Autor Thema: Problemraum - Bassfallen oder doch DBA ?  (Gelesen 20440 mal)

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Offline daytona98

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Problemraum - Bassfallen oder doch DBA ?
« am: 16. Dez. 2009, 12:31 »
 
Hallo zusammen,
dies ist mein erster post bei euch, deshalb möchte ich mich kurz vorstellen.
Ich heiße Andreas, bin Anfang 40 und wohne in der Nähe von Hannover.
Hifi begleitet mich schon sehr lange und mit dem Umzug in meine jetzige Wohnung
konnte ich mir den Wunsch nach einem eigenen Hörraum erfüllen.
Meine Erfahrungen mit der vermeintlichen Traumanlage waren dann allerdings eher durchwachsen.
Der anfänglichen Euphorie folgte deutliche Ernüchterung und später sogar Frust.
Ursache dafür sind die sehr mäßigen raumakustischen Vorraussetzungen, die mein Zimmer bietet:
Massivbauweise in der Dimension 4.8 x 4.2 x 2.5.
Ich habe wirklich schon einiges probiert: unsymetrische Aufstellung mit Hilfe von Cara, Basotec,  Regale rein und raus usw.
Die klanglichen Ergebnisse dieser Versuche waren jedoch gänzlich unbefriedigend.

Schlußendlich habe ich mich nun entschieden die Raumakustik auch mit Hilfe der Messtechnik mal konkreter anzugehen und bin dabei auf euer Forum gestoßen.

Meine Messungen zeigen, dass ich durch die 1. Moden ein massives Problem bei 35-40 Hz habe, wodurch ein entspanntes Genießen der Musik unmöglich wird.
Ich habe jetzt für die Messungen eine Längsaufstellung als Ausgangssituation gewählt, da ich diese auch nach Optimierung des Raumes favorisiere.
Die 1/5 - 2/5 Aufstellung hat sich noch am besten im Bezug auf die Moden herausgestellt.

Folgende Maßnahmen sind im Moment geplant:
-   1. Abgehängte Akustik-Design-Decke von LaFarge mit Streulochung ca. 9m² (20cm Abstand zur Decke und umlaufend ca. 60cm Abstand zu den Wänden. Dämmmaterial Homatherm standart 40mm). Erhoffte Wirkung: Dämpfung der Höhenmoden, Glättung des Frequenzganges im Grundtonbereich, Reduzierung des Nachhalls in den Mitten bis runter nach 200 Hz.
-   2. Eine kurze Seite des Raumes soll mit Fermacell verschalt werden (10mm Platten ca. 12Kg/m², 8cm Wandabstand und Abstand der Lattung ca. 80cm, Dämmmaterial Homatherm standart 40mm). Erhoffte Wirkung: Plattenresonator im oberen Bassbereich. Außer der Berechnung bei mh-audio (Resonanz ca. 60Hz) habe ich leider keine genauen Angaben der Wirkung einer solchen Verschalung gefunden.
-   Umbau von 2-4 Regalen zu Helmholtzresonatoren. Jeweils ca. 80 Liter. Aufstellung an der Wand hinter dem Hörplatz und u.U. in den Ecken hinter den Boxen. Ob ich damit die 35 und 40 Hz Moden in den Griff bekomme wage ich allerdings zu bezweifeln.
-   Im Bereich der ersten Wandreflexionen und in der Mitte hinter den LS plaziere ich Basotec BBA´s.

..und nun endlich zum Thema:

Folgende Maßnahmen würde ich gerne diskutieren, bzw. eure Meinung hören:
-   Bag End E-Trap
-   Selbstbau einer aktiven Bassfalle
-   Einsatz 2er Subwoofer + DEQ als DBA mit Standlautsprechern (Nubert DXDNubert DXD !?!)

Zu keinem der Punkte habe ich bislang in den einschlägigen Foren konkretes gefunden.
Selbst im NuForum ist zum Thema DBA mit Full-Range-Lautsprechern bis jetzt wenig geschrieben.

