Umfrage

Welche unterste Bitrate stellt euch zum Erstellen von MP3s zufrieden?

64
1 (8.3%)
96
0 (0%)
128
2 (16.7%)
160
1 (8.3%)
192
8 (66.7%)

Stimmen insgesamt: 9

Autor Thema: Minimale Bitrate vs. Psychoakustik  (Gelesen 5389 mal)

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Offline rossi

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Minimale Bitrate vs. Psychoakustik
« am: 17. Nov. 2007, 13:36 »
zum thema: gestern saß ich eine geschlagene stunde am rechner und habe versucht einen cd-track mit cdex in den bestmöglichen kompromiss zu komprimieren. ist mittlerweile sicher schon ein leidiges thema   ?:I

mal davon abgesehen, dass ich schon mal gar nicht zwischen VBR 0-9 und den qualitäten von normal (q=5) bis alt preset CBR unterscheiden kann (bin aber momentan auf VBR 2 und alt preset fast standard), habe ich somit lediglich auf die minimale birate gesetzt. nachdem ich den track dann mit den unteren bitraten von 128, 160 und 192 kodiert hatte, schnitt ich einen ziemlich markannten 15-sekunden teil aus und ließ dann die 3 bitraten im loop gegeneinander und gegen die originale wav-datei laufen.

zum abhören habe ich meine ziemlich durchschnittliche yamaha dsp-a 595a-/beyerdynamic dt75-kombi nebst billig-pc zuspielung verwendet und versucht, das ganze psychoakustisch zu entschlüsseln.

letztendlich schwanke ich zwischen 160 und 192 kbps als minimale bitrate. ich habe mir eingebildet, mal einen unterschied zu hören und dann wieder nicht. das war seltsam und beunruhigend.

wenn ihr mp3s erstellt, welche unterste bitrate wählt ihr denn zum kodieren?


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oliver

Offline inthro

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Re: Minimale Bitrate vs. Psychoakustik
« Antwort #1 am: 17. Nov. 2007, 13:49 »
Hallo Oliver,


wenn ich meine CD`s noch mal archiviere, dann eh als .flac
mp3 gibts für die CD`s fürs Auto. Da finde ich 128 kbit ausreichend. Ich habe mir aber auch noch nie die Mühe gemacht, verschiedene Bitraten zu vergleichen. Vielleicht mach ich das in einem Anflug von Größenwahn mal  :;054



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Offline rossi

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Re: Minimale Bitrate vs. Psychoakustik
« Antwort #2 am: 17. Nov. 2007, 15:38 »
hallo andy,

wenn eine komplette cd so um die 800 mb hat, wie klein kann ich dann mit flac die cd komprimieren?

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Offline inthro

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Re: Minimale Bitrate vs. Psychoakustik
« Antwort #3 am: 17. Nov. 2007, 16:21 »
Also bei mir hat eine .wav nach der Konvertierung in .flac (320 kbit) ca 70 % der Originaldatei.
Bei einer 800 mb MusikCD wären das ca 560 mb...

Früher habe ich alles mit 192 kbit in mp3 konvertiert.


Grüsse Andy
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Offline rossi

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Re: Minimale Bitrate vs. Psychoakustik
« Antwort #4 am: 17. Nov. 2007, 22:04 »
alles klar.

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Offline Poison Nuke

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Re: Minimale Bitrate vs. Psychoakustik
« Antwort #5 am: 17. Nov. 2007, 22:45 »
also mit der Komprimierung kommts auf den Zweck an. Fürn heimischen PC ist alles andere außer FLAC/APE oder vergleichbarem Schwachsinn. Nur bei mobilen MP3 Playern oder Handys ist halt ne Komprimierung sinnvoll und mangels Wiedergabequalität dieser Geräte würde da 128KBit mehr als ausreichend sein. Würde da sogar soweit gehen und 64kbit unterste Bitrate einzustellen und dann halt 128 bis 196 also obere Grenze.

