Autor Thema: Welche Gründe für "Neutral-Hören"?  (Gelesen 7084 mal)

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Offline gto

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Re: Welche Gründe für "Neutral-Hören"?
« Antwort #30 am: 18. Dez. 2008, 21:25 »

Wenmn ich "mixen" täte, würde ich das auch versch. Tröten machen. Man muss ja auch wissen, wie sich die Mucke im Auto oder auf dem Handy* anhört  :,010

Gruss
Stefan

* Hab mir sagen lassen, dass das sogar nicht ungewöhnlich sei...

Nö, es wird nur der Mix und das Master kompatibilitätsabgehört, gemixt und gemastert wird schon so weit als möglich unter neutralen Bedingungen.
Wenn ich nicht irre, sind auch die Empfehlungen für Mix und Master RA nicht die gleichen. ;)

Wird aber gleich wieder OT, können wir ja einen Fred für eröffnen, Studiobedingungen, Fiktion und Wirklichkeit oder so. :toolaughing:

Grüsse Gerd

Offline Mr. Wiggels

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Re: Welche Gründe für "Neutral-Hören"?
« Antwort #31 am: 18. Dez. 2008, 22:18 »
Warum so kompliziert?
Also, ich habe Wiggels Frage so verstanden, was bringt einem dazu sich mit seiner privaten Wiedergabeanlage den Abhör-Studioempfehlungen der IRT so weit als möglich anzunähern oder diese zu verwirklichen.
Irre ich?

Grüsse Gerd

Genau so habe ich es gemeint. Bitte, bitte, nicht die Diskussion, was ist eigentlich neutral...im Studio wird es so gemacht... oder so.

Es geht mir um die Frage nach der persönlichen Motivation. Das es einem so am besten gefällt, ist klar. Aber warum? Vielleicht kann man versuchen in Worte zu fassen, was daran einem gefällt? Es reicht mir nicht aus zu sagen, dass es einem so am besten gefällt. Was man wahrnimmt, ist so stark theoriegeleitet, auch wenn man das abstreitet, ist es so. Es gibt keine theoriefreie Wahrnehmung.

Welche komunizierbaren Gründe gibt es.  Ich fange mal an:

1.

Mir ist aufgefallen, dass Stimmen, ich meine jetzt Sprache, nur auf neutralen LS gut klingt. Die meisten Hifi-LS haben eine nasal, topfig Wiedergabe von Stimmen.
Daraus leite ich ab, dass die Mittenwiedergabe nicht stimmt.


2.

Neutrale LS sind universeller einsetzbar. 
Mein Eindruck ist, dass neutrale LS akustische Instrumente von der Klangfarbe richtiger wieder geben. Bei Pop, evtl. mit elektronischen Elementen fällt das nicht so auf, bei Klassik und akustik Jazz schon. Will sagen, bei Pop fand ich, dass auch "unneutral" gut klingt, bei Klassik oder akustischem Jazz nie.


 Und, bitte, es geht um Annäherung, ein Ideal.

Wie seht ihr's.


Gruß





Offline gto

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Re: Welche Gründe für "Neutral-Hören"?
« Antwort #32 am: 18. Dez. 2008, 23:06 »
Uuuuaahhhh, ich habs befürchtet, er will Blut sehen. :;034 :;055

Spaß beiseite, ein paar Eigenschaften die mir unter anderem an meinem Setup gefallen und die vermutlich mit einer Annäherung an
neutrale Abhörbedingungen in Verbindung stehen.
Lokalisationsschärfe, Durchsichtigkeit, Ausgewogenheit - der Eindruck, das nichts verschluckt oder überbetont wird.
Geräuschaufnahmen und unverstärkte Instrumente klingen, soweit die Aufnahme dementsprechend, sehr glaubwürdig.
Selbstredend alles subjektiv.

Grüsse Gerd

Offline pinoccio

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Re: Welche Gründe für "Neutral-Hören"?
« Antwort #33 am: 18. Dez. 2008, 23:14 »
Hi Mr. Wiggels

Zitat
Mir ist aufgefallen, dass Stimmen, ich meine jetzt Sprache, nur auf neutralen LS gut klingt. Die meisten Hifi-LS haben eine nasal, topfig Wiedergabe von Stimmen. Daraus leite ich ab, dass die Mittenwiedergabe nicht stimmt.

Zitat
Mein Eindruck ist, dass neutrale LS akustische Instrumente von der Klangfarbe richtiger wieder geben. Bei Pop, evtl. mit elektronischen Elementen fällt das nicht so auf, bei Klassik und akustik Jazz schon. Will sagen, bei Pop fand ich, dass auch "unneutral" gut klingt, bei Klassik oder akustischem Jazz nie.

Im Gegensatz zu was?  :ueberleg:

Versteh mich bitte nicht falsch, ich mag dir keinesfalls dein Eindruck streitig machen, aber gegenüber Originalen (also Live) wird es immer Abweichungen geben. Was WIR bewerten können sind mMn nur die Abweichungen von bereits verfälschten Aufnahmen mit eigentlich immer verfälschenden LS (und Raum)

Das was du z.B. als nasale Verfärbung wahrnimmst, kann bei anderen mMn wieder passen. Wobei ich das bei Hifi-LS gegenüber angeblichen Neutral-LS noch nie so gehört habe. Selten wissen wir aber, wie Instrumente aufgenommen sind und eventuell noch bearbeitet wurden. Es gibt zwar irgendwo eine Sammlung von annähernd unverfälscht aufgenommenen Instrumenten, finde aber den Link gerade nicht.

Davon ab bin ich der Meinung, dass man sich an verfärbende LS* auch schnell gewöhnen kann und umgekehrt sogar "Neutralhupen" als verfärbend bezeichnet - bis man sich an sie wieder gewöhnt hat.  :,010

(* Vorsichtig formuliert: Die sich dadurch aus der Masse von "neutralen" hervorheben)

Ein Flächenstrahler ist z.B. im strengen Sinne wahrscheinlich nicht als Neutralhupe zu bezeichnen, aber nehmen wir  bei diesen Flächen falsche Klangfarben oder falsche/nasale Stimmenabbildung wahr?

Gruss
Stefan
« Letzte Änderung: 18. Dez. 2008, 23:37 von pinoccio »
Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hängt mit der Blödheit der Bewunderer zusammen - Heiner Geißler

Offline aktivposten

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Re: Welche Gründe für "Neutral-Hören"?
« Antwort #34 am: 18. Dez. 2008, 23:22 »
Das es einem so am besten gefällt, ist klar. Aber warum? Vielleicht kann man versuchen in Worte zu fassen, was daran einem gefällt? Es reicht mir nicht aus zu sagen, dass es einem so am besten gefällt.

Um es kurz zu sagen: Bei mir hat sich Zufriedenheit beim Musik hören eingestellt!  :;013
Natürlich geht es immer besser, und daran werde ich auch weiter arbeiten, aber, sorry, mir gefällt es gut.  :,010

Am Anfang standen ein paar RA Maßnahmen die schon eine große Verbesserung brachten, aber der Umstieg auf neutrale LS brachte noch mal einen Schub. Ich könnte jetzt bei Gerd abschreiben, Ortbarkeit und Räumlichkeit haben zugenommen, der Bass überdeckt nichts mehr.
Außerdem ist die mögliche Abhörlautstärke bei der es nicht nervt höher geworden. Nutze ich zwar nur zu 10 % aber egal.  :,014

Gruß
Holger
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Offline Franz

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Re: Welche Gründe für "Neutral-Hören"?
« Antwort #35 am: 18. Dez. 2008, 23:42 »
Zitat
es geht um Annäherung, ein Ideal.
 