Es wäre toll, wenn ich von euch noch Anregungen und Tips bekommen könnte, da man mit diesem Hobby im direkten Umfeld doch meistens eher auf Unverständnis trifft.

Viele Grüße
Andi

Offline gto

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Re: Problemraum - Bassfallen oder doch DBA ?
« Antwort #1 am: 16. Dez. 2009, 12:43 »
Erst mal ein herzliches  :wel: und danke für deine Vorstellung.
Wie zu lesen, steckst du ja schon tief drinnen, ev. magst du ja auch mal ein paar Bilder und Messungen einstellen.
Welche Lautsprecher spielen den zur Zeit und warum willst du ein DBA mit Standlautsprechern anstatt Subs verwirklichen, oder hab ich da was falsch verstanden? :ueberleg:
Deine Links lese ich dann mal nach dem essen.

Mahlzeit Gerd

Offline daytona98

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Re: Problemraum - Bassfallen oder doch DBA ?
« Antwort #2 am: 16. Dez. 2009, 13:59 »
Hallo Gerd,

das Messergebnis stell ich später ein. Kann von hier nicht auf meinen Webspace zugreifen.
Der FG sieht halt aus wie die Holzachterbahn im Heidepark.

So wie ich das bei Nubert rauslese soll es auch gehen, dass man ein DBA mit 2 Front Standlautsprechern
und 2 Subs im Rücken betreiben kann. Vielleicht kann das hier ja jemand bestätigen.
Das wäre dann, wenn´s funktioniert, mit überschaubarem Aufwand machbar.
Mir ist es sehr wichtig einen homgenen Grundtonbereich zu haben. Ich denke Vollbereichslautsprecher haben hier Vorteile.

Kleine Anekdote:
Da meine Tochter letztes Jahr Lust bekam an den Kalotten meiner KEF XQ5 rumzuspielen, die Reparatur danach ziemlich kostspielig erschien und
ich mit meinen Raummoden nicht weiterkam, habe ich mir die XQ20 geholt. Wirklich faszinierende Kompakte.
Jetzt sind die XQ5 aber wieder heile und ich werde vielleicht irgendwann mal (wenn ich den Raum mit Stereo im Griff habe)
über ein 5.1 HK nachdenken. Das liegt aber in weiter ferne. Prio hat Stereo.

Gruß Andi
« Letzte Änderung: 16. Dez. 2009, 14:04 von daytona98 »

Offline gto

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Re: Problemraum - Bassfallen oder doch DBA ?
« Antwort #3 am: 16. Dez. 2009, 14:23 »

Der FG sieht halt aus wie die Holzachterbahn im Heidepark.

Ja, aber es ist trotzdem fein den zu sehen, man kann dann konkreter die Situation und mögliche Lösungen diskutieren.
Wenn geht mal in 1/6 Okt Glättung gesamt und einmal bis 300 Hz ohne.
Wasserfall und Nachhallzeiten wären genauso interessant.

So wie ich das bei Nubert rauslese soll es auch gehen, dass man ein DBA mit 2 Front Standlautsprechern
und 2 Subs im Rücken betreiben kann. Vielleicht kann das hier ja jemand bestätigen.

Wenn ich nicht irre ist das ohnehin die Standart Konfiguration und so üblich. Wenn der Raum geeignet, und das scheint bei dir so,
dann soll das auch funktionieren.
Oder denkst du dabei an zusätzliche Standlautsprecher vorne zu den Fronts?  :ueberleg:
Gibt aber einige hier, die im Gegensatz zu mir, damit pers. Erfahrungen haben und sich bestimmt dazu äußern.
Wobei deren Erfahrungen großteils schon in diesem Forum dokumentiert sind.
 

Gruß Andi

[/quote]

Wenn der Raum ev. mal zum HK aufgerüstet werden soll, dann kommt halt noch erschwerend hinzu, das die optimierten Bedingungen an mehr als einem Hörplatz gegeben sein sollten.

