Autor Thema: The Death of High Fidelity - In the age of MP3s,sound quality is worse than ever  (Gelesen 11696 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline PeZett

  • Jr. Member
  • **
  • Beiträge: 63
Stefan,

...ich kann nicht glauben, dass eine Produktion absichtlich klanglich mies gemacht wird um ein bestimmtes Publikum
zu erreichen. Aber um ein bestimmtes Publikum wird die Produktion so gemacht, dass sie der Zielgruppe gefällt
und das Ergebnis ist dann vielleciht mies - oder: um einen  Mainstream zu befriedigen wird gerade so viel Aufwand
getriebn, wie noch so eben nötig ist - im Endergebnis kommt was Mieses raus und niemanden stört´s, weil es
ja "alle so wollten".

Franz,

wir dürfen wohl nicht annehmen, dass ein klanglich gutes Album (Beispiel "Tusk") nur des Klanges willen
gekauft wird. Musikalisch ist Rumours vielleicht besser beim Publikum angekommen.

Gruss

Offline pinoccio

  • Sr. Member
  • *****
  • Beiträge: 3756
  • Beiträge (OFF-Topic): 2776549
Stefan,

...ich kann nicht glauben, dass eine Produktion absichtlich klanglich mies gemacht wird um ein bestimmtes Publikum
zu erreichen. Aber um ein bestimmtes Publikum wird die Produktion so gemacht, dass sie der Zielgruppe gefällt
und das Ergebnis ist dann vielleciht mies - oder: um einen  Mainstream zu befriedigen wird gerade so viel Aufwand
getriebn, wie noch so eben nötig ist - im Endergebnis kommt was Mieses raus und niemanden stört´s, weil es
ja "alle so wollten".

Ok.. Publikum in dieser Definition ist sicherlich "mies" (  :;036 )  von mir ausgedrückt. Es gibt allerdings nicht von ungefähr Effektfilter, die ein gewisses "Low-End" auf "klinisch-reine" Produktionen überstülpen. Wer sich zB (Mainstream)Produktionen von Moby und Faithless anhört, merkt sehr schnell, dass da bewusst und sogar sehr stilvoll am "Dreckhahn" gedreht wurde. Frage: Sind das  nun ein musikalische Aspekte oder Effekte bzw. Attribute, welche von "billigen" Produktionen herrühren?

Nein, ich möchte jetzt nicht mit dem Beispiel "Zombies" von den Cranberries belästigen :,010 Oder eigentlich doch...  :;011  Es ist für mich nämlich (neuerdings) immer wieder interessant, wie "höherwertige Reproduktionsmaschinen" an diesem (o.ä.) Musikbeispiel scheitern können (können!) Damit erübrigt sich (für mich) schon die Frage wer an der Musik oder deren Aussage näher dran sei: Der, der hochwertig hört (aber genau deswegen den Sinn nicht erfassen kann) oder der, der minderwertig hört, aber den Sinn letztendlich schneller begreift. Mitunter ist die bewusste Reduktion auf minderwertige Abhöre (>eine Woche mit Ghettoblaster  :;009 ) vielleicht nichtmal so schlecht, um den Sinn wieder etwas gerade zu rücken (> aber oh weih, das muss man nicht tun. Ziehe sich jetzt bitte ja keiner diese Schuhe an  :to_drink: )

Denke auch, dass man sich anno 2008 vielleicht bewusst werden sollte, dass eben klanglich gute Produktionen nicht viel Geld kosten müssen. Ich finde da keinen direkten (oder pauschalen) Zusammenhang mehr, wenn ich mir zB Produktionen von "DMP" anhöre (digitaler Livemitschnitt - auf späteres Nachbearbeiten wurde *bewusst* verzichtet) so leuchtet mir nicht ganz ein, warum diese Produktionen teuerer sein müssten, als zB jene, die ein teures Nachmastern benötigen bzw. tätigen. Mir bleiben mehr Fragen als Antworten...

Zitat
wir dürfen wohl nicht annehmen, dass ein klanglich gutes Album (Beispiel "Tusk") nur des Klanges willen
gekauft wird. Musikalisch ist Rumours vielleicht besser beim Publikum angekommen.

Eben. Zur damaligen Zeit konnte ich das  - mit meinem damaligen Geraffel, der Klang war wirklich nur sekundär - auch nicht nachvollziehen. "Rumors" kam bei mir auch musikalisch wesentlich besser an... (> muss aber auch nix heißen, bin schließlich auch nur Konsument)

Vielleicht ist aber auch alles nur Zufall und wir machen uns zu viele Gedanken...