Offline rossi

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Re: Minimale Bitrate vs. Psychoakustik
« Antwort #6 am: 18. Nov. 2007, 01:21 »
hallo robert,

also als schwachsinnig würde ich das jetzt nicht hinstellen wollen, dann müsste ich ja auch mir schwachsinnigkeit attestieren können und das kann ich nicht, weil ich genau weiß dass ich mit dem für mich persönlich abgesteckten horizont sehr gut umgehen kann.

mag sein dass es dahinter sachen gibt, zu denen ich keinen zugang finde. aber das ist dann auch der bereich, den ich eventuell auch gar nicht brauche oder der mich gar nicht mehr interessiert aus ökonomischen gründen. genau weiß ich das aber nicht, weil ich noch nie dahinter schauen wollte.

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Offline Höhlenmaler

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Re: Minimale Bitrate vs. Psychoakustik
« Antwort #7 am: 18. Nov. 2007, 06:49 »
CDex finde ich gut. Habe es zwar schon länger nicht mehr benutzt, damit aber schon viele CDs nach MP3 gewndelt. Hier ist eine Anleitung zu CDex.
Hier ein Bild, da ist zu sehen wie die Bitrate eingestellt werden kann.
Meisten benutze ich aber EAC, kann hier im Portal gedownloaded werden.

Ich habe meine eigenen CDs immer nur mit variabler oder der höchsten Bitrate, mit 320Kbps gewandelt. Wenn ich mir aber sehr alte Musik von Emusic downloade, beispielsweise irgendwas aus Mexico von 1954, dann reichen mir 64kbps auch.

Intensive Hörvergleiche habe ich noch nicht angestellt. Zuerst höre ich mir die Tracks sowieso immer am Computer mit Logitech Brüllwürfelchen an. Wenn ich die aufgenommene Musik aber mit der Anlage anhöre, erstaunt mich der Klang aber dennoch. Ne CD klingt besser, klar. Mit 320kbps ist es aber auch gut. Immer wieder wandele ich auch mal vereinzelte CD nach *.flac, das ist dann sowieso ganz gut. Nach *.flac zu wandeln müsste mit CDex auch möglich sein. Mit EAC gehts auf jeden Fall. Hier ein Bild aus EAC zu den Einstellungen und *.flac.

Gruß Ingo . . . . . . . . Last FM

Offline gto

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Re: Minimale Bitrate vs. Psychoakustik
« Antwort #8 am: 18. Nov. 2007, 10:31 »
Ich glaube Roberts Schwachsinn bezog sich auf den Umstand, daß dank günstigen Festplattenspeicher mögliche Verluste durch Komprimierung heute für den Aufbau eines digitalen Musikarchivs kein wirkliches Thema mehr sein müssen.
Anders für mobile Geräte, wo dann aber auch mögliche Qualitätseinbußen wiederum kein Thema sind.
Wenn man es drauf anlegt, kann man sicher <192 bei kritischen Passagen im direkten Vergleich ab und an Unterschiede finden, inwieweit diese im Alltagsbetrieb geeignet sind den Genuss zu trüben, wird jeder für sich selber entscheiden müssen. :floet:

Grüsse Gerd

Offline TeeGee

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Re: Minimale Bitrate vs. Psychoakustik
« Antwort #9 am: 18. Nov. 2007, 10:51 »
Hallo,

ich hatte eine Zeit lang Musik bei iTunes gekauft, wenn ich sie anderweitig nicht problemlos kaufen konnte oder zu ungeduldig war.
Dies im Glauben, dass ich mit meinen Holzohren damit schon zufrieden sein würde.
Aber bei z.B. Ketil Bjørnstad The Rainbow Sessions höre ich selbst mit dem iPod, dass 128kBit einfach zu extrem komprimiert ist.
Bei vielen Tastenanschlägen hört man deutlich Störgeräusche aufgrund der Komprimierung.
Ab 192 kBit höre ich zumindest auf dem iPod keinen Unterschied mehr zu höheren Datenraten.
Auf der Stereoanlage sind bei mir zwischen 192kBits und unkomprimiert zumindest bei genauem Hinhören und auch nur bei markanten Stellen Unterschiede zu hören.
Für den PC, das Auto und den iPod hatte ich meine CDs alle mit 192 bzw. 256 gespeichert.
Jetzt bin ich seit wenigen Wochen dabei, zumindest alle qualitativ hochwertigen CDs mit EAC nochmals zu rippen und als Apple Lossless zu speichern.
Flac wäre mir zwar lieber, iTunes unterstützt das aber leider nicht.