Mach mich jetzt mal an deine Links.  :;049

Grüsse Gerd

Offline gto

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Re: Problemraum - Bassfallen oder doch DBA ?
« Antwort #4 am: 16. Dez. 2009, 14:33 »
Ok, E-Trap hat User Titian eben im Einsatz und scheint in seiner Situation den Erwartungen zu entsprechen.
IMHO leider nicht gerade billig und sollte man schon halbwegs Erfahrungen beim Einmessen mitbringen.
Das trifft sicher genauso auf eine DBA Lösung zu.
Jetzt versteh ich auch die Nubertgeschichte, da geht es nicht um Lautsprecher sonder einfach um eine Frequenzweiche. :toolaughing:
Da gibt es IMHO aber schon genug Produkte am Markt, wozu da Nubert an was eigenem entwickelt erschließt sich mir nicht. :ueberleg:

Grüsse Gerd

Offline alex8529

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Re: Problemraum - Bassfallen oder doch DBA ?
« Antwort #5 am: 16. Dez. 2009, 18:18 »
Hi Andi,

ich habe so was bei mir eingebaut.

Sollte eigentlich ein DBA werden, habe mich aber belehren lassen, dass es auf Grund des
unsymmetrischen Raumes "nur" ein SBA ist.

Messungen und Beschreibungen hier:

http://www.casakustik.de/forum/index.php/topic,242.0.html

Auch wenn es nur ein SBA ist, ist die Auswirkung nicht schlecht.

Grüße Frank
Echtes VooDoo ist, wenn man beim Test 15 Richtige bei 10 Versuchen hat.....

Offline daytona98

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Re: Problemraum - Bassfallen oder doch DBA ?
« Antwort #6 am: 16. Dez. 2009, 20:59 »
Hallo,

ich dank dir Frank. Im Casa-Forum ist ja viel gutes über "schluckende" SBA´s zu lesen.
Interessant auch, dass du eine Akustikdecke hast. Bei mir im Keller warten 10 qm gelochter Gipskarton
darauf endlich gehängt zu werden.

Hier mal Bilder meiner ersten Messversuche mit REW.
Raum und Aufstellung etwa wie folgend, aber ohne Kantenabsorber und natürlich Sub´s

Messung Ausgangssituation, Mikro am Hörplatz in 1m Höhe

und hier das Zimmer, mit eventueller SBA-Anordnung

Ich habe hier noch einen B&W ASW 650 rumstehen. Aber der erscheint mir für ein SBA mit den XQ5 (sollte
ich mir einen 2. zulegen) überdimensioniert.
Habt ihr vielleicht einen Vorschlag, welche Sub´s für diese Anwendung geeignet erscheinen?
Zum steuern würde man, glaube ich, am besten den 2496er nehmen, oder? DCX oder DEQ?

Ich habe das Gefühl, dass die SBA-Lösung wohl ernsthaft in Betracht kommt.
Der Aufwand, diese Mode passiv zu bändigen erscheint mir einfach zu groß.
Seht ihr das anders?
Wie viel Liter (oder m³) an Helmis müßte ich etwa einkalkulieren
bei einigermaßen sinnvoller Positionierung?

Fragen über Fragen. Sorry!!
Dank euch für eure Hilfe.

Gruß
Andi

Offline gto

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Re: Problemraum - Bassfallen oder doch DBA ?
« Antwort #7 am: 16. Dez. 2009, 21:23 »
Die Messung schaut mir ein wenig suspekt aus.  :ueberleg:
Früher Abfall im HT und mörder Loch im TT.  :;010

Kannst du Messfehler weitestgehend ausschließen?  Sind das beide Seiten oder nur ein Lautsprecher?
Wie schaut der NH und Wasserfall aus?
Raum ist zwar fast quadratisch, aber geht da aufstellungstechnisch wirklich nicht mehr?
Wenn das so ist, dann liegt IMHO dein Problem weniger in Überhöhungen als in dem dem Loch nach 70 Hz, so ich das auf der schlecht lesbaren Beschriftung deiner Messung richtig sehe.
Die Hauptmode bei 35 Hz wird da vermutlich selten zum tragen kommen und die wäre auch leicht mit einem PEQ zu zähmen.
Für Helmis sehe ich da im Moment nicht wirklich sinnvollen Einsatz.

