, was meint ihr, wird die Idee mit der Mineralwolle den Bereich ab 100Hz effektiv bedämpfen können oder soll ich mir den Versuch sparen?? Eine andere Alternative wären weitere Plattenresos, die höher abgestimmt sind. Es gibt sogar fertige, die genau diesen von mir gewünschten Bereich abdecken wie die hier:

http://www.renz-akustik.de/page/index.php?id=46

Man beachte die gemessenen Absorbtionswerte(PDF-File) im Frauenhofer Institut:

http://www.pia-alfa.de/de/dat_vprbka.htm

Oder die hier:

(RAB100)
http://www.mbakustik.de/main.php?target=rab_resonanz_absorber&lang=de


Den Mittel-/Hochtonbereich werde ich auch noch ein Bisschen dämpfen, und zwar werde ich für die ersten Reflexionen an den Reflexionsflächen(Seitenwände und Decke) ein paar Basotectplatten anbringen. Ausserdem werden die Subs und Absorber hinter einem dicken Vorhang verschwinden. Auch vor die Hinterwand kommt ein dicker Vorhang.

Was meint ihr zu dem Ganzen?

Grüsse & einen schönen Tag wünscht
Barnie :,014
« Letzte Änderung: 24. Mär. 2007, 09:26 von Barnie@home »

Offline Poison Nuke

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Re: Von Kantenabsorber zu DBA – Teil 2 – Mitten/Höhen
« Antwort #24 am: 24. Mär. 2007, 09:33 »
Wenn du sie nur linearisieren willst, würde es ja wirklich fast reichen, 70-500Hz zu verbessern, dann wäre zumindest die Nachhallzeit laut ITU als linear anzusehen.


In dem Fall wäre es also schon eine gute Idee, erstmal mit den Plattenabsorbern anzufangen und sich dann immer weiter nach oben hochzuarbeiten (sozusagen im Bass angefangen mit dem DBA, danach den Grundton bereich usw).

Reine Basotectplatten an den Seiten würde ich hingegen nicht so empfehlen, weil die schlucken ja vorrangig erstmal nur Hochton. Also wären die Lochplattenabsorber an der Seite denke mal eine sehr gute Idee, abgestimmt auf so 100-1000Hz. Und davor eventuell noch eine Basotectplatte, falls es im Nachhall noch nicht ganz passen sollte  :to_drink:


Konzetrier dich also erstmal darauf, den Bereich über dem DBA zu verbessern, wenn der passt, dann kann man im Mitteltonbereich weiterschauen und wenn der auch passt, dann erst schlussendlich noch im Hochtonbereich das "i-Tüpfelchen"  :;070 :;036

Das wäre auch vom Aufbau her sinnvoll, weil Bassabsorber kann man immernoch einfach um einen Hochtonabsorber ergänzen, umgedreht ist das nicht mehr einfach möglich  :to_drink:
(vor dem Problem steh ich nämlich, ich hab zwar schöne 25cm Absorber an den Seitenwänden, aber im Grundtonbereich muss noch was getan werden, was nun nicht so einfach wird)

Offline Barnie@home

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Re: Von Kantenabsorber zu DBA – Teil 2 – Mitten/Höhen
« Antwort #25 am: 29. Mai. 2007, 16:46 »
Reine Basotectplatten an den Seiten würde ich hingegen nicht so empfehlen, weil die schlucken ja vorrangig erstmal nur Hochton.

Welche frühe Reflexionen sind denn überhaupt "störend", sind das nicht in erster Linie Hochtonreflexionen? Ich dachte an 10cm dicke Basotectplatten (1x1m) in 10cm Wandabstand angebracht. Das sollte doch gut bis in den Mittenbereich die ersten Reflexionen von den Seitenwänden abfangen oder nicht? Was meint ihr??

Danke & Grüsse
Barnie

Offline gto

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Re: Von Kantenabsorber zu DBA – Teil 2 – Mitten/Höhen
« Antwort #26 am: 29. Mai. 2007, 16:57 »
Ich dachte an 10cm dicke Basotectplatten (1x1m) in 10cm Wandabstand angebracht. Das sollte doch gut bis in den Mittenbereich die ersten Reflexionen von den Seitenwänden abfangen oder nicht? Was meint ihr??

Danke & Grüsse
Barnie

Ja, klingt IMHO gut, wirst ja nicht beide Wände gleich vollflächig verkleiden, oder?  :;046
So schnell ist der HT auch nicht futsch, bleiben ja noch genügend reflektierende Flächen. ::)

Grüsse Gerd

P.S. wenn ich denke wieviel von dem Zeug schon in meinem Raum is und unter einem Mangel an Hochton könnte
ich wahrlich nicht klagen.
Geht halt wie immer um die richtige Menge an der richtigen Stelle. :;046
« Letzte Änderung: 29. Mai. 2007, 17:00 von gto »

Offline Barnie@home

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Re: Von Kantenabsorber zu DBA – Teil 2 – Mitten/Höhen
« Antwort #27 am: 29. Mai. 2007, 17:12 »
Ja ich will erstens nicht alles mit Basotect zumachen und zweitens hab ich auch keine Lust jetzt noch Lochresos dafür zu basteln...

Reflexionsflächen sollten danach noch genügend vorhanden sein, bedämpfen werde ich nur da, wo frühe Reflexionen entstehen. Ausserdem werde ich das Baso HINTER den (nicht ganz vollgestellten) Bücher/DVD-Regalen anbringen, so dass auch von den Seiten noch ein paar zerstreute Reflexionen zum Hörplatz gelangen werden. Meine Boxen sind eh recht Höhenbetont, denen tut die Bedämpfung gut... Und sollte der Hochton danach überbedämpft sein, dann schmeisse ich einfach den Teppich raus - darunter sind Fliessen... ;-)

Danke & Grüsse
Barnie
« Letzte Änderung: 29. Mai. 2007, 17:16 von Barnie@home »

Offline gto

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Re: Von Kantenabsorber zu DBA – Teil 2 – Mitten/Höhen
« Antwort #28 am: 29. Mai. 2007, 18:36 »
Wie schaut denn der aktuelle Impulse Response aus :;039

Offline Barnie@home

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Re: Von Kantenabsorber zu DBA – Teil 2 – Mitten/Höhen
« Antwort #29 am: 29. Mai. 2007, 18:39 »
Keine Ahnung, hab das noch nicht gemessen! Weil ich nicht weiss wie das geht, und was der mir sagen will! :toolaughing: Aber da wollte ich mich eh schon lange mal darüber schlau machen... :book: