Autor Thema: Chris Isaak  (Gelesen 858 mal)

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Offline Enno

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Chris Isaak
« am: 08. Mär. 2008, 23:38 »
Es war das  Jahr 1985.  Ich befand mich im Laden eines mir gut bekannten Schallplattenhändlers. Im Verkaufsraum läuft immer irgend ein Musikalbum.
Im Allgemeinen entspricht das, was da so gespielt wird,  nicht meinen Geschmack, aber an diesem Tage war das anders. Mir  gefiel diese Musik, die igendwie etwas  hatte,
was sie von der Masse der damaligen Neuerscheinungen abhob. Besonders gut gefiel mir auch die von James Calvin Winsey gespielte Gitarre.
Diese Lp eines mir bis dahin völlig unbekannten Künstlers habe ich sofort gekauft, ohne sie bis zum Ende gehört zu haben.
Es war das Debütalbum von Chris Isaak  mit dem Titel "Silvertone". 
Von diesem Tage an interessierte ich mich für diesen Musiker und besitze alle Alben, die er bisher veröffentlicht hat, bis auf Chris Isaak - Christmas (2004), auf das ich gut verzichten kann.

Da wären:
Silvertone (1985)
Chris Isaak (1987)
Heart Shaped World (1989)
Wicked Game (1991)
San Francisco Days (1993)
Forever Blue (1995)
Baja Sessions (1996)
Speak Of The Devil (1998)
Always Got Tonight (2002)

Auf MTV gab es auch einen Auftritt in der Reihe "Unplugged", den ich leider verpasst habe und deshalb nicht auf Video aufnehmen konnte.
Es gibt einige Bootlegs von Live-Auftritten. Ich habe noch die Cd "Shakin", 1991 live in Chicago, bin mir  aber nicht sicher, ob das wirklich eine offizielle CD ist.
Diese Cd ist unbedingt hörenswert, weil man hier auch mal der "Rocker" Chris Isaak mit Coverversionen von Titeln wie "Jack The Ripper"(im Original von Screaming Lord Sutch) 
und "Diddly, Diddly, Daddy" (Im Original von Bo Diddly und in Deutschland 1965 von den Liverbirds bekannt gemacht)  hören kann.

Der 1956 geborene US-Amerikaner mit dem bürgerlichen Namen James Calvin Wilsey studiert Kunst und Anglistik und  verdient danach sein Geld mit Auftritten in Kneipen.
1981 ist er Mitbegründer der Band Silvertone und bringt  1985 sein erstes Solo-Album mit dem Namen  Silvertone heraus.
Mit seinem  ersten Album "Silvertone" hat er noch keinen grossen kommerziellen Erfolg, aber man wird auf ihn aufmerksam.
Für sein zweites Album "Chris Isaak" bekommt er einige Preise und darf im TV auftreten.
Der absolute weltweite Durchbruch  gelingt aber erst mit dem dritten Album und dem Titel "Wicked Game", allerdings erst zwei Jahre nach seiner Veröffentlichung.
Entscheidend für diese ungewöhnlich lange Zeitspanne dazwischen war wohl, dass dieser Titel in dem Film "Wild At Heart" im Jahre 1991 gespielt wurde.
Sicherlich war auch der bereits oben erwähnte Gitarrist James Calvin Winsey für den Erfolg  mitverantwortlich. Die Instrumentalversion von "Wicked Game",
die dann auf dem gleichnamigen Album erschien gefällt mir persönlich noch besser als die Vocalversion.
Alle danach veröffentlichten Alben konnten aber nur ansatzweise an diesen grandiosen Erfolg anschliessen.

Die Musik von Chris Isaak emfinde ich als sehr entspannend und niemals als aufdringlich.
Ich besitze außerdem eine DVD  von einem Mitschnitt eines TV-Auftritts. Sie enthält 11 Titel und wird durch 2 Titel von Raul Malo, dem früheren Sänger der Mavericks ergänzt,
der sich seit einigen Jahren seiner Solokarriere widmet.
Diese DVD ist heutzutage äusserst günstig  zu bekommen.
Sollte Chris Isaak irgendwann ein Konzert geben, das ich besuchen kann, werde ich dabei sein.
Gruß
Enno