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Selbstbau / Do It Yourself => Raumakustik => Thema gestartet von: inthro am 06. Jan. 2007, 21:30

Titel: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: inthro am 06. Jan. 2007, 21:30
Hallo,


ich habe mich mal an den Bau eines (oder besser zweier) Plattenresonatoren gewagt.

Ziel war die Reduzierung des Nachhalls im tieffrequenten Bereich, wofür sich Plattenresos am besten eignen. Da ich stets versuche, eine akustische Symetrie einzuhalten und hinter meinem Hörplatz kein Möglichkeit zur Unterbringung eines Plattenresos besteht, habe ich mich entschieden, gleich zwei zu bauen. Viel hilft viel ;)

Das immer wieder auftauchende Problem beim Bau solcher akustischen Hilfsmittel, sind die verschiedenen Formeln, die man im Netz, zur Berechnung der einzelnen Parametern, findet. Mir lagen (die Online-Rechner aussen vor gelassen) zwei verschiedene Formeln vor. Da ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht über geeignetes Messequipment verfügte, um die Richtigkeit der Formeln am praktischen Beispiel zu überprüfen, musste ich mich "blind" auf eine Formel verlassen.

Grundlage ist dann diese Formel geworden:
(http://img374.imageshack.us/img374/8804/formelplattenschwingernt4.gif)

Als nächstes galt es eine geeignete Membran zu finden. Zur Auswahl standen HDF (hoch verdichtete Faserplatte) und Stahlblech. Leider hat meine Recherche keinen wirklichen Aufschluss gegeben, welches Material "besser" ist. Nach der Aussage von FAST AUDIO in deren Chat, ist HDF aufgrund der höheren inneren Dämpfung besser geeignet. Dem habe ich einfach mal vertraut.
Da meine Plattenschwinger ein festgelegtes (an vorhandene Möbel angelehnt) Abmass haben sollten und sich die (fast) einstimmige Meinung der Experten auf ein Längen/Breiten-Verhältnis zwischen 1:1 und 1:2 orientieren, habe ich das Gehäuse in zwei Kammern aufgeteilt.
Das Gehäuse hat ein Mass von 196 x 60 cm, so dass zwei Resonatoren in einem Gehäuse Platz gefunden haben.

Da ich das Gehäuse noch etwas Wohnraumfreundlich gestalten wollte, war eine Maximaltiefe von 20 cm vorgesehen. Daher musste die Membran (der Formel zur Folge) auf ein Gewicht von ca 6,8 kg/m² kommen. Leider sind die Aussagen der Holzhändler sehr unterschiedlich gewesen und es gibt in der Rohdichte von HDF grosse Schwankungen. Nach einigem Herumprobieren und wiegen bin ich, durch das Zusammenleimen einer 6 mm und einer 3mm dicken Platte, auf 7,3 kg/m² gekommen.
Für das Gehäuse habe ich 22 mm Spanplatten genommen. Die sind zwar eklig zu bearbeiten, aber doch um Einiges günstiger als zB. MDF.
Um eine möglichst hohe Bandbreite der Wirkung zu erreichen, habe ich das Gehäuse zu 2/3 mit Glaswolle gefüllt. Man sollte darauf achten, dass das Dämmmaterial, im späteren "Betrieb" nicht die Membran berühren kann. Aus diesem Grund ist ein Fixieren mit stabiler Schnur zu empfehlen. Dazu bieten sich kleine Metallösen an den Seitenwänden des Gehäuses an.
Die Membrane habe ich dann nur verklebt. Dazu eignet sich fast jeder Montagekleber. Ersten gleicht dieser kleinere Unebenheiten des Gehäuses aus und zweitens sieht man an der Oberfläche der Membran keine Schrauben.

Zur äusseren Gestaltung habe ich (anlehnend an meine vorhandenen Möbel) das Gehäuse mit Holz (Kiefer geölt) verkleidet und vor die Membran (ca. 5 cm Abstand) eine gelochte Stoffbahn gespannt. Dahinter kam, zur nächtlichen Aufwertung noch eine kleine Neonröhre aus dem Möbelbauzubehör.
 