 :;056

Zitat
Mein Eindruck ist, dass neutrale LS akustische Instrumente von der Klangfarbe richtiger wieder geben. Bei Pop, evtl. mit elektronischen Elementen fällt das nicht so auf, bei Klassik und akustik Jazz schon. Will sagen, bei Pop fand ich, dass auch "unneutral" gut klingt, bei Klassik oder akustischem Jazz nie.
 

 :;056 Gleicher Eindruck bei mir.In der Summe wirkt es auf mich "echter".

Gruß
Franz


Offline Mr. Wiggels

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Re: Welche Gründe für "Neutral-Hören"?
« Antwort #36 am: 19. Dez. 2008, 00:56 »
Hi Mr. Wiggels

Zitat
Mir ist aufgefallen, dass Stimmen, ich meine jetzt Sprache, nur auf neutralen LS gut klingt. Die meisten Hifi-LS haben eine nasal, topfig Wiedergabe von Stimmen. Daraus leite ich ab, dass die Mittenwiedergabe nicht stimmt.

Zitat
Mein Eindruck ist, dass neutrale LS akustische Instrumente von der Klangfarbe richtiger wieder geben. Bei Pop, evtl. mit elektronischen Elementen fällt das nicht so auf, bei Klassik und akustik Jazz schon. Will sagen, bei Pop fand ich, dass auch "unneutral" gut klingt, bei Klassik oder akustischem Jazz nie.

Zitat
Im Gegensatz zu was?  :ueberleg:

Versteh mich bitte nicht falsch, ich mag dir keinesfalls dein Eindruck streitig machen, aber gegenüber Originalen (also Live) wird es immer Abweichungen geben. Was WIR bewerten können sind mMn nur die Abweichungen von bereits verfälschten Aufnahmen mit eigentlich immer verfälschenden LS (und Raum)
Immer die selben Aufnahmen in überwiegend dem Gleichen Raum. Sprich, meine Aufnahmen, die ich sehr gut kenne und die ich für sowas einsetze.


Zitat
Das was du z.B. als nasale Verfärbung wahrnimmst, kann bei anderen mMn wieder passen. Wobei ich das bei Hifi-LS gegenüber angeblichen Neutral-LS noch nie so gehört habe. Selten wissen wir aber, wie Instrumente aufgenommen sind und eventuell noch bearbeitet wurden. Es gibt zwar irgendwo eine Sammlung von annähernd unverfälscht aufgenommenen Instrumenten, finde aber den Link gerade nicht.

Das war so extrem, dass ich wage zu behaupten, dass das jeder hören würde. Ich habe es aber so deutlich immer nur mit Sprache gehört.
Daraus die Schlussfolgerung gezogen, dass die Mitten verhunzt sind.


Zitat
Davon ab bin ich der Meinung, dass man sich an verfärbende LS* auch schnell gewöhnen kann und umgekehrt sogar "Neutralhupen" als verfärbend bezeichnet - bis man sich an sie wieder gewöhnt hat.  :,010

Den Eindruck habe ich allerdings auch, man gewöhnt sich sehr schnell an alles mögliche.  Das meine ich nicht negativ. Die Frage ist dann aber, ob der ganze
Aufwand lohnt und man nicht lieber doch einfach mit irgdnewas hört.


Zitat
Ein Flächenstrahler ist z.B. im strengen Sinne wahrscheinlich nicht als Neutralhupe zu bezeichnen, aber nehmen wir  bei diesen Flächen falsche Klangfarben oder falsche/nasale Stimmenabbildung wahr?

Wenn man einen direkten Vergleich hat und das entsprechende Konzept im Kopf.
Für sich alleine, wenn man nur einen LS hört, sicher eher nicht.

Offline pinoccio

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Re: Welche Gründe für "Neutral-Hören"?
« Antwort #37 am: 19. Dez. 2008, 08:38 »
Moin Mr. Wiggels

Zitat
Immer die selben Aufnahmen in überwiegend dem Gleichen Raum. Sprich, meine Aufnahmen, die ich sehr gut kenne und die ich für sowas einsetze.

