Autor Thema: White Album unplugged  (Gelesen 1123 mal)

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Offline Höhlenmaler

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White Album unplugged
« am: 01. Aug. 2009, 18:33 »


Mir sind die Aufnahmen zum weissen Album der Beatles zugeflogen, in einer vor den Aufnahmen zu diesem Album in privater John-Paul-George und Ringo Umgebung aufgenommener, unplugged Session.

Diese Aufnahmen werden oder heissen auch The Kinfauns Demos genannt.
Die entsprechende Platte konnte ich in der Bucht ersteigern. In rotem Vinyl.



Zuerst hab' ich sie mir in Stereo angehört. Das Goldring System hat gute Arbeit geleistet, dabei aber wirklich jede kleine Unzulänglichkeit der Aufnahme entlarvt. Dann habe ich die Platte erstmal wieder ins Regal gestellt und mir das richtige White Album angehört. Auch mit dem Goldring und dem Moped als Pre. Diese beiden Platten klangen dann wirklich sehr gut und ich bin froh, auch die ersteigert zu haben.
Stutzig machte mich aber das Label des richtigen, dem des eigentlichen White Album. Da steht nix zu Stereo, aber auch nix zu Mono drauf zu lesen. Die hörte ich mir dann auch in Mono, mit dem Monotonabnehmer an. Funktioniert auch bestens und das brachte mich dann auf den Gedanken, dieses unplugged Album ebenfalls mal unter die Mono Nadel zu legen. Denn, diese privaten Aufnahmen in Georges Haus, von sehr viel Spielfreude zeugen sie, nur die Klangqualität scheint da irgendwie zwischen dem Griff nach der nächsten Gitarre und der nächsten Tüte irgendwo auf der Strecke geblieben zu sein. Das Aufnahmeequipment scheint nicht optimal versorgt worden zu sein. Am Ende war das auch nur monophon?
Wie so oft in letzter Zeit auch jetzt wieder, nicht alles was in einer Stereorille zu stecken scheint, muss zwingend eine Stereonadel zum Abtasten der Rille haben. In vielen Fällen ist eine Monophone Nadel besser geeignet, zumindest gefällt mir der Sound den ich so zu hören bekomme, sehr viel besser als die versprochene Stereophonie, die nur bedingt hält, was man von ihr zu erhoffen glaubt.

Jetzt wird die unplugged Sache rund. Der Klang steht nicht mehr mit seinen Mängeln im Vordergrund, jetzt steht die Spielfreude der Vier deutlich sichtbar im Raum. Mängel, am Rand der Aufmerksamkeit jetzt auf verlorenem Posten, sich durch die hemmungslose Spielfreude der Vier, die wohl zu dieser Session geherrscht hat, ausgebootet und an den rand gedrängt.
Der Session Charakter ist ganz klar, die ungezwungene Freude an der Mucke, das rumgefingere, manchmal erinnert es mich sogar an Lagerfeuerromantik.

Tolle Platte.

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Gruß Ingo . . . . . . . . Last FM