Gruss
Stefan
« Letzte Änderung: 03. Jan. 2008, 16:26 von pinoccio »
Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hängt mit der Blödheit der Bewunderer zusammen - Heiner Geißler

Offline gto

  • Team-Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 5547
Guter Klang ist eben nur ein Teil der Geschichte, Musikerleben zum Glück für mich nicht davon Abhängig, wenns passt, dann ein nettes Zubrot, aber keine Voraussetzung.
Wäre dem so, dann würde das, wie von Axel tituliert, einer Zugangsverhinderung gleich kommen.
Is aber halt eine sehr individuelle Geschichte, weil der eine schneller und intensiver unter "Mängel" leidet als der andere.
Immer auch Genre bezogen, oder wollt ihr z.B. LoFi auf Pling Plang Plong remastern?  :;046
Wie schon oft erwähnt gehts ja auch oft in die andere Richtung, super Klangqualität aber musikalisch öde leer und seelenlos.
Wie immer, die Perlen sind halt auch nur welche weils die nicht täglich vom Himmel schneit.  :)

Grüsse Gerd

Offline pinoccio

  • Sr. Member
  • *****
  • Beiträge: 3756
  • Beiträge (OFF-Topic): 2776549

Wie schon oft erwähnt gehts ja auch oft in die andere Richtung, super Klangqualität aber musikalisch öde leer und seelenlos.

Gerdi.... Ha!

Es gäbe da druff übrigens ein tolles Gegenargument. Nein, ich sag jetzt nichts...  :Eulenspiegel:

Zitat
Is aber halt eine sehr individuelle Geschichte, weil der eine schneller und intensiver unter "Mängel" leidet als der andere.

Find ich auch  :to_drink:

Gruss
Stefan
Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hängt mit der Blödheit der Bewunderer zusammen - Heiner Geißler

Offline PeZett

  • Jr. Member
  • **
  • Beiträge: 63
... es wurde allgemein noch langsamer auch mal ein Musiker aufgebaut, also nicht gleich aufgrund von fehlenden Verkaufszahlen wieder aus den Majorlabeln rausgekickt.
Heute wird imho mehr verheizt, auch Menschen

Ausserhalb des Mainstream würde ich die Veränderung auch eher geringer einschätzen

Gruss
Lia


Da kann ich mir kein Urteil drüber erlauben, ob grosse Label früher eher einen Künstler
"aufgebaut" haben, als das heute der Fall ist. Die Beatles zum Beispiel (Anfang der 60er
sicher zentraleuropäischer Jugend-Mainstream...) sind wohl echte shootingstars gewesen,
ein behutsamer Aufbau war da gar nicht nötig. Die waren ruckizucki oben bzw. ihre Kurve
zeigte wohl so rechtzeitig in die richtige Richtung, dass sie gute Verträge abschliessen konnten.
(Vielleicht haben sie auch nur Glück mit ihrem Manager gehabt - nach dessen Verschwinden
ging es ja angebl. kommerziell nicht mehr so gut. Zusammenhang oder Zufall?)

Der Aufbau eines Künstlers und die sorgfältige technische Umsetzung bei der
Musikaufnahme sind aber m.E. auch nicht zwangsläufig das Gleiche. Klar - in
beiden Fällen geht es um´s liebe Geld aber gibt es nicht auch gut abgemischte
Produktionen von "Eintagsfliegen" (== One-Hit-Wonder) bzw. lausig aufgenommene Dauerbrenner?

Überhaupt - was oder wen einen Musiker/Künstler am Leben erhält, ist von so vielen
Faktoren abhängig... ...der Klang oder Nichtklang der Tonträger wird´s sicher nicht
richten.

Ich stimme Dir natürl. in dem Punkt zu, dass die Haltbarkeitsdauer von Hits allgemein
abnehmend ist.

/Stefan

...nach dem klanglichen Unterschied zu damaligen Nicht-Mainstream-Produktionen fragst Du?

Schwierig, schwierig - nehmen wir mal wieder die Beatles: ihre Aufnahmen waren meines
Erachtens eigentl. immer über jeden Zweifel erhaben obwohl damals hip und an der Chartspitze
im Vergleich dazu sind mir sehr frühe Pressungen von "Sweet Smoke" (eher kein Mainstream, wenn
auch in bestimmten Kreisen sehr angesagt) als etwas "schwächelnd" (im klanglichen Sinne) in
Erinnerung (...müsste ich nochmal rauskramen - habe da noch ´ne LP von herumstehen....).
Ich glaube, dass man da nicht pauschal sagen kann: Indipendent = sorgfältig produziert und abgemischt
bzw. Mainstream = lieblos zusammengekloppt.

Dass ein "Low-End"-Effekt bewusst eingesetzt werden kann, um als Stilmittel zu fungieren, dürfte
ausser Frage stehen. Aber ist dieser Effekt in der Produktion kostengünstiger? Kann ich kaum glauben.
Man muss doch gar nicht immer wieder nachmastern und nochmal und nochmalnochmal und dabei viel
Geld verpulvern... ...direkt am Anfang einmal richtig und gut is´, oder?

Reduziert man sich auf die Botschaft in einem Musikstück, ist´s u.U. eh`nicht weit her, mit dem Wohlklang.
Kommt halt drauf an, was zum Ausdruck kommen soll: beeindruckende Virtuosität oder gesellschaftliche
Aufrüttelung!