Darf man erfahren, was für Aufnahmen das sind?

(Ich mach ja sowas auch. Dazu nehme ich gerne alte Aufnahmen von "Jeton" und diverse Klassikaufnahmen von Denon und Philips. So'ne richtig (mir) auffällig verfärbende Hupe ist mir schon ewig nimmer begegnet. In Bezug auf Sprache, welche mMn auch gute Bewertungen eines Systems zulässt, achte ich z.B. mehr auf Verzerrungsfreiheit und dem Zusammenspiel von Mehrwegen und Chassis - da bemerke ich für mich schon mehr Unterschiede bzw. Dinge, die mir gefallen und nicht gefallen)

Zitat
Das war so extrem, dass ich wage zu behaupten, dass das jeder hören würde. Ich habe es aber so deutlich immer nur mit Sprache gehört.
Daraus die Schlussfolgerung gezogen, dass die Mitten verhunzt sind.

Möglich. Du hast aber auch geschrieben "Die meisten Hifi-LS haben eine nasal, topfig Wiedergabe von Stimmen. Daraus leite ich ab, dass die Mittenwiedergabe nicht stimmt." Entschuldige wenn ich es so direkt schreibe, aber die "meisten" suggeriert hier mE, dass Hifihupen per se nasal spielen würden. Dem kann ich jetzt nichts abgewinnen und muss fragen, wie du zu dem Urteil kommst.

Zitat
Den Eindruck habe ich allerdings auch, man gewöhnt sich sehr schnell an alles mögliche.  Das meine ich nicht negativ. Die Frage ist dann aber, ob der ganze Aufwand lohnt und man nicht lieber doch einfach mit irgdnewas hört.

Deswegen wäre mMn die Definitionen was genau "Neutral-LS" sind und durch was sie sich auszeichnen sehr brauchbar gewesen. Schließlich behauptet jeder Hersteller von Schallwandlern und Besitzer derselben, dass seine Hupen immer die neutralsten auf der Welt wären. Der Besitzer kommt mit mE eigentlich "falschen" bzw. immer künstlichen Aufnahmen - im Vergleich zu Live - zu diesen Schlüssen, obwohl man nicht wissen kann, wo und wie diese Aufnahmen entstanden sind bzw. wie bereits auf der Aufnahme schon Verfärbungen (und Verzerrungen) enthalten sind. Was wäre also, wenn die Hifi-Box diese (möglichen) Verfärbungen einer Aufnahme nur neutraler aufgezeigt hätte?

Das heißt im Umkehrschluss, dass wir auch neutrale(re) Aufnahmen fürs gehörmäßige Überprüfen von Schallwandlern definieren müssten. Daran würde man - nur meine Meinung - eventuell auch erkennen, wie unneutral wir eventuell selbst hören....

Gruss
Stefan
« Letzte Änderung: 19. Dez. 2008, 08:57 von pinoccio »
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Offline rossi

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Re: Welche Gründe für "Neutral-Hören"?
« Antwort #38 am: 19. Dez. 2008, 09:38 »
http://img382.imageshack.us/my.php?image=01vergleichbeidevornejh9.jpg
was aber käme im raum an, wenn oben verlinktes messwerte aus einem RAR wären? ein gerader FG?

jeder kann von jedem lernen.

lieben gruß
oliver

Offline alex8529

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Re: Welche Gründe für "Neutral-Hören"?
« Antwort #39 am: 19. Dez. 2008, 09:44 »
http://img382.imageshack.us/my.php?image=01vergleichbeidevornejh9.jpg
was aber käme im raum an, wenn oben verlinktes messwerte aus einem RAR wären? ein gerader FG?

Hi Rossi,

das LS-FG Diagramm im RAR ist darüber zu sehen
Echtes VooDoo ist, wenn man beim Test 15 Richtige bei 10 Versuchen hat.....