(http://img395.imageshack.us/img395/4456/rohoffen1fa6.th.jpg) (http://img395.imageshack.us/my.php?image=rohoffen1fa6.jpg)           
(http://img292.imageshack.us/img292/3428/rohoffen1xw8.th.jpg) (http://img292.imageshack.us/my.php?image=rohoffen1xw8.jpg)
(http://img57.imageshack.us/img57/2685/rohgeschlossen1hv1.th.jpg) (http://img57.imageshack.us/my.php?image=rohgeschlossen1hv1.jpg)

(http://img323.imageshack.us/img323/7676/fertigtageslichtdr0.th.jpg) (http://img323.imageshack.us/my.php?image=fertigtageslichtdr0.jpg)
(http://img488.imageshack.us/img488/4196/einzelnfertigoq0.th.jpg) (http://img488.imageshack.us/my.php?image=einzelnfertigoq0.jpg)
(http://img364.imageshack.us/img364/7879/beinachtnb3.th.jpg) (http://img364.imageshack.us/my.php?image=beinachtnb3.jpg)

Die vier Plattenresonatoren haben dem Nachhall im relevanten bereich (45 - 100 Hz) 0,5 sek genommen. Ganz ordentlich, wie ich finde.

vorher 1,1 Sekunden
(http://img137.imageshack.us/img137/5659/nhtg2.th.jpg) (http://img137.imageshack.us/my.php?image=nhtg2.jpg)

jetzt 0,6 sek.
(http://img380.imageshack.us/img380/1630/nhohneeqxk6.th.jpg) (http://img380.imageshack.us/my.php?image=nhohneeqxk6.jpg)


Fazit: der Aufwand hat sich gelohnt!



Grüsse Andy
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: inthro am 10. Jan. 2007, 22:44
Hallo,


hier mal noch die Messung aus den Innereien der Plattenschwinger.

Errechnet wurde (nach der o.g. Formel) eine Resonanzfrequenz von 44 Hz. Leider passt das nicht mal annähernd. Die Formel scheint entweder dahingehend unbrauchbar zu sein, oder ich habe irgendwo einen Fehler gemacht.


Messung bei ca 90 dB Aussenpegel.

(http://img314.imageshack.us/img314/3436/fgae0.th.jpg) (http://img314.imageshack.us/my.php?image=fgae0.jpg)
(http://img100.imageshack.us/img100/8175/nhit3.th.jpg) (http://img100.imageshack.us/my.php?image=nhit3.jpg)


Um mal zu sehen, ob der Reso auch bei niedrigen Lautstärken "reagiert" wollte ich dazu auch Messungen machen. War aber leider wegen fehlendem Pegel im Gehäuse nicht möglich (Carma streikt ab einem Minimalpegel). In der Anzeige zur Einstellung des Mikros war aber ein Ausschlag zu sehen.

Schlussendlich liegt die Resonanzfrequenz bei 83 Hz, was aber der Wirkung auch bei tieferen Frequenzen kein Hindernis zu sein scheint. Anscheinend sorgt eine gute innere Bedämpfung für eine gute Breitbandigkeit.



Grüsse Andy


Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: Tympanum am 11. Jan. 2007, 08:22
@ll

...noch Fragen?  :;011


Hallo Andy,

vielen lieben Dank für die Ausführlichkeit deines Berichtes und deren Dokumentation - grosse Klasse! Wie ich finde wird hier einmal mehr gezeigt, was man mit ein wenig Interesse und handwerklichem Geschick alles bewerkstelligen kann. Nochmals Dank - auch für die Inspiration...  :;054 :,014

LG, Nicki
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: wattwuermchen am 11. Jan. 2007, 08:26
Moin,die Wirkung mag ja echt nicht schlecht sein,aber ich konnte mich immer noch nicht dazu aufraffen oder mich durchzuringen mir in der Richtung was ins Wohnzimmer zu stellen,auch wenn man es kaum sieht,man weis das es da ist,aber ich kannnur sagen Hut ab davor :,014 :,014 :,014
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: inthro am 11. Jan. 2007, 09:09
Moin Nicki,

Zitat
...noch Fragen?