Gruss




****edit****

...für mich abschliessend kann ich nur noch mal wiederholen: ist das ganze
Gezeter über den Klangverlust gegenüber der "guten alten Zeit" wirklich
so gerechtfertigt oder neigt man dazu, das Gewesene zu verklären und meint,
sich an Dinge zu erinnern, die es auf so breiter Basis gar nicht gegeben hat ?

****
« Letzte Änderung: 03. Jan. 2008, 17:00 von PeZett »

Offline pinoccio

  • Sr. Member
  • *****
  • Beiträge: 3756
  • Beiträge (OFF-Topic): 2776549
Peter (> richtig? :) )

Zitat
Man muss doch gar nicht immer wieder nachmastern und nochmal und nochmalnochmal und dabei viel
Geld verpulvern... ...direkt am Anfang einmal richtig und gut is´, oder?

Vielleicht ein Verständigungsproblem*. Nachmastern ist bei neuen Produktionen üblich und kostet _zusätzlich_ Geld. Ebenso wohl auch bei Mainstreamproduktionen. Nur ist die Frage, was für Spezialisten dort sitzen und für was für eine Zielgruppe und für was für einen Einsatzzweck gemastert wird.

Hatte ich letztens auch mal verwechselt  :;034 , hier ist es  - imho - gut nachlesbar: http://de.wikipedia.org/wiki/Mastering_%28Audio%29

Zitat
Dass ein "Low-End"-Effekt bewusst eingesetzt werden kann, um als Stilmittel zu fungieren, dürfte
ausser Frage stehen. Aber ist dieser Effekt in der Produktion kostengünstiger?

Er ist sicherlich nicht teuer. Teuer dürfte die benötigte Zeit sein, um zu erkennen, WIE und WO er eingesetzt wird bzw. WIE und WO man die komplette Musik damit beeinflusst. Kann mMn sehr zeitintensiv sein...


Gruss
Stefan
« Letzte Änderung: 03. Jan. 2008, 17:04 von pinoccio »
Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hängt mit der Blödheit der Bewunderer zusammen - Heiner Geißler

Offline PeZett

  • Jr. Member
  • **
  • Beiträge: 63


Vielleicht ein Verständigungsproblem*. Nachmastern ist bei neuen Produktionen üblich und kostet _zusätzlich_ Geld. ...


...das hatte ich schon so verstanden - klar ´kostet zigfaches Nachmastern Geld - eben deshalb am Anfang richtig und gut is`
(das meinte ich...)

...
Er ist sicherlich nicht teuer. Teuer dürfte die benötigte Zeit sein, um zu erkennen, WIE und WO er eingesetzt wird bzw. WIE und WO man die komplette Musik damit beeinflusst. Kann mMn sehr zeitintensiv sein...
...

...na eben - der LowEnd-Effekt ist (teures, weil arbeitsintensives) Stilmittel und an dieser Stelle keine "Krücke für Sparfüchse" - so hoffte ich mich
auch ausgedrückt zu haben.

Egal - wir sind uns da wohl einig.

Gruss
« Letzte Änderung: 03. Jan. 2008, 17:08 von PeZett »

Offline pinoccio

  • Sr. Member
  • *****
  • Beiträge: 3756
  • Beiträge (OFF-Topic): 2776549
Yepp

Nachmastern kostet Geld. Aber es gibt audiophile Produktionen da wurde nicht nachgemastert und die klingen gut > also weniger Kosten. Guter Klang find ich deswegen  - pauschal - nicht als Kostenfrage.

Ansonsten  :to_drink: (> wäre aber auch bei kompletter Uneinigkeit  :toolaughing: )

Gruss
Stefan
Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hängt mit der Blödheit der Bewunderer zusammen - Heiner Geißler

Offline gto

  • Team-Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 5547
Und jammern wirds nicht richten, in Zeiten des I-Nets is es doch ein leichtes eine Plattform pro Wohlklang  zu gründen.
Dann nettes Logo, paar T-Shirts und jährliche Demo. Look Mam 0 Dynamics :;009

Nö, Spaß beiseite, wir können ja einen Fred Mastermüll starten und schauen was da so drin landet. :;008

Grüsse Gerd

Offline Franz

  • Hero Member
  • ****
  • Beiträge: 822
Kehren wir doch bitte mal wieder zum Ausgangsposting zurück. In dem link wird doch glasklar beschrieben, worum es geht:

Zitat
Over the past decade and a half, a revolution in recording technology has changed the way albums are produced, mixed and mastered — almost always for the worse. "They make it loud to get [listeners'] attention," Bendeth says. Engineers do that by applying dynamic range compression, which reduces the difference between the loudest and softest sounds in a song. Like many of his peers, Bendeth believes that relying too much on this effect can obscure sonic detail, rob music of its emotional power and leave listeners with what engineers call ear fatigue. "I think most everything is mastered a little too loud," Bendeth says. "The industry decided that it's a volume contest."