Offline Franz

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Re: Welche Gründe für "Neutral-Hören"?
« Antwort #40 am: 19. Dez. 2008, 11:20 »
Zitat
Schließlich behauptet jeder Hersteller von Schallwandlern und Besitzer derselben, dass seine Hupen immer die neutralsten auf der Welt wären.

Das stimmt doch gar nicht. Welcher Hersteller bzw. Besitzer derselben behauptet denn so was? Google mal schön und zeig uns das mal. Also mal Butter bei die Fische bitte, wobei mir die Besitzer noch egal sind, die behaupten viel, wenn der Tag lang ist. Hersteler behaupten höchstens, daß sie "neutraler" als andere sind. Und das oft mit Recht.

Gruß
Franz

Offline Kawa

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Re: Welche Gründe für "Neutral-Hören"?
« Antwort #41 am: 19. Dez. 2008, 11:25 »
Zitat
Schließlich behauptet jeder Hersteller von Schallwandlern und Besitzer derselben, dass seine Hupen immer die neutralsten auf der Welt wären.

Das stimmt doch gar nicht. Welcher Hersteller bzw. Besitzer derselben behauptet denn so was? Google mal schön und zeig uns das mal.

Und dann heißt es wieder "ergoogeltes Fachwissen"  :,010

Offline pinoccio

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Re: Welche Gründe für "Neutral-Hören"?
« Antwort #42 am: 19. Dez. 2008, 12:02 »
Welcher Hersteller bzw. Besitzer derselben behauptet denn so was? Google mal schön und zeig uns das mal. Also mal Butter bei die Fische bitte, wobei mir die Besitzer noch egal sind, die behaupten viel, wenn der Tag lang ist.

Ein Googleergebnis mit "Besitzer": http://allabout-hifi.magnetofon.de/index.php/topic,1339.msg27063.html#msg27063   :toolaughing:

Zitat
Hersteler behaupten höchstens, daß sie "neutraler" als andere sind. Und das oft mit Recht.

Also gibt es noch ein neutraleres Neutral  :ueberleg:

Ein Googleergebnis mit "Neutral" und LS-Hersteller" verweist sogar auf eine österreichische "Abriss"-Hupe (sinngemäßer Wortlaut aus eng. italienischer Übersetzung)  :;009


Gruss
Stefan
« Letzte Änderung: 19. Dez. 2008, 12:42 von pinoccio »
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Offline Franz

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Re: Welche Gründe für "Neutral-Hören"?
« Antwort #43 am: 19. Dez. 2008, 12:40 »
Außer Spesen wieder nix gewesen, Stefan. Google mal weiter, ich kann warten. Was du da verlinkt hast, hat mit dem Inhalt deiner Aussage nichts zu tun. Und du scheinst noch nicht verstanden zu haben, daß "Neutralität" ein Ideal ist, also ein Ziel, welches man anstreben kann.

Gruß
Franz

Offline pinoccio

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Re: Welche Gründe für "Neutral-Hören"?
« Antwort #44 am: 19. Dez. 2008, 12:49 »
Außer Spesen wieder nix gewesen, Stefan. Google mal weiter, ich kann warten. Was du da verlinkt hast, hat mit dem Inhalt deiner Aussage nichts zu tun. Und du scheinst noch nicht verstanden zu haben, daß "Neutralität" ein Ideal  ist, also ein Ziel, welches man anstreben kann.

Hab ich schon so verstanden, Franz. Du aber meine Einwände dagegen?  ;)

Deine Silbersand würd ich z.B. nicht zu den Neutralschallwandler (im engeren Sinne) einsortieren. Dazu fehlen nmE zu viele Daten und weitere Messungen, welche aufzeigen, dass die Anforderungen lt. und nach IRT erfüllt sind - das kann man übrigens leicht ergooglen, weil es da schon dutzende Diskussionen darüber gegeben hat (geht ca. bis 2004 zurück) Scheint so, als existieren versch. Auffassungen darüber, was "neutral" genau ist. Ist mE auch nicht verwunderlich, weil oftmals nach individuellen und subjektiven Kriterien die eigenen LS einsortiert werden.