 :;111 Ja, ich....wieso passt die Formel nicht? Es gibt so einige Fragen, die noch geklärt werden wollen. Aber ich hoffe, das wird hier noch beantwortet  :;025


@ Marko

ich bin der festen Überzeugung, dass es für jedes Zimmer eine "Lösung" gibt. Das Problem ist nur, sie zu finden. Die optische Integration ist die eine Sache, woran es oft hängt, ist die "richtige" Wirkung.

Vielleicht tut sich ja,im Laufe der Zeit noch was für dich hier auf  :;025

 :merci: euch beiden!



Grüsse Andy
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: inthro am 25. Feb. 2007, 20:03
Hat zwar mit DIY nichts zu tun, aber für alle, die sich Leim und Säge ersparen wollen (und das Geld übrig haben) hier mal eine Adresse zum Erwerb

http://www.mbakustik.de/main.php?target=rab_resonanz_absorber

So die Angaben zur Wirkung stimmen, sieht man hier auch ganz gut die Abhängigkeit der unteren Grenzfrequenz und der Bautiefe....



Grüsse Andy
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: Poison Nuke am 26. Feb. 2007, 08:30
na das ist ja mal fein, fertige Plattenresos  :,014 :;011

und der kleinste, der 10cm dicke würde sogar perfekt für meinen Raum passen, exakt in dem Frequenzbereich brauch ich nämlich noch ne Menge "Holz" :D

Ob man rausfinden könnte, was für eine Platte da drauf ist und wie er gefüllt ist? weil 214€ für einen ist etwas hart, da ich ja wenn schon so 12-16 Stück brauche  :;043 :wallbash:
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: wattwuermchen am 26. Feb. 2007, 09:16
Moin Moin,ich poste es noch mal hier,geht ganz einfach:

Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: wattwuermchen am 26. Feb. 2007, 09:17
Ach ja,das sind 2,auf der anderen Seite sind auch noch 2
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: sommerfee am 26. Feb. 2007, 09:59
Wirklich nicht schlecht, Marko  :,014 :;049

Und, wie ist dein erster klanglicher Eindruck?

Liebe Grüße,
Axel
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: wattwuermchen am 26. Feb. 2007, 10:25
Moin Axel,das kann ich Dir nur mit einem Besuch feststellen   :,010 :,010 :,010
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: Barnie@home am 26. Feb. 2007, 12:14
...weil 214€ für einen ist etwas hart, da ich ja wenn schon so 12-16 Stück brauche  :;043 :wallbash:

RAB 650  - 285eur für eine Holzkiste!! :;010 Lassen wir "Hifiisten" uns wirklich so einfach für dumm verkaufen?? Das ist ähnlich wie mit Cornerblocks, Basotect als Rohstoff in der (Möbel)Industrie kostet auch nur einen Bruchteil dessen, was dafür verlangt wird, wenn es als Super-duper-Akustikwunder für den Bass an den Mann gebracht wird... Frechheit eigentlich...
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: Poison Nuke am 26. Feb. 2007, 13:51
was ist an dem Preis von 285€ nicht gerechtfertigt? Soll der Hersteller kostenlos arbeiten?
Allein das Holz mit Funier wird wohl sicherlich in der Beschaffung 50€ kosten. Dann kommt noch die Füllung und Kleinkram hinzu, sind das schonmal sicherlich mindestens 80€ Materialkosten für so ein "Kasten".
Wenn ich dass allein in Kleinserie bauen würde, würde ich wohl an einem Tag 2-4 Stück schaffen (eher weniger, scheint sehr sorgfältig gearbeitet zu sein).
Sind also so 6 Stunden Arbeit pro Kasten so geschätzt. Also 30€ Stundenlohn. Nun muss man ja noch die Beschaffungskosten der Maschinen usw mit reinrechnen usw, ergo so gesehen ein sehr realistischer Preis wie ich finde  :to_drink: :;111
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: Barnie@home am 26. Feb. 2007, 13:57
Hm... So gesehen hast du recht. Hab die Arbeitszeit vergessen.
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: pinoccio am 03. Mär. 2007, 00:08
Andy...  :;049