Das ist doch simpler Fakt. Und ich frage erneut: Ist das nötig? Wenn ja, warum? Wenn nicht, warum kaufen wir so einen Müll? Das würde mich mal interessieren.

Gruß
Franz

Offline PeZett

  • Jr. Member
  • **
  • Beiträge: 63
...meiner Ansicht nach ist´s breitbandiger Zeitgeschmack (...schrieb ich schon, sorry für die WDH) - akustisch
Überbetontes scheint "In" zu sein (...genauso wie visuell Überbetontes... ...sorry, schrieb ich auch schon).

Warum kaufen wir den Müll ? Tue ich doch so gut wie gar nicht ... (oder glaube ich zumindest nicht)
Aber vielleicht sehe (höre) ich das falsch - ich könnte ja mal meine letzten 10 - 15 gekauften
Medien hier posten und hörgeschulte Kenner könnten ja dann ihr Urteil darüber abgeben, ob
das totkomprimierter Müll ist (...dann wüsste ich, was an meinen Ohren dran ist - oder eben nicht).

Gruss

Offline lia

  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 271
Hallo Franz

Ich befürchte, mit dem Wir kommen wir nicht weiter  ;)
Das Alter der Mainstream kaufenden und Radio und MTVhörenden Zielgruppe haben wir (Ja, auch ich schon ;)) wohl knapp überschritten  :;111 :;055
Nichtsdestotrotz kauf ich mir ab und an mal son Müll, weil ich zuweilen die Musik mag und man es sich eben leider nicht aussuchen kann, wie es gemastert ist

Ich glaube nicht mal, dass es der Zielgruppe so anders geht. Ich hör im Laden häufiger Beschwerden über kreischende Aufnamen, nur auf die Musik verzichten will natürlich auch keiner
Nötig ist das sicher nicht

Gruss
Lia

Offline pinoccio

  • Sr. Member
  • *****
  • Beiträge: 3756
  • Beiträge (OFF-Topic): 2776549
Hmm... ich bin immer noch der Meinung, dass das "Kreischen" (oder eine enorme "Frische"  :toolaughing: ) von Aufnahmen nicht unbedingt auf Dynamikkompression alleine zurückzuführen ist. Bis man mit der Verunstaltung wie zB bei Katja Werker "Leave That Thing Behind" ankommt... das dauert....

Obige Produktion war mal irgendwo ein audiophiler Tipp  :resp:

Gruss
Stefan
Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hängt mit der Blödheit der Bewunderer zusammen - Heiner Geißler

Offline PeZett

  • Jr. Member
  • **
  • Beiträge: 63
...

Nichtsdestotrotz kauf ich mir ab und an mal son Müll, weil ich zuweilen die Musik mag und man es sich eben leider nicht aussuchen kann, wie es gemastert ist

Ich glaube nicht mal, dass es der Zielgruppe so anders geht. Ich hör im Laden häufiger Beschwerden über kreischende Aufnamen, nur auf die Musik verzichten will natürlich auch keiner
Nötig ist das sicher nicht

Gruss
Lia



Jau - recht treffend formuliert!

Da wären wir dann wieder bei der Feststellung, dass sich über den Klang alleine keine
Produktion en masse verkaufen lässt bzw. umgekehrt ein Chartbreaker nicht in der Käufer-
gunst sinkt, wenn die Aufnahmequalität mässig ist.

Gruss

Peter

Offline PeZett

  • Jr. Member
  • **
  • Beiträge: 63
...und einen "Nachsatz" erlaube ich mir noch:

Es fällt recht schwer, einen Musiktitel klanglich zu berwerten, wenn der
Stil des Titels so rein gar nicht gefällt. Die nötige "Neutralität" zur Bewertung
zu bewahren ist nicht so einfach, wenn einen der Brechreiz ob der Musikrichtung
überkommt - so etwas muss man üben (wollen) und das fällt auch dem ein oder
anderen Tester anfänglich nicht so leicht.

Das stelle ich mir jedenf. so vor und habe doch ehrlicherweise selbst auch mal ´n Problem damit.
Wenn  ich die Mucke Sch... finde, schalten meine Ohren vielleicht schneller ab.

Ähnlich ist´s mir auch mit der von Franz zitierten neuen Springsteen/E-Band-CD gegangen:
die (möglicherweise) schlechte Aufnahme habe ich gar nicht wahrgenommen. Ich war
etwas enttäuscht über das "Wie" der Darbietung - etwas, dass sich aus dem Klang heraus
nicht erklären lässt. Nun habe ich die ersten Songs aber auch im Radio gehört und da
schwächelte Springsteens Organ sowieso etwas - vielleicht auch hier wieder ein bewusste
Zurücknahme der Gesangsspur: schliessl. ist d. gute Bruce auch keine 30 mehr und hat vielleicht
nicht mehr so viel Kraft in den Stimmbändern, das muss der Tonmeister dann etwas
kaschieren.
Die Darbietung gefiel mir jedenf. nicht richtig - und so legte ich´s gedanklich zur Seite.