Aber als erstes würde ich mal eine möglichst wasserfeste Messung machen.


Grüsse Gerd

Offline daytona98

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Re: Problemraum - Bassfallen oder doch DBA ?
« Antwort #8 am: 16. Dez. 2009, 23:28 »
Hi Gerd,

was das Messen angeht, bin ich ein Greenhorn.
Also bin ich bei dem Ergebnis natürlich nicht sicher.
Allerdings kann man die Mängel des FG bei Musik schon ziemlich deutlich raus hören.
Der Bass geht zwar tief ist aber viel, viel zu dünn. Der Höhenabfall ist auch da und
resultiert wohl aus dem FG der Boxen, der bei 10k ein Loch hat und einem sehr dicken Teppich
zwischen Box und Hörplatz.
Die Messung ist das Summensignal beider LS und wenn du runterscrollst findest du den NH.

Ich habe sowohl LS als auch Mikroposition deutlich verändert, aber der Krater hat sich immer
verschlechtert. Ich habe vor ein paar Tagen auch mal eine Kontrollmessung mit den Kompaktboxen gemacht.
Der Bass klang da etwas voller und das konnte ich dann auch in einer Messung feststellen.
Die Tendenz mit dem riesen Loch war aber auch da zu erkennen.
Die Anschlußpolung habe natürlich auch schon gecheckt.
Mit einer komplett unsymetrischen Aufstellung kann man den Bass schon deutlich verbessern,
so habe ich ja auch die letzte Zeit immer gehört aber mit der daraus folgenden schiefen Bühne
ist das nicht wirklich prall.

Ich werde in den kommenden Tagen die Messungen wiederholen und vielleicht auch
mal eine andere Software versuchen.

Dann wird aber erstmal die Decke gemacht.

Habt ihr vielleicht noch eine Idee für die Wand hinter dem Hörplatz.
Ich bin da, bis auf die Tiefe (max. 10cm) relativ uneingeschränkt.
Eigentlich will ich eine Fermacellwand auf einfacher Holzlattung davor bauen und
erhoffe eine relativ breitbandige Wirkung im Bass. Habt ihr damit Erfahrungen ?

Gruß
Andi

Offline gto

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Re: Problemraum - Bassfallen oder doch DBA ?
« Antwort #9 am: 16. Dez. 2009, 23:51 »
NH scrollen Tip war gut. :toolaughing:
Hast du auch die Einzelmessungen gespeichert?

Der Teppich hat IMHO sicher nix mit dem frühen Höhenabfall zu tun und die Lautsprecher sollten eigentlich auch nicht so schnell abfallen. So weit wirst du beim messen mit dem Mic ja nicht entfernt gewesen sein.
Mikro nach vorne oder oben gerichtet ?

So wie sich das liest werden die Messungen schon in etwa stimmen, also verheißt IMHO nix gutes. :;050
Zur Rückwand, mach erst mal die Decke und schau was passiert, dann kann man weiter sehen.
VPR wäre da eventuell mal was zum andenken.

Eventuell wäre bei dem Loch auch mal eine Multi Sub Lösung einen Versuch wert. :ueberleg:

Grüsse Gerd

Offline daytona98

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Re: Problemraum - Bassfallen oder doch DBA ?
« Antwort #10 am: 17. Dez. 2009, 00:19 »

Bin mir nicht sicher, ob ich die letzten Messungen gespeichert habe.
Das Laptop hab ich grad nicht zur Hand.
Mic. war bei dieser Messung nach oben gerichtet.
Vielleicht find ich morgen Zeit da noch mal weiter zu machen.
Ich werd auch die Boxen mal zur Raummitte schieben.
Spätesten da muß sich ja deutlich was ändern.
Aber schau mal auf die FG´s von Andre hier.
..und vor allem hier.
irgendwie finde ich mich da wieder.

