Autor Thema: Tiefenstaffelung. Wohin und Woher?  (Gelesen 7493 mal)

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Offline pinoccio

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Re: Tiefenstaffelung. Wohin und Woher?
« Antwort #30 am: 28. Nov. 2009, 00:32 »
Deine Überlegungen treffen ja auf jedwedes Wiedergabesystem zu.....

Hmm... wenn sie nicht breit abstrahlen aber doch eher nicht, oder?

Gruss
Stefan
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Offline inthro

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Re: Tiefenstaffelung. Wohin und Woher?
« Antwort #31 am: 28. Nov. 2009, 10:43 »
Moin Stefan,


Deine Überlegungen treffen ja auf jedwedes Wiedergabesystem zu.....

Hmm... wenn sie nicht breit abstrahlen aber doch eher nicht, oder?

bei mir fängt das Wochenende dann wieder mit einem Fragezeichen an ;)
Reden wir immer noch vom Übersprechen? Denn dann verstehe ich den Bezug auf das Abstrahlverhalten nicht.


Grüsse, Andy
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Offline pinoccio

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Re: Tiefenstaffelung. Wohin und Woher?
« Antwort #32 am: 28. Nov. 2009, 10:58 »
Auch... (ich bin ja kein Experte  :;010 ) Das Übersprechen lässt sich ja auch mit Richtwirkung vermindern.

Mal weg von hier. Ich finde Babaks Thread ganz interessant.

http://www.hififorum.at/forum/showpost.php?p=166656&postcount=1

Heißt dann für mich (bzw. meine Hörprämissen): Wenn ich sowas will o. (rein subjektiv) gut finde, kann ich das nur mit Systemen realisieren, die auch absichtlich "breit" abstrahlen. Denn man kann sie ja z.T. raumakustisch anpassen. Bei stärker bündelnden Wiedergabesystemen geht das aber nur sehr begrenzt.

Gruss
Stefan
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Offline inthro

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Re: Tiefenstaffelung. Wohin und Woher?
« Antwort #33 am: 28. Nov. 2009, 11:30 »
Da müssten die LS aber schon sehr extrem bündeln, wenn sie auf 2 m Entfernung einen dermassen engen Bereich abdecken.

Zu den Obelisk:

Dieses System verfolgt ja ein gänzlich anderes Ziel.
Ein Rundstrahler hat den Vorteil, dass sich sämtliche Reflexionen (an einer über den Frequenzbereich schallharten Fläche) spektral dem Direktschall sehr ähneln. Das finde ich (theoretisch) persönlich besser, als einen ungleichmässig bündelnden LS. Gehört habe ich sowas leider noch nicht.

Trotzdem bleibt auch hier die Frage, inwiefern solch ein System Einfluss auf die empfundene räumliche Tiefe hat.
Da sind wir ja dann wieder bei der eingangs angestellenten Überlegung, ob rückwärtige Reflexionen dafür verantwortlich sein können.
Bei der TMR 100 gab es solche Reflexionen nicht, im Garten gibt es sie auch nicht. Und trotzdem war die empfundene Tiefe enorm.

Babaks Raum ist ja auch nur 20 m² gross. Also fast ident mit meinem Raum.
Durch den Rundstrahler hat er dort eine kurze, deutlich ausgeprägte Anfangszeitlücke mit relativ kurzer Nachhallzeit.
Wäre mal interessant ein Impulsdiagramm zu Gesicht zu bekommen.
Der Vorteil dürfte darin liegen, dass es dort kaum zur Ausprägung scharfer einzelner Reflexionen kommen dürfte.



Grüsse, Andy
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Offline pinoccio

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Re: Tiefenstaffelung. Wohin und Woher?
« Antwort #34 am: 28. Nov. 2009, 14:34 »
Wie strahlt die TMR 100 im Mittel-Hochtonbereich aber ab? Sie ist ja offen...

edit: Schau mal: http://www.hifi-forum.de//index.php?action=browseT&forum_id=72&thread=2958&postID=7#7

(letzter Satz mit den 30°) ?

Gruss
Stefan
« Letzte Änderung: 28. Nov. 2009, 16:07 von pinoccio »
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Offline inthro

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Re: Tiefenstaffelung. Wohin und Woher?
« Antwort #35 am: 28. Nov. 2009, 16:28 »
Die TMR 100 ist doch m.W. nur im Hochton (aufgesetzter AMT) "offen"...oder? Mir deucht, der Mittetöner sitzt im Gehäuse (geschlossen).