Also.. dann mag ich mal  :,010

Mich interessieren momentan die Plattenschwinger. Bei deinem Projekt stellen sich mir ein paar Fragen:

Du hast 2 versch. dicke Platten (3+6mm) zusammengeleimt. MWn ändern sich dadurch die Materialeigenschaften (Schwingverhalten) der gesamten Resonatorplatte doch erheblich. Ein Vergleich wäre dazu eine Multiplexplatte. Ihr Resonanzverhalten ist ein ganz anderes als wenn man aus gleicher Dicke eine Massivplatte nehmen würde. Wäre *wömöglich* ein Grund, warum die angestrebte Wirkung in einem bestimmten FQ-Bereich nicht erreicht wurde (ist aber auch mehr eine Frage... :;015 )

Bringt mich aber weiter zu was anderem...

Wenn diese Platten schwingen müssen, wie könnte man sie "verstellbar" machen? Dies wäre für DIYSelfer eine praktische Geschichte. Einfach an einer Art "Stellschraube" drehen, die Platte schwingt in einem anderen Bereich? Ich frag mich nun, ob sowas möglich wäre....  :;015

Gruss
Stefan




Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: Poison Nuke am 03. Mär. 2007, 09:55
@ pinoccio

das Gewicht der Platte ist entscheidend über die Resonanzfrequenz. Einfach mit einer Schraube drehen würde also nicht viel bringen, man könnte damit vielleicht nur den Wirkungsgrad ändern.

Man müsste ein Gewicht fest vorn anbringen können.
Oder man macht einen sehr sehr flachen Behälter extrem fest vorn drauf, den man dann mit Wasser oder so füllen würde, was aber durch die Schwingungsdämpfung wieder andere Effekte mich sich bringt.


Weiterhin wird die Resonanzfrequenz auch durch die Tiefe bestimmt. Wie also bei einer Posaune (gleiches Prinzip) müsste man den Resonator so gestalten, dass man seine Tiefe ändern kann....nur bitte wie will man ihn dicht bekommen  :;015
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: inthro am 03. Mär. 2007, 10:22
Zitat
Weiterhin wird die Resonanzfrequenz auch durch die Tiefe bestimmt. Wie also bei einer Posaune (gleiches Prinzip) müsste man den Resonator so gestalten, dass man seine Tiefe ändern kann....nur bitte wie will man ihn dicht bekommen


Daran habe ich mir auch die Zähne ausgebissen  :,010

Eine Möglichkeit wäre, die Fugen der Rückseite jedes Mal mit Acryl abzudichten. Das lässt sich einfach wieder entfernen und erfüllt seinen Zweck. Zum Verstellen vier Gewindestangen....

Aber mir erschliesst sich der Sinn einer variablen Abstimmung nicht so richtig, da Plattenschwinger ziemlich breitbandig wirken (bei entsprechender Bedämpfung).
Um den FG am Hörplatz zu beeinflussen, eignen sich Plattenschwinger eh nicht.

Zu der Verleimung der Membran:

Mit Sicherheit wird sich das Schwingungsverhalten durch den erhärteten Leim ändern, nicht zum positiven. Aber ich war damals einfach noch unwissend und in Probierlaune  :,010
Wenn ich heute noch mal einen bauen würde, käme eine 6 mm Membran zum Einsatz und eine Tiefe von mindestens 30 cm.

Ich glaube, eine dünnere Membran ist eh vorteilhafter.