Gute Nacht..
Andi

Offline gto

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Re: Problemraum - Bassfallen oder doch DBA ?
« Antwort #11 am: 17. Dez. 2009, 00:30 »
Ja, den Fred kenn ich, aber sein Raum hat definitiv andere Maße und dementsprechend andere Probleme. ;)
Für FG Messungen Mikro nach vorne.

Grüsse Gerd

Offline aktivposten

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Re: Problemraum - Bassfallen oder doch DBA ?
« Antwort #12 am: 17. Dez. 2009, 07:57 »
Hi,

um die Lautsprecher zu testen könntest du mal eine Einzelmessung aus der Nähe machen, so ca. 50 cm.

Gruß
Holger
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Offline April Wine

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Re: Problemraum - Bassfallen oder doch DBA ?
« Antwort #13 am: 17. Dez. 2009, 09:05 »
Moin,
mal so ganz dumm gefragt. Der B&W Sub steht aber nicht irgendwo passiv im Raum rum ?

Irgendeien Verbindung nach "draussen" ? Offene Türen, Fenster, Abluftrohr, Kamin ?

Gruss Stefan

Offline daytona98

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Re: Problemraum - Bassfallen oder doch DBA ?
« Antwort #14 am: 17. Dez. 2009, 09:48 »
mal so ganz dumm gefragt. Der B&W Sub steht aber nicht irgendwo passiv im Raum rum ?
Irgendeien Verbindung nach "draussen" ? Offene Türen, Fenster, Abluftrohr, Kamin ?

Hallo Stefan,
die Frage ist sicher nicht dumm und ich bin wirklich für jeden Hinweis dankbar.
Der Sub steht nicht im Raum. Weiter oben habe ich eine Draufsicht des Raumes aus Cara eingestellt.
Da erkannt man auch die Basotec-Absorber (ca. 5 qm), die an mehreren Stellen aufgestellt sind.
Dann noch ein paar Regale, die Couch und das wars eigentlich. Die Türen waren alle geschlossen.
Der Berberteppich hat 6 qm und ist richtig dick. Vor der Balkontür und dem Fenster hängen Gardinen.
Der Raum hat eine gute Sprachverständlichkeit klingt aber ewas dumpf/matt.

Ab Montag habe ich frei und wollte dann mit der Decke beginnen. Das Wochende werde ich in Ruhe nutzen, um
die aktuelle Situation meßtechnisch einigermaßen nachvollziehbar zu erfassen, um dann die weiteren Maßnahmen
beurteilen zu können.

Wie seht ihr das? Reicht der Room EQ Wizzard für die Raum Akustik oder sollte ich mich noch in andere Software einarbeiten?
Ich habe ECM40, MPA-102, Transit-USB.

Gruß
Andi



Offline Barnie@home

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Re: Problemraum - Bassfallen oder doch DBA ?
« Antwort #15 am: 17. Dez. 2009, 09:48 »
Hallo Andi

Dein Raum hat praktisch dieselben Masse wie meiner - und das Loch im Bass kommt mir doch sehr bekannt vor! ;) Meine Versuche mit Helmhöltzern brachten, wie du im nachfolgenden Thread lesen kannst, zu wenig. Hier kannst du sehen was bei mir alles nötig war, bis ich einigermassen zufrieden war(achtung - sehr laaaaaaaanger Thread):

http://allabout-hifi.magnetofon.de/index.php/topic,266.msg3137.html#msg3137

Mir persönlich gefällt der Klang im DBA Betrieb(gegenphasig) nicht - auch wenn es sich gut misst. Mittlerweile betreibe ich meine Subs gleichphasig - als Multisubsystem sozusagen. Es misst sich genausogut wie ein DBA - klingt aber in meinen Ohren besser und hat mehr Pegelreserven. Ich kenne noch weitere DBA-Besitzer denen es ähnlich geht. (Robert - Poisonnuke - ist auch hier im Forum registriert)