Gruss

Peter
« Letzte Änderung: 04. Jan. 2008, 09:42 von PeZett »

Offline pinoccio

  • Sr. Member
  • *****
  • Beiträge: 3756
  • Beiträge (OFF-Topic): 2776549
...für mich abschliessend kann ich nur noch mal wiederholen: ist das ganze
Gezeter über den Klangverlust gegenüber der "guten alten Zeit" wirklich
so gerechtfertigt oder neigt man dazu, das Gewesene zu verklären und meint,
sich an Dinge zu erinnern, die es auf so breiter Basis gar nicht gegeben hat ?


Moin Peter

Ich glaube schon, dass man frühere Aufnahmen mit einer gewissen Verklärung betrachten kann. Vielleicht war es "damals" nicht die Dynamikkomprimierung ansich, sondern nur eine insg. mangelhafte Qualität, was zB auch eine gewisse Durchhörbarkeit betreffen könnte. Ich wüsste aus dem Stehgreif auch nicht, wieso verlustbehaftetes Overdubbing oder Abmischen per Analogbänder besser sein sollte als (verlustfreies) digitales...  ?? Vielleicht hab ich auch gerade einen Gedankenfehler...  ??  :,010

Gruss
Stefan


Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hängt mit der Blödheit der Bewunderer zusammen - Heiner Geißler

Offline PeZett

  • Jr. Member
  • **
  • Beiträge: 63
Stefan

...welcher Technik da in klangl. hinsicht der Vorzug zu geben wäre,
kann ich auch nicht pauschal sagen. Dazu gibt es auch zu viele Negativ-
Beispiele auf beiden Seiten.

Vielleicht spanne ich den zeitl. Bogen auch zu weit, wenn ich "damals" meine...
...möglicherweise weiter, als es im R.S.-Artikel gemeint ist. Schliesslich gab
es auch schon vor MP3 und Home-PC-Entertainment ein "digitales Zeitalter".
Wie auch immer - "Klang-Brei" ist nicht unbedingt ´ne Folge der verwendeten
Technik sondern eher deren (falscher) Anwendung.

Gruss

Peter

Offline Franz

  • Hero Member
  • ****
  • Beiträge: 822
Hallo lia,

Zitat
Ich befürchte, mit dem Wir kommen wir nicht weiter 
 

Ja, du hast Recht. Ich gehe zu sehr dabei von mir aus. Will das auch nicht verallgemeinern. Ich kann und will ja nur für mich sprechen. Auch ich hab natürlich jede Menge Tonträger allein wegen der Musik, weniger wegen der Tonqualität. Das ist ja auch nicht weiter schlimm. Ich möchte doch nur daran appellieren, daß es auch anders, d.h. tontechnisch gesehen, besser gemacht werden könnte.

Gruß
Franz

Offline Franz

  • Hero Member
  • ****
  • Beiträge: 822
Hallo Stefan,

Zitat
Ich glaube schon, dass man frühere Aufnahmen mit einer gewissen Verklärung betrachten kann. Vielleicht war es "damals" nicht die Dynamikkomprimierung ansich, sondern nur eine insg. mangelhafte Qualität, was zB auch eine gewisse Durchhörbarkeit betreffen könnte.

Ich lade dich hiermit herzlich zu einem Hörbesuch bei mir ein. Dann werde ich dir mal "frühere Aufnahmen" aus den 50er/60/70er Jahren im Vergleich zu heutigen Aufnahmen - vorwiegend aus dem Pop-Bereich vorspielen. Danach wirst du nie wieder von einer "insg. mangelhaften Qualität" sprechen wollen. :;049 :,010 Das Gegenteil ist eher der Fall. Es sei denn, du willst und kannst das nicht mehr heraushören. :;055 :;111

Gruß
Franz


Offline pinoccio

  • Sr. Member
  • *****
  • Beiträge: 3756
  • Beiträge (OFF-Topic): 2776549
Hi Peter

Vielleicht spanne ich den zeitl. Bogen auch zu weit, wenn ich "damals" meine...
...möglicherweise weiter, als es im R.S.-Artikel gemeint ist. Schliesslich gab
es auch schon vor MP3 und Home-PC-Entertainment ein "digitales Zeitalter".
Wie auch immer - "Klang-Brei" ist nicht unbedingt ´ne Folge der verwendeten
Technik sondern eher deren (falscher) Anwendung.