Grüsse Andy
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: pinoccio am 03. Mär. 2007, 10:48
Moin Andy

Ich weiß, das du noch jung bist - aber ich ahnungslos.... und alt  :,010

Aber im Prinzip hast du recht, der Sinn ist wahrscheinlich nicht gerade groß. Wenn man bedenkt und wenn ich es richtig verstanden habe, dass der PS mehr auf die Nachhallzeit wirkt - und daran ändert ja auch ein anderer LS nichts. Also müsste ich auf einen variablen Helmi spekulieren...

Gibt es Teleskopbassreflexrohre?  :,010

Gruss
Stefan
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: gto am 03. Mär. 2007, 10:56

Gibt es Teleskopbassreflexrohre?  :,010

Gruss
Stefan

Ja :;036
http://www.schuro.de/it-bassreflex.htm
http://www.hifisound.de/oxid/oxid.php/sid/x/shp/oxbaseshop/cl/alist/cnid/cc3416504a7a62513.13760691
http://www.hqpower.com/ot/de/product/list/?id=366864
http://www.ilmag.de/html/bassreflexrohre.html
usw.  :toolaughing:
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: inthro am 03. Mär. 2007, 10:59
Hi Stefan,


du hast noch nicht beschrieben, was dein Ziel ist...? Aber ich gehe mal von einer Raumbedingten Pegelüberhöhung um 80 Hz aus. Dafür wären zwei Helmis wohl die bessere Wahl. Zwei, wegen der akustischen Symetrie und der Effektivität.

Ich werde mein Monstrum von HR auch wieder zersägen und zwei kleine draus machen.

Für die Feinabstimmung empfehle ich Standard HT-Rohr in mausgrau. Zwar nicht Teleskop, aber leicht zu schneiden  :;003


ps oder frag Gerd  :,010
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: gto am 03. Mär. 2007, 11:01
ps oder frag Gerd  :,010

Ja, ja, gucke öfter mal in die Röhre. :toolaughing:

P.S. Falscher Fred für Röhrende Hirsche :,010
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: pinoccio am 03. Mär. 2007, 14:33
Andy

Zitat
du hast noch nicht beschrieben, was dein Ziel ist...? Aber ich gehe mal von einer Raumbedingten Pegelüberhöhung um 80 Hz aus

Ey... nicht schlecht  :,014

Rein rechnerisch habe ich eine Überhöhung bei 75-80 Hz. Messtechnisch ist mir die nicht sonderlich aufgefallen. Nur weiß ich nicht, ab ich die "geschmacklich" überhaupt bearbeiten sollte. Deswegen will ich mir die Lösungen etwas variabler halten.. und einfach nur mal rumprobieren. Nur.. der Helmi (oder die Helmis) müsste wieder sofort in den Raum passen. So wie ich mich die Jahre über kennengelernt habe  :;034  :;010 , wird das wieder etwas, womit ich vorher selbst nicht gerechnet habe. Zumindest fällt mir auf, dass ich tagsüber Multiplexplattenreste im Lager zusammen suche... :,010

Mist! :wallbash:

Gruss
Stefan
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: gto am 03. Mär. 2007, 16:02
Zumindest fällt mir auf, dass ich tagsüber Multiplexplattenreste im Lager zusammen suche... :,010


Klingt nach Paradies, also falls da noch Reste übrig sind  :toolaughing:

Grüsse Gerd
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: pinoccio am 03. Mär. 2007, 18:18
Am Freitag habe ich 2 Stck "Reste" in Birke mit 24mm gefunden.  :angle:

Gruss
Stefan
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: gto am 03. Mär. 2007, 18:20
Am Freitag habe ich 2 Stck "Reste" in Birke mit 24mm gefunden.  :angle:


Im Quadrat :;039 :toolaughing:
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: pinoccio am 03. Mär. 2007, 20:04
2,44x1,22m  :;043
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: Poison Nuke am 03. Mär. 2007, 21:25
"Reste"....alles klar  :;009 :;034
eine so ne Platte kostet locker 120-200€  :;043, oder?
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: pinoccio am 03. Mär. 2007, 21:33
Nö...