Ich denke du wirst in deinem Raum auch nicht an einer Multisublösung vorbeikommen. Der Vorteil davon ist, du hast die volle Flexibilität was die Subaufstellung betrifft, und kannst die Fronts trotzdem symmetrisch aufstellen. Kannst ja mal mit deinem B&W ein paar Versuchsmessungen machen. Ich habe bei mir bei 150Hz getrennt weil es so messtechnisch das beste Resultat gab. Evtl. wäre eine Kombi aus 5xXQ20 + 2 oder mehr Subwoofer die beste/kostengünstigste Lösung für dich. (wenn dir die XQ20 eh schon gefällt)

Frage: ist es bei dir auch so, dass der Bass besser klingt wenn du aufstehst als wenn du sitzst?

Offline Barnie@home

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Re: Problemraum - Bassfallen oder doch DBA ?
« Antwort #16 am: 17. Dez. 2009, 11:47 »
Was mir noch eingefallen ist, du könntest auch versuchen, den Sub parallel zu den Fronts laufen zu lassen (z.B. im AVR mit der "Doublebass"-Funktion) - evtl. bekommst du auch so das Loch gestopft!

Offline April Wine

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Re: Problemraum - Bassfallen oder doch DBA ?
« Antwort #17 am: 17. Dez. 2009, 12:26 »
Hi Barnie, Du meinst die Fronts in Fullrange laufen zu lassen ?
Kann man probieren, hat mich klanglich aber nicht überzeugt.

Gruss Stefan

Offline daytona98

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Re: Problemraum - Bassfallen oder doch DBA ?
« Antwort #18 am: 17. Dez. 2009, 13:31 »
Was mir noch eingefallen ist, du könntest auch versuchen, den Sub parallel zu den Fronts laufen zu lassen (z.B. im AVR mit der "Doublebass"-Funktion) - evtl. bekommst du auch so das Loch gestopft!

Isch 'abe gar kein AVR.  :rotwerd':
Isch Stereo !

Wichtig im Moment ist erst mal die Richtung, die ich gehen werde.
Wenn ich mich voll auf passive Absorbtion konzentrieren wollte, würde ich
wahrscheinlich gleich versuchen auch an der Decke was im Bassbereich zu machen.
Nach dem was ich jetzt aber so gehört habe, werde ich wohl um eine aktive/elektronische
Lösung nicht herumkommen. Das heißt ich werde dann wohl nach der Decke erst mal
etwas Hardware anschaffen.
Den ASW 650 könnte ich wohl in ein Multisub-System integrieren. Leider hat der keine Delay-Einstellung.
Dazu könnte ich mir 2 weitere aktive 10" Sub´s holen, oder?
Könnt ihr mir da etwas empfehlen ? Zum Selbstbau fehlt mir leider die Zeit. Ich will mich da mehr auf den Raum konzentrieren.
Womit steuer ich das ganze am Besten ? DCX 2496 ?

Ziel ist eigentlich immer noch die XQ5 weiter Full-Range laufen zu lassen - sie klingen halt noch eine Hauch offener als die XQ20.
Aber mit dem o.g. Equipment wäre ich dann ja relativ flexibel.

Gruß Andi

Offline Barnie@home

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Re: Problemraum - Bassfallen oder doch DBA ?
« Antwort #19 am: 17. Dez. 2009, 13:45 »
Womit steuer ich das ganze am Besten ? DCX 2496 ?

Ja - da hast du dann auch Delay drin. Der B&W hat doch sicher einen Phasenschalter? Den Sub parallel anzuschliessen müsste auch ohne AVR gehen. Was für einen Vor-/Verstärker hast du?