Eben. (oder vielleicht manchmal auch garkein Fehler, sondern ein bewusstes Stilmittel  :,010)

Es wäre interessant zu wissen, was für Aufnahmen mit "früheren guten Aufnahmen" genau gemeint ist. Es gibt auch "frühere Aufnahmen" die auch eine Art Klangbrei sein könnten - auch wenn sie unkomprimiert waren... Ich erinnere mich im Moment gar nicht so an viele gute frühere Aufnahmen...  :ueberleg: 

Gruss
Stefan

Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hängt mit der Blödheit der Bewunderer zusammen - Heiner Geißler

Offline Franz

  • Hero Member
  • ****
  • Beiträge: 822
Zitat
Es wäre interessant zu wissen, was für Aufnahmen mit "früheren guten Aufnahmen" genau gemeint ist.

Na, sowas hier reicht schon völlig aus, um das aufzuzeigen:

http://en.wikipedia.org/wiki/Dot_Records

http://www.bsnpubs.com/dot/dotstory.html

Ich habe etliche Aufnahmen dieses labels. Die Aufnahmequalität ist superb. Da können sich manche Möchtegern-Toningenieure noch heute eine dicke Scheibe von abschneiden.

Gruß
Franz

Offline PeZett

  • Jr. Member
  • **
  • Beiträge: 63
Beim Blick auf d. Label geht mir eines durch den Sinn:
Neben dem Abmischen ansich, ist doch auch der Herstellungs-
prozess des Mediums (hier dann eigentl. Vinyl...) für den
Klang verantwortlich? Ich frage deshalb,weil ich der
Ansicht bin, dass dies (zumindest im rein analogen Zeitalter) einmal
eine Rolle gespielt hat.

Hierzu ein Beispiel: als Led Zeppelin noch ausschliesslich auf Atlantic
erschienen ist, war die Klangquali. annehmbar. Danach tauchten Ver-
öffentlichungen auf Swan-Song auf und aus war`s mit der Hörbarkeit.
Klanglich war das Essig! Aber ist dieser Matsch schon im Studio entstanden
oder erst im weiteren Verlauf der Produktion (Pressung)?

Ähnlich dürfte es sich doch auch heute noch verhalten - besonders
bei Wiederauflagen ist es doch relevant, welches Quellmaterial zur
Verfügung gestanden hat oder sehe ich das falsch?

Gruss
« Letzte Änderung: 05. Jan. 2008, 19:26 von PeZett »

Offline Franz

  • Hero Member
  • ****
  • Beiträge: 822
Zitat
Beim Blick auf d. Label geht mir eines durch den Sinn:
Neben dem Abmischen ansich, ist doch auch der Herstellungs-
prozess des Mediums (hier dann eigentl. Vinyl...) für den
Klang verantwortlich? Ich frage deshalb,weil ich der
Ansicht bin, dass dies (zumindest im rein analogen Zeitalter) einmal
eine Rolle gespielt hat.
 

Ich habe die Dot-Aufnahmen als CD. Als Vergleich habe ich von den gleichen Interpreten Aufnahmen anderer labels. Als Beispiel nehme ich mal Paul Anka. Die Aufnahmen auf der Dot CD klingen wesentlich ruhiger, es scheint mehr headroom drauf zu sein. Du kannst höher pegeln, ohne daß der klang lästig wird. Insgesamt zeichnen sich die Dot-Scheiben durch ein wunderbar musikalisches Klangbild aus. Ja, ich weiß. Alles wieder geschwurbelt, aber so höre ich es eben. Andere Aufnahmen dieser Lieder auf anderen labels, vor allem sog. "remasterte" klingen dagegen grausam.

Aber will hier nicht länger faseln, bringt eh nichts. Die allermeisten wissen gar nicht, was ich meine. Eigentlich hilft da nur eins: Sich vor den Lautsprecher setzen und sich das selbst mal anhören. Dann könnte es einigen vielleicht aufallen, was ich meine.

Gruß
Franz

Offline PeZett

  • Jr. Member
  • **
  • Beiträge: 63
@Franz


nee, nee - das glaube ich Dir schon... ...aber für die DOT-CD
ist doch niemand nochmal in`s Studio gegangen, bzw. niemand hat
sich noch einmal ans Pult gesetzt, oder?
(edit: ..es sei denn, auf DOT sind völlig andere Stücke erschienen, wie
auf den CDs anderer Labels... ...aber bei Anka denke ich, liegt da
in beiden Fällen "altes" Quellenmaterial vor, dass vor "Urzeiten" mal
abgemischt wurde und in den Nachpressungen "nur" nachbearbeitet
worden ist...)

Gruss

Peter
« Letzte Änderung: 05. Jan. 2008, 20:04 von PeZett »

Offline pinoccio

  • Sr. Member
  • *****
  • Beiträge: 3756
  • Beiträge (OFF-Topic): 2776549
Beim Blick auf d. Label geht mir eines durch den Sinn:
Neben dem Abmischen ansich, ist doch auch der Herstellungs-
prozess des Mediums (hier dann eigentl. Vinyl...) für den
Klang verantwortlich? Ich frage deshalb,weil ich der
Ansicht bin, dass dies (zumindest im rein analogen Zeitalter) einmal
eine Rolle gespielt hat.