Ein Ideal das ich bei Hifi (für mich) anstrebe ist z.B. nur mein persönlicher Musikgenuss, allerdings unter Berücksichtigung von meinem eigenen Geschmack.

Gruss
Stefan
« Letzte Änderung: 19. Dez. 2008, 12:56 von pinoccio »
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Offline Franz

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Re: Welche Gründe für "Neutral-Hören"?
« Antwort #45 am: 19. Dez. 2008, 13:07 »
Ich warte geduldig immer noch auf den Nachweis deiner Behauptung, daß
Zitat
jeder Hersteller von Schallwandlern und Besitzer derselben, dass seine Hupen immer die neutralsten auf der Welt wären.
das auch so so propagiert. Wie du Lautsprecher einsortierst, ist für mich belanglos.

Hier in diesem thread ging es auch eher darum, wer was warum für sich bevorzugt. "Neutralität" ist ein Begriff, der sich nur technisch fassen läßt.

Gruß
Franz

Offline Kawa

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Re: Welche Gründe für "Neutral-Hören"?
« Antwort #46 am: 19. Dez. 2008, 13:15 »
Kann ich nicht beantworten. Ich höre mit vielen Lautsprechern, manche sind mehr, manche weniger neutral. Neutral ist auch nur eine bestimmte Art der Abstimmung, allerdings eine recht gut definierte.

Offline pinoccio

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Re: Welche Gründe für "Neutral-Hören"?
« Antwort #47 am: 19. Dez. 2008, 13:43 »
Wie du Lautsprecher einsortierst, ist für mich belanglos.

Ich fände es übrigens für die Welt auch absolut belanglos wie ich LS einsortiere würde. Da ich das aber eigentlich eh jedem zugestehe, frag(te) ich ja ständig nach objektiv definierter Neutralität. So lange das nicht definiert ist, sollte der Thread mMn besser heißen: "Wie kam ich zu meinen LS und was schätze ich an ihnen" :)

Ich denke nämlich, dass "Neutralität" (aber auch im Bezug zur Repro) nur technisch zu erfassen ist.

Zitat
Hier in diesem thread ging es auch eher darum, wer was warum für sich bevorzugt. "Neutralität" ist ein Begriff, der sich nur technisch fassen läßt.

Hier im Thread ging es mMn schon um Neutralität als deutlichen und absoluten Bezug.

Eingangspost vom TE:
Zitat
es sind ja einige hier, die mit Monitoren oder sonst wie möglichst neutral hören.

Mich würde mal interssieren, welche Gründe ihr dafür habt. Die Frage ist welche Vorteile Monitore im Studio haben, das ist klar, sondern, warum ihr
privat neutral hört.

Deswegen auch meine Fragen, was man darunter eigentlich verstehen sollte und meine bisherigen Einwände. Bei vielen Herstellern wirst du z.B. viel Geschwurbel dazu finden, dass ihre Wandler Musikinstrumente neutral wiedergeben könn(t)en - und um diese Aussagen ging es mir, denn die finde ich z.B. auch bei Bose.

Gruss
Stefan
« Letzte Änderung: 19. Dez. 2008, 14:24 von pinoccio »
Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hängt mit der Blödheit der Bewunderer zusammen - Heiner Geißler

Offline April Wine

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Re: Welche Gründe für "Neutral-Hören"?
« Antwort #48 am: 19. Dez. 2008, 13:45 »
Moin,
ich habe vom Gerd vor einiger Zeit den AKG 240 DF ( Kopfhörer ) bekommen.

http://www.akg.com/site/products/powerslave,id,253,pid,253,nodeid,2,_language,DE.html

Wäre das, eurer Meinung nach eine neutrale Abstimmung ?
Dann hätte man event. eine gemeinsame Basis.