Wie das Abstrahlverhalten der TMR ist, kann ich nicht sagen. Ist aber angesichts der freien Aufstellung in dem Vorführraum m.E. auch zu vernachlässigen.
Sämtliche Reflexionen (bis auf die von der Wand hinter dem Hörplatz) sollten durch die lange Laufzeit unterhalb der Hörschwelle liegen.

Der Beitrag von Andreas würde bei mir spontan den Eindruck hinterlassen, dass es sich bei den subjektiven Einbussen der räumlichen Tiefe beim Wandeinbau dann doch um ein psychoakustisches Phänomen handelt.
Zumindest sollten die auf der Aufnahme enthaltenen Rauminformationen ausreichend sein und werden demnach von frühen Reflexionen des Hörraumes eher gestört.
Interessant dabei, dass das Empfinden einiger genau das Gegenteil vermuten lassen....

Ich finde eher die Aussage interessant:

Zitat
Zitat von AH:

Meine Beobachtungen im reflexionsarmen Halbraum, im Garten und in Referenz-Hörräumen mit einer Dämpfung der Reflexionen um >/= - 20 dB ggü. Direktschall sind konsistent. Der Eindruck eines akustisch großen (Ursprungs)Raumes kann sich nur bei einer ausreichenden Abwesenheit (v.a. lateraler) diskreter Reflexionen einstellen.



Grüsse, Andy
« Letzte Änderung: 28. Nov. 2009, 16:38 von inthro »
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Re: Tiefenstaffelung. Wohin und Woher?
« Antwort #36 am: 28. Nov. 2009, 16:34 »
Die TMR 100 ist doch m.W. nur im Hochton (aufgesetzter AMT) "offen"...oder? Mir deucht, der Mittetöner sitzt im Gehäuse (geschlossen).

Ja, aber ist nicht auch der Hochton für räumliche Eindrücke verantwrtlich. Und der AMT geht ja mW tief... (ich weiß es aber nicht wirklich)

Zitat
Der Beitrag von Andreas würde bei mir spontan den Eindruck hinterlassen, dass es sich bei den subjektiven Einbussen der räumlichen Tiefe beim Wandeinbau dann doch um ein psychoakustisches Phänomen handelt.
Zumindest sollten die auf der Aufnahme enthaltenen Rauminformationen ausreichend sein und werden demnach von frühen Reflexionen des Hörraumes eher gestört.
Interessant dabei, dass das Empfinden einiger genau das Gegenteil vermuten lassen....

(Sorry, ich hatte zweitletzten Satz gemeint  :;034 )

Ich deutete den Satz eher so, dass Kantenreflexionen von der Schallwand in etwa das Gleiche verursachen könnten...  :ueberleg:

Gruss
Stefan
ps. Ich gehe erstmal stammtischeln, danach bin ich sicher .... sehr müde  :toolaughing:
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Offline inthro

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Re: Tiefenstaffelung. Wohin und Woher?
« Antwort #37 am: 28. Nov. 2009, 16:44 »
Zitat
Ja, aber ist nicht auch der Hochton für räumliche Eindrücke verantwrtlich. Und der AMT geht ja mW tief... (ich weiß es aber nicht wirklich)

Meiner (kurzen) Recherche nach ist er erst ab 1500 Hz einzusetzen (Resonanz bei 1000 Hz).

Welche Frequenzbereiche die wichtigsten für räumliches Hören sind weiss ich nicht genau....muss dringend den Blauert lesen.
Die Frage wäre auch für eine Einschätzung der meist vorzufindenen Situtation mit konventionellen LS (rückwärtige Reflexionen nur bis <~500 Hz) sehr interessant.


Zitat
Ich deutete den Satz eher so, dass Kantenreflexionen von der Schallwand in etwa das Gleiche verursachen könnten...

Ich denke, es ging eher um die auf der Aufnahme enthaltenden Reflexionen des Aufnahmeraumes.
Zumindest wurde das von Klaus vorher angesprochen....


Zitat
Ich gehe erstmal stammtischeln, danach bin ich sicher .... sehr müde

Viel Spass und schönen Gruss!  :;049


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