Gruß
Thomas
Thorens TD126 MKIII, Luxman PD277, Marantz PM7200, Kenwood KA-501, Kenwood KA-2200, Marantz CD7300, Canton ERGO 1200DC, Chartwell PM 110, Grado SR325i, AKG K271 Studio, DIY-KHV Pimeta, DIY-KHV smEaton,, DIY-KHV RA-1 Clone, Pro-Ject Headbox SE (mod.), TASCAM US-144

Offline Poison Nuke

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Re: Minimale Bitrate vs. Psychoakustik
« Antwort #10 am: 18. Nov. 2007, 12:08 »
Ich glaube Roberts Schwachsinn bezog sich auf den Umstand, daß dank günstigen Festplattenspeicher mögliche Verluste durch Komprimierung heute für den Aufbau eines digitalen Musikarchivs kein wirkliches Thema mehr sein müssen.

genau das meinte ich...weil es ist eigentlich schon seit ein paar Jahren so, dass eine halbwegs normale Musiksammlung sogar schon fast ohne Komprimierung auf einer Festplatte ausreichend Platz findet. Daher würde ich da gar keinen Gedanken mehr an eine möglichst gute Komprmierung verschwenden, da es zumindest auf dem heimischen PC einfach unnötig ist  :to_drink:
FLAC oder APE bieten sich deshalb an, weil sie neben einer kleinen, verlustfreien Komprimierung noch gute Tagging-Möglichkeiten bieten  :;036


und angesichts der massiven Verbreitung von Breitband Flatrates sind Kosten durch Übertragung übers Internet ja auch nur noch selten ein Thema...ok nicht jeder hat wie ich Zugang zu einer 1GBit Internetleitung, aber auch mit DSL 2000 schafft man schon ein paar GB in kurzer Zeit...und ganz ehrlich: normalerweise kauft man doch die CDs, um sie zuhause zu hören  :;013
« Letzte Änderung: 18. Nov. 2007, 12:10 von Poison Nuke »

Offline Höhlenmaler

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Re: Minimale Bitrate vs. Psychoakustik
« Antwort #11 am: 18. Nov. 2007, 12:36 »
FLAC oder APE bieten sich deshalb an, weil sie neben einer kleinen, verlustfreien Komprimierung noch gute Tagging-Möglichkeiten bieten

Stimmt!  Ohne tagging kein Last.fm
Gruß Ingo . . . . . . . . Last FM

Offline rossi

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Re: Minimale Bitrate vs. Psychoakustik
« Antwort #12 am: 18. Nov. 2007, 16:06 »

na dass das jetzt nicht mal 4 paar veschiedene schuh geworden sind  :ueberleg:
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Offline Enno

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Re: Minimale Bitrate vs. Psychoakustik
« Antwort #13 am: 25. Feb. 2008, 22:15 »
Hallo Oliver,
letztendlich hängt die sinnvolle Kompression auch von der Art der Musik ab.
Ich habe  einen Grossteil meiner Vinyl-Sammlung inzwischen digitalisiert und bin nach ebenfalls ausgiebigen Versuchen nicht unter 192 kbit/s
gegangen. Bei einigen LPs  habe ich 320 kbit/s e
Roberts "Schwachsinn " Mag sich auf seine eigene Sammlung beziehen, ist als allgemeingültige Aussage aber nicht haltbar.
Nicht alle Leute haben "eine halbwegs normale Musiksammlung". ..  ;)
Ausserdem können bearbeitete und in mp3 umgewandelte Titel erheblich besser klingen, als lieblos gemachte Wiederveöffentlichungen von CDs..
Gruß
Enno