Gruss Stefan

Offline rossi

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Re: Welche Gründe für "Neutral-Hören"?
« Antwort #49 am: 19. Dez. 2008, 13:55 »
das LS-FG Diagramm im RAR ist darüber zu sehen
ich meinte eigentlich, was wäre, wenn ein LS-FG im RAR so buckel hätte? wie würde dann erst der FG im normalen raum aussehen?

deswegen überlege ich ob es überhaupt nötig ist, neutrale (im RAR) ls zu bauen, wenn es dann sowieso buckelig wird. oder werden buckelige ls daheim noch buckeliger?
jeder kann von jedem lernen.

lieben gruß
oliver

Offline alex8529

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Re: Welche Gründe für "Neutral-Hören"?
« Antwort #50 am: 19. Dez. 2008, 15:07 »
das LS-FG Diagramm im RAR ist darüber zu sehen
ich meinte eigentlich, was wäre, wenn ein LS-FG im RAR so buckel hätte? wie würde dann erst der FG im normalen raum aussehen?

deswegen überlege ich ob es überhaupt nötig ist, neutrale (im RAR) ls zu bauen, wenn es dann sowieso buckelig wird. oder werden buckelige ls daheim noch buckeliger?

Hi Rossi,

na ja so wirklich buckelig ist ja mein Raum nicht .... :book:

1) nicht geglättet

2) Abweichungen ab 500 Hz +/- 2-3 dB

das ist nicht schlecht ... :;111

Nun zu Deinem Hinweis: krummer FG im RAR

1. Möglichkeit

Krummer LS-FG und krummer Raum-FG sind produktiv und können den BSP verbessern

2. Möglichkeit

Krummer LS-FG und krummer Raum-FG sind kontra-produktiv und machen alles viel schlimmer

Meine Meinung

Je besser die Grundlagen ( LS-FG ) je besser sind RA-Maßnahmen planbar und einsetzbar

Grüße Frank
Echtes VooDoo ist, wenn man beim Test 15 Richtige bei 10 Versuchen hat.....

Offline gto

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Re: Welche Gründe für "Neutral-Hören"?
« Antwort #51 am: 19. Dez. 2008, 15:13 »
Müssen wir die Neutralitätsdebatte zum x-ten mal wieder aufleben lassen? Da spucken die Suchmaschinen doch wirklich schon genug darüber aus. :;050

@ Stefan Pinoccio, sei doch nicht so streng, lies halt das Zitat von Wiggels mal so.  
 ...... warum ihr privat unter möglichst neutralen Wiedergabebedingungen hört.

Grüsse Gerd

Offline moby dick

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Re: Welche Gründe für "Neutral-Hören"?
« Antwort #52 am: 19. Dez. 2008, 15:47 »
das LS-FG Diagramm im RAR ist darüber zu sehen
ich meinte eigentlich, was wäre, wenn ein LS-FG im RAR so buckel hätte? wie würde dann erst der FG im normalen raum aussehen?

deswegen überlege ich ob es überhaupt nötig ist, neutrale (im RAR) ls zu bauen, wenn es dann sowieso buckelig wird. oder werden buckelige ls daheim noch buckeliger?

Genau das ist das Problem. Mit Glück wird der Buckel durch den Raum geglättet. Hat man Pech, wird er verstärkt. Ist die Box neutral, sind die Chancen größer, das es etwa passt. Daher sind in dieser Beziehung Aktivboxen im Vorteil. Ich habe aber auch keine und musste die Weiche mühsam optimieren.