Wenn du die XQ fullrange betreiben willst, dann würde ich dir vorschlagen, das Loch wie gesagt mit dem Sub zu stopfen. Dazu wie gesagt Sub parallel anschliessen und mit Aufstellung/Phase so lange experimentieren bis es besser aussieht(die Ein-/Aufstellungsvarianten sind ja nahezu unzählig). Und falls es so nicht ganz klappen will, dann einen zweiten Sub dazu kaufen - am besten den gleichen wie du bereits hast.
« Letzte Änderung: 17. Dez. 2009, 13:47 von Barnie@home »

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Re: Problemraum - Bassfallen oder doch DBA ?
« Antwort #20 am: 17. Dez. 2009, 14:02 »
Wie weit geht die Wirkung der Decke in Richtung Bassbereich?
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Re: Problemraum - Bassfallen oder doch DBA ?
« Antwort #21 am: 17. Dez. 2009, 15:15 »
Hi Barnie, Du meinst die Fronts in Fullrange laufen zu lassen ?
Kann man probieren, hat mich klanglich aber nicht überzeugt.

Gruss Stefan

Das kommt auf die jeweilige Situation an. Jemand, der sonst keine Probleme im Bass hat, wird seine Situation mit Fullrange + Sub möglicherweise verschlechtern. Bei Problemfällen wie bei Andi oder mir, kann es aber ein Zugewinn sein. Kommt auch auf das messtechnische Ergebnis an. Man muss aufpassen, dass der Bass dadurch nicht zu laut wird. Da kann dann z.B. der bekannte Bassregler am Amp helfen, der den ganzen Bassbereich gleichmässig absenkt. Ich habe bei mir auch getrennt, weil meine Fronts für HK-Zwecke zu schwach sind um sie fullrange laufen zu lassen. Wenn ich pegelfestere Boxen hätte, würde ich den Bass auch da drüber laufen lassen, nach dem Motto: je mehr Bassquellen im Raum desto besser die Verteilung im Raum.
« Letzte Änderung: 17. Dez. 2009, 15:17 von Barnie@home »

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Re: Problemraum - Bassfallen oder doch DBA ?
« Antwort #22 am: 17. Dez. 2009, 15:27 »
je mehr Bassquellen im Raum desto besser die Verteilung im Raum.

Hast du mal so gehört?
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Offline Barnie@home

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Re: Problemraum - Bassfallen oder doch DBA ?
« Antwort #23 am: 17. Dez. 2009, 15:34 »
Ja. Klang super! Allerdings musste ich den gesamten Bassbereich um ca. 3db absenken damit es nicht zu dick klingt. Hier der damals gemessene FG:

http://pics.poisonnuke.de/upload/28/2.JPG

Habs nur wieder getrennt weil bei Filmen ein regelrechter Luftzug von den BR-Röhren der P11A durch meinem Raum ging und ich mich nicht erkälten wollte. ;)

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Re: Problemraum - Bassfallen oder doch DBA ?
« Antwort #24 am: 17. Dez. 2009, 17:58 »
Sieht auch gut aus.  :)
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Offline daytona98

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Re: Problemraum - Bassfallen oder doch DBA ?
« Antwort #25 am: 17. Dez. 2009, 22:17 »
Man o Man - so´n Mikro kann einen ganz schön runter bringen.
Wenn mir einer verraten kann warum das alles Messfehler sein müssen, wäre ich glücklich.

linker_Kanal_symetrische_aufst_full_1/6Okt_44.1kHz.jpg
rechter_Kanal_symetrische_aufst_full_1/6Okt_44.1kHz.jpg
Summensignal_symetrische_aufst_full_1/6Okt_44.1kHz.jpg
linker_Kanal_symetrische_aufst_o.glättung_30-400.jpg
rechter_Kanal_symetrische_aufst_o.glättung_30-400.jpg
Summensignal_symetrische_aufst_o.glättung_30-400.jpg

wasserfall_symetrische_aufst_full.jpg

linker_Kanal_20cm_abstand_10cm_unter_Achse_keine_glättung.jpg
rechter_Kanal_20cm_abstand_10cm_unter_Achse_keine_glättung.jpg

Ich habe auch Aufstellung und Messposition mehrfach geändert, sogar eine diagonale
Anordnung probiert. Das tiefe Loch war nicht wegzubekommen.
Mit Mikro nahe Raummitte war der 35er Peak fast weg, aber das Loch ist geblieben.
Dann habe ich mal den SUB hoch geholt und an die Vorstufe (Rotel RC980) mit rangehängt.
Der 35 Peak und der Krater ließen sich schon etwas beeinflussen, dafür gabs dann aber
weiter oben Gebirge. Ich glaube ohne den DCX hat es wenig Sinn da weiter zu machen.