70-90 Euro - je nach Qualität der verleimten Furniere.

Gruss
Stefan
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: Poison Nuke am 03. Mär. 2007, 21:42
achso, das ist ja günstig. Würde man bei Obi kaufen, dann kostet es sicherlich fast 200€. Und der örtliche Holzhandel ist auch nicht günstiger  ::)  :wallbash:
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: pinoccio am 03. Mär. 2007, 23:27
achso, das ist ja günstig. Würde man bei Obi kaufen, dann kostet es sicherlich fast 200€.

Dafür bekommst du 20%  - außer auf Tiernahrung. Ne, der Clou dürfte in der Zuschnittkalkulation liegen. Deren Verschnitt und Schnittkosten (Material, Lohn) müssen bezahlt werden.

BTW: Ich frage mich, wenn ich das mit den 20% höre, ob damit Schweineschnitzel gemeint sind?  :;034

Oh weh - das war OFF-Topic  :cry:

Gruss
Stefan
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: gto am 06. Mär. 2007, 20:09
Hat eigentlich schon mal jemand einen Plattenschwinger mit sozusagen weich aufgehängter Membran gebaut :;039
Habe schon ab und an im Netz solche gesehen. Wäre ja leicht zu bauen, z.B. Membranplatte umlaufend mit ca. 5mm Spalt in Kasten eingepasst, mit Stiftnägel fixiert und den Spalt mit Silikon ausgefüllt. Nach Trockenzeit Nägel wieder entfernen.
Zwar keine Ahnung ob man sowas berechnen könnte, aber ev. mal mit dünner leichter Platte beginnen, dann messen und ev. Gewicht erhöhen.
Wäre ja dann sozusagen in Grenzen abstimmbar.  :;015

Na ja, ev. mach ich mich bei Gelegenheit mal an einen Versuch.

Grüsse Gerd
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: gto am 07. Mär. 2007, 16:43
Weiters frage ich mich noch, ob man auch die Luftfeder als Abstimmelement mit einbeziehen könnte. Wenn man das Teil wirklich luftdicht baut und ein Autoventil einbohrt/klebt, könnte man ja sozusagen durch Luftdruckänderung die Federsteife beeinflussen.  :;015
@ Jürgen, denkst du man könnte eine MDF Konstruktion an den Kanten mit Acryldichtstoff und dann mit Schwimmbeckenlack oder so luftdicht versiegeln  :;039

Grüsse Gerd
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: Poison Nuke am 08. Mär. 2007, 11:53
ui, dann musst aber wirklich extrem genau und penibel arbeiten. Weil auf die Dimensionen eines Resos ALLE Fugen dicht zu bekommen das stell ich mir schon als arg aufwändig vor, weil eine Luftblase oder durch ein Staubkorn verursache Undichtigkeit reichen aus, damit der Druck sich mit der Zeit wieder abbaut.
Und ewig würde definitv keine Lösung den Luftdruck konstant halten können, allein ein Ventil ist schon nicht absolut dicht und auch nicht alle Materialien sind ohne Mikoporen.


Desweiteren:
sobald ein Luftdruckunterschied besteht, nimmt der Wirkungsgrad unweigerlich ab. Je stärker der Luftdruckunterschied ist, desto geringer der Wirkungsgrad.

also eigentlich leider völlig unbrauchbar für die Abstimmung eines Resos. :;043
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: Hardy am 08. Mär. 2007, 13:57
Hallo Gerd !

Einspruch, Euer Ehren  :;111 !

Hat eigentlich schon mal jemand einen Plattenschwinger mit sozusagen weich aufgehängter Membran gebaut :;039
Habe schon ab und an im Netz solche gesehen. Wäre ja leicht zu bauen, z.B. Membranplatte umlaufend mit ca. 5mm Spalt in Kasten eingepasst, mit Stiftnägel fixiert und den Spalt mit Silikon ausgefüllt. Nach Trockenzeit Nägel wieder entfernen.
Zwar keine Ahnung ob man sowas berechnen könnte, aber ev. mal mit dünner leichter Platte beginnen, dann messen und ev. Gewicht erhöhen.
Wäre ja dann sozusagen in Grenzen abstimmbar.  :;015

Ich schätze mal, die Silikonfuge (abgesehen von Festigkeit, Adhäsionsprobs etc.) wäre zu hart => Fres steigt.
Kann man kompensieren über Plattengewicht => Silikonfuge reisst  :;004.