Freilich. Meistens gibt es für LP o. CD auch ein spezielles Mastering (> nicht remastering gemeint) Es gibt auch aus der Vergangenheit wo nicht gerade wenig *gute* Aufnahmen sog. AAD Überspielungen auf CD waren. Nur... diese Aufnahmen waren nicht besser als die, die heute möglich sind.

Zitat
Hierzu ein Beispiel: als Led Zeppelin noch ausschliesslich auf Atlantic
erschienen ist, war die Klangquali. annehmbar. Danach tauchten Ver-
öffentlichungen auf Swan-Song auf und aus war`s mit der Hörbarkeit.
Klanglich war das Essig! Aber ist dieser Matsch schon im Studio entstanden
oder erst im weiteren Verlauf der Produktion (Pressung)?

Es gibt bestimmt vielerlei Möglichkeiten warum und wieso. Möglicherweise vom Mastertape nicht richtig überspielt (also diverse Bandeinstellungen mißachtet) oder schlicht und einfach kein Zugriff auf das Mastertape, sondern nur auf eine bereits für LP bearbeitete Version...und und und (?)


Zitat
Ähnlich dürfte es sich doch auch heute noch verhalten - besonders
bei Wiederauflagen ist es doch relevant, welches Quellmaterial zur
Verfügung gestanden hat oder sehe ich das falsch?Gruss

Denke schon, dass man das so sehen muss. Aber freilich schützt die gute Qualität des Quellmaterials nicht vor schlechten Überspielungen. Aber.. es sind letztlich nur Überspielungen die auch für ein "falsches Medium" produziert wurden. Damals nutzte man Tape o. LP. Heute sind es digitale Medien und diese decken manchmal schonungslos jeden Fehler auf, welcher in der Vergangenheit per Aufnahme gemacht wurde - aber man gar nicht als Fehler bezeichnen kann, weil man es ja nicht hörte.

_Könnte_ so sein... hier müsste wohl ein Tonmensch ran um uns aus der Tiefe zu berichten   :anbet:

@ Franz

Zitat
Aber will hier nicht länger faseln, bringt eh nichts. Die allermeisten wissen gar nicht, was ich meine. Eigentlich hilft da nur eins: Sich vor den Lautsprecher setzen und sich das selbst mal anhören. Dann könnte es einigen vielleicht auffallen, was ich meine.

Ich weiß schon was du meinst, kenne auch genügend Remasterversionen die den diversen Zeitgeist widerspiegeln, wo diese Bearbeitungen entstanden. Hauptmanko bei überkandidelter Dynamikkompression (auch neuen Aufnahmen) sehe ich - subjektiv u.a. - mehr bei mangelnder Tiefenstaffelung. Nur.. ich kenne Aufnahmen aus der Vergangenheit (ob LP o CD) die bieten bei weitem nicht die jetzige und mögliche Klangqualität bzw. Klangvolumen. Sie bieten/boten sie erst recht nicht, wenn man sich auch die diverse Komplexität von (heutiger) möglicher Misch-Instrumentierung anhört. Heißt für mich auch: Dass auch Aufnahmen -auch wenn sie eine große Dynamik besitzen- trotzdem mit diversen klanglichen Mängeln behaftet sein können. Ich glaube auch, dass es heute für Laien äußerst einfach ist, sog. Aufnahmen  - die einen möglichst großen Headroom haben - selbst zu erstellen. Diese kleine euphorische Zwischenphase gabs mal ein paar Jahre mit DAT (alles nur mM)

Gruss
Stefan
« Letzte Änderung: 05. Jan. 2008, 22:23 von pinoccio »
Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hängt mit der Blödheit der Bewunderer zusammen - Heiner Geißler

Offline pinoccio

  • Sr. Member
  • *****
  • Beiträge: 3756
  • Beiträge (OFF-Topic): 2776549
Mal die "Gegenseite"...  :,010

Bin ja bekennender Linkin Park Gelegenheitshörer...


© Amazon.de

Diese Scheibe ist sicherlich stark dynamikkomprimiert . Aber mE gehören die einsetzenden "Bretter oder Schallbrettwände" durchaus zu dieser Art von Musik dazu. Glaube auch weniger, dass zuviel Dynamik brauchbar wäre um eben diesen "brettharten" musikalischen Effekt erzeugen zu können (man muss es mal gehört haben  :,010 )

Titel "Somewhere i belong" (per Wavelab ca. 10dB durchschnittliche Dynamik)



Um jetzt die Sache noch verwirrender zu machen findet sich im Booklet die Info, dass das Mastering von Bernie Grundman gemacht wurde. Hier mal ein zufälliges Googleergebnis, was dieser so alles verbrochen hatte:

http://www.audiophile-lp-cd.de/scripts/test.php?Kat=2&Showprod=223&todo=Showprod&lan=de
http://www.reson.de/product_info.php?info=p134_GRV1009.html

Außerdem war an obiger Produktion Brian Gardner mitbeteiligt. Finden sich solche Dinge: http://www.dacapo-records.com/Archiv/LeForum/200612-LeForum.pdf

Ich denke also, dass "Meteora" alles andere als billig oder gar "stümperhaft" produziert wurde. Aufmachung, Design, 20-seitiges Booklet, 17 minütiger Film und  - mMn - auch der Sound sprechen eine ganz eindeutige Sprache in Richtung "sehr aufwändig". Ich bin hier sehr frech und behaupte, vielleicht auch etwas gewagt, dass solche Aufnahmen früher überhaupt nicht möglich waren.