Offline April Wine

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Re: Welche Gründe für "Neutral-Hören"?
« Antwort #53 am: 19. Dez. 2008, 16:12 »
Müssen wir die Neutralitätsdebatte zum x-ten mal wieder aufleben lassen? Da spucken die Suchmaschinen doch wirklich schon genug darüber aus. :;050

Grüsse Gerd

Endlich mal ein Traffic-Fred und Du willst ihn abwürgen.  :;055

Ich bin momentan jedenfalls recht zufrieden. Mit meiner jetzigen Hörsituation.
Mal sehen wie lange.  :nanananana:

Gruss Stefan
« Letzte Änderung: 19. Dez. 2008, 17:49 von April Wine »

Offline gto

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Re: Welche Gründe für "Neutral-Hören"?
« Antwort #54 am: 19. Dez. 2008, 16:24 »
OK, halt eh schon die Klappe. :;055

Eins noch, AKG 240 DF, IMHO ja, aber der liegt halt auch nicht bei jedem rum, obwohl einen hätt ich noch frei, weil der 702 ist auch ähnlich abgestimmt, halt noch neutraler. :Eulenspiegel:

Grüsse Gerd

Offline alex8529

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Re: Welche Gründe für "Neutral-Hören"?
« Antwort #55 am: 19. Dez. 2008, 16:28 »
Daher sind in dieser Beziehung Aktivboxen im Vorteil.

FG / Impulsantwort / Phase

Mit und ohne mit FIRTEC: S. 13

http://www.ksdigital.de/download/adm1-blatt.pdf
« Letzte Änderung: 19. Dez. 2008, 16:30 von alex8529 »
Echtes VooDoo ist, wenn man beim Test 15 Richtige bei 10 Versuchen hat.....

Offline Mr. Wiggels

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Re: Welche Gründe für "Neutral-Hören"?
« Antwort #56 am: 19. Dez. 2008, 16:38 »
...irgendwie verstehe ich nicht, dass das alles so schwierig sein soll.

Es würde für diesen Thread völlig ausreichen, wenn jemand einfach nur mal als
Arbeitshypothese davon ausgeht, dass er neutral hört und/oder das mag und dann sagt warum.
Was er daran – von mir aus auch nur theoretisch als Konzept – besser findet.
Er kann es auch nicht mögen und sagen warum.

Natürlich kann man auch fragen, was das eigentlich sein soll – aber muss das jetzt an dieser Stelle sein? Das könnte man doch separat bereden.

Gruß

Offline beamter77

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Re: Welche Gründe für "Neutral-Hören"?
« Antwort #57 am: 19. Dez. 2008, 17:11 »
...irgendwie verstehe ich nicht, dass das alles so schwierig sein soll.

Neutral kann auch als "langweilig" interpretiert werden - sofern man nicht viel davon versteht.
Bei Adam und Eva anfangen - müsig - schätze ich.
Die Lücke, die man hinterlässt, ersetzt einen vollkommen.
"Ich will frei sein", sprach die Marionette ... und schnitt ihre Fäden durch.
Klug ist jeder. Der eine vorher, der andere nachher.

Offline alex8529

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Re: Welche Gründe für "Neutral-Hören"?
« Antwort #58 am: 19. Dez. 2008, 17:14 »
...irgendwie verstehe ich nicht, dass das alles so schwierig sein soll.

Es würde für diesen Thread völlig ausreichen, wenn jemand einfach nur mal als
Arbeitshypothese davon ausgeht, dass er neutral hört und/oder das mag und dann sagt warum.

weil ganz einfach die Fragestellung falsch ist  :;111

Echtes VooDoo ist, wenn man beim Test 15 Richtige bei 10 Versuchen hat.....

Offline pinoccio

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Re: Welche Gründe für "Neutral-Hören"?
« Antwort #59 am: 19. Dez. 2008, 17:37 »
@ Stefan Pinoccio, sei doch nicht so streng, lies halt das Zitat von Wiggels mal so.  
 ...... warum ihr privat unter möglichst neutralen Wiedergabebedingungen hört.

Ich höre gerne neutral, damit ich z.B. ne Aufnahme einer Trompete bei der Reprowiedergabe auch als Trompete erkenne.

Zufrieden?  :,010

Gruss
Stefan
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