Ich Frage mich, ob die Kabel vom DCX zu den aktiven SUB´s ruhig sehr lang sein können, obwohl man von XLR auf Cinch geht.
Wie sind eure Erfahrungen mit Rauschen?

Wie weit geht die Wirkung der Decke in Richtung Bassbereich?
Die Angaben der Hersteller enden bei 125 Hz und fallen da auch deutlich ab.
Ich habe mir Platten mit relativ geringem Lochanteil (10%) geholt und
mache außen noch ein 30 cm Fries rum, um die Absorbtion vielleicht noch ein wenig zu drücken.
Bis unter 200 Hz soll so ein Sytem schon wirken.
Für den Bass braucht man aber wohl was anderes.

Grüße Andi
« Letzte Änderung: 17. Dez. 2009, 22:25 von daytona98 »

Offline Barnie@home

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Re: Problemraum - Bassfallen oder doch DBA ?
« Antwort #26 am: 17. Dez. 2009, 23:31 »
Zitat
Ich habe auch Aufstellung und Messposition mehrfach geändert, sogar eine diagonale
Anordnung probiert. Das tiefe Loch war nicht wegzubekommen.

War bei mir genauso.



Zitat
Ich glaube ohne den DCX hat es wenig Sinn da weiter zu machen.

Hat denn der Sub keinen Phasenregler?

Offline pinoccio

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Re: Problemraum - Bassfallen oder doch DBA ?
« Antwort #27 am: 17. Dez. 2009, 23:38 »
Ich hab auch ein Loch  :,010

Naja... bei ca. 50Hz. Mit weniger Wandabstand verschwindet es bei mir fast komplett.

Gruss
Stefan
Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hängt mit der Blödheit der Bewunderer zusammen - Heiner Geißler

Offline daytona98

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Re: Problemraum - Bassfallen oder doch DBA ?
« Antwort #28 am: 18. Dez. 2009, 00:10 »
Hat denn der Sub keinen Phasenregler?

Nur 2 Stufen: 0-180
Wie gesagt, man bekommt mit dem Sub natürlich eine Veränderung hin.
Mit sehr viel Geduld vielleicht sogar eine kleine Verbesserung.
Aber mir schwebt halt eher so was in Richtung durchhörbarer Bass vor.
Und bis dahin werd ich wohl noch ne Menge über Sub´s & co. lernen müssen.

Buenos noches, señores.
« Letzte Änderung: 18. Dez. 2009, 00:12 von daytona98 »

Offline Barnie@home

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Re: Problemraum - Bassfallen oder doch DBA ?
« Antwort #29 am: 18. Dez. 2009, 09:15 »
Das mit der Phaseneinstellung ist unpraktisch. Mit einem richtigen Phasenregler könntest du nebst verschiedenen Aufstellungen auch jeweils verschiedene Phasenlagen durchprobieren und schauen in welcher Stellung das Loch am besten gestopft wird. Dann ist vielleicht ne DCX doch noch ne Überlegung wert. Ich vermute sowieso, dass du mehr als einen Sub brauchen wirst um das Loch ganz wegzubekommen, und dann ist ne DCX sowieso nicht schlecht.

Bei mir habe ich mit zwei Subwoofern links und rechts neben der Couch diesbezüglich ein super Resultat erzielt. Da unsere Räume sehr ähnlich zu sein scheinen, könnte das bei dir auch so klappen.

Nochmals: Klingt der Bass bei dir auch besser wenn du aufstehst als im Sitzen?