Meine Frage ist nun: Woran liegt es, dass der eine diese Aufnahme als "schlecht" (vermurkst, weil dynamikkomprimiert?) und der andere sie event. als "sehr gut - gut" bezeichnen kann?

Gruss
Stefan
« Letzte Änderung: 05. Jan. 2008, 23:02 von pinoccio »
Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hängt mit der Blödheit der Bewunderer zusammen - Heiner Geißler

Offline Franz

  • Hero Member
  • ****
  • Beiträge: 822
Zitat
Meine Frage ist nun: Woran liegt es, dass der eine diese Aufnahme als "schlecht" (vermurkst, weil dynamikkomprimiert?) und der andere sie event. als "sehr gut - gut" bezeichnen kann?

Eigentlich ganz einfach, nämlich: Wie stelle ich mir diese Aufnahme vor? Wie sollte sie meiner Meinung nach klingen? :;036 Es gibt keinen objektiven Maßstab.

Gruß
Franz

Offline pinoccio

  • Sr. Member
  • *****
  • Beiträge: 3756
  • Beiträge (OFF-Topic): 2776549
Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hängt mit der Blödheit der Bewunderer zusammen - Heiner Geißler

Offline PeZett

  • Jr. Member
  • **
  • Beiträge: 63
In der Tat ein ebenfalls interessanter Artikel.

@Franz - Deine Frage "Warum diese Klang- & Dynamikspielereien" dürfte
auch in folgendem Abschnitt des Artikels Antwort finden:

Zitat:
Die mit einem
Kompressor bearbeiteten Versionen
blühten über das ITR
10 förmlich auf; die große
Dynamik der unbearbeiteten
Stücke überforderte das kleine
Röhrenradio.
Womit wir bei einem weiteren
Vorzug der Kompression
sind: Besser die Aufnahme begrenzen
als die Anlage in die
Begrenzung fahren.


Es dürfte, wie hier schon mehrfach angeklungen, mit den
heutzutage vorhandenen Hörgewohnheiten (zumindest der breiten
Masse) zu tun haben, dass die Tonmeister zu diesen Mitteln greifen.
In Deinen Ohren wird das (wenn´s der Tondruide übertrieben hat) wohlmögl.
keine befriedigenden Ergebnisse bringen, weil Du Dir eine gute Aufnahme
eben anders vorstellst (und auch das dafür notwendige Wiedergabe-Equipment
hast).

Immerhin geht es darum, eine über die Jahre gewachsene Branche am
Leben zu erhalten.

Gruss

Peter
« Letzte Änderung: 07. Jan. 2008, 08:41 von PeZett »

Offline pinoccio

  • Sr. Member
  • *****
  • Beiträge: 3756
  • Beiträge (OFF-Topic): 2776549
Moin Peter

Unabhängig von wirklich _versauten_ Aufnahmen würde ich (nur für mich) sagen, dass Aufnahmen so gemacht werden müssen wie sie nunmal oftmals aufwändig gemacht werden. Der "Klang" einer Reproduktion ist  - bei gewissen Produktionen  - sehr frei definierbar und für den Tondruiden wählbar. Ein Kunstprodukt eben - und das aber bitte mit voller Absicht. Für mein "Schwurbelkopfkino" brauch ich eigentlich kein liveähnliches Abbild, ich will mehr. Will _auch_ eine Aufnahme - denn diese höre ich ja im Wohnzimmer - die mit voller Absicht durch Stützmikros, Effektierungen und Nachbearbeitungen andere Wege und Aspekte aufzeigen können. Die Tondruiden dürfen mir ruhig zeigen, was momentan möglich ist.  :)

Um Dynamikkompression (oder auch andere Effektierungen) zu erkennen, bedarf es auch nicht hochwertiger Komponenten. Jeder Bearbeitungsschritt, auch ob er sinnvoll ist, lässt sich zB anhand der Quinton-Workshop-CDs, auch über einen einfachen Ghettoblaster hervorragend nachvollziehen. Einfach mal anhören...

Man ist übrigens sehr schnell bei dieser Diskussion: http://www.musik-hifi-stammtisch.de/wbb2/thread.php?threadid=1356  :;008

Gruss
Stefan
« Letzte Änderung: 07. Jan. 2008, 10:06 von pinoccio »
Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hängt mit der Blödheit der Bewunderer zusammen - Heiner Geißler