Für einen Versuch würde ich die Platte mit Gummistreifen (à la Fahrradschlauch) mit der Kiste verbinden.
Kostet nicht viel, grosse Klebefläche, Spaltmasse nicht so wichtig.
Die Platte (ideal wäre m.E. Hartschaum, rückseitig versteift oder Sandwich wie Sperrholz-Schaum-Sperrholz)
könnte man mit KLebegewichten (Auswuchtgewichte) auf die benötigte Fres trimmen.

Nur so ein Gedanke am Nachmittag ...

Ciao, Hardy
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: gto am 08. Mär. 2007, 17:02
also eigentlich leider völlig unbrauchbar für die Abstimmung eines Resos. :;043

 :toolaughing: Ja die Idee ist vermutlich  :;010, war nur laut gedacht, aber immer nur ausgetretene Pfade zu beschreiten ist irgendwie langweilig. ::)
Die Dauerdichtheit wäre nicht das Problem, wäre nur bei dem MDF-Testdummy aufwendiger. Wäre das Konzept brauchbar, würde ich für eine finale Version Acrylglas verwenden. Könnte man dann auch fein als Lichtobjekt verwenden.  :;003
@ Hardy, deine Bedenken bezüglich der Silikonfuge kann ich so nicht nachvollziehen. Bleibt schön dauerelastisch und hält verdammt viel, andernfalls könnte ich beim Gedanken an mein Aquarium kaum mehr ruhig schlafen. :,010 Klar würde die Fuge breiter ausfallen, müsste aber auch keinen Wasserdruck aushalten, nur das Gewicht der Membran. Luftdruckänderungen wären ja, wenn überhaupt, vermutlich nur in sehr kleinem Bereich sinnvoll.
Mir gefällt blos die Idee in gewissen Grenzen eine Abstimmänderung zu haben. :;015
Na ja, mal sehen ob sich die Bedenken mehren.  :,010

Grüsse Gerd
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: Hardy am 08. Mär. 2007, 17:43
Hallo Gerd !

Vielleicht habe ich was missverstanden  :;039

Generell ist m.E. das Prinzip des Plattenresonators das einer Passivmembran.
D.h. der Schalldruck drückt die Membran (die Platte) ins (bedämpfte) Gehäuse rein
und zieht sie bei Phasenwechsel wieder raus.
Die Bedämpfung im Gehäuse sorgt dabei für die Schallminderung.

Wenn dem so ist, sollte die Aufhängung möglichst elastisch sein, damit die Platte, dem
Schalldruck nachgebend möglichst leicht in das Absorbergehäuse gedrückt werden kann.

Wenn dem nicht so ist, und die Frontplatte an den Rändern quasi eingespannt ist
schwingt nur ein Teil der Platte (Biegeschwingung).

Silikonfugen sind zwar dauerelastisch, aber nicht sehr elastisch.

Oder hast Du schon mal ne LS-Sicke aus Silikon gesehen  :;025 ?
Je härter die Sicke einen LS, desto höher im allgemeinen die Fres (vgl. PA-LS)

Gedanken eines alten Mannes  :;054

Ciao, Hardy

PS: Irgendwas sagt mir, dass die Position des Plattenreso's im Raum mit
entscheidend ist für die zu dämpfende Frequenz...

Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: gto am 08. Mär. 2007, 18:13
Hier nochmal zur Auffrischung  http://allabout-hifi.magnetofon.de/index.php?topic=233.0
http://allabout-hifi.magnetofon.de/index.php?topic=99.msg545#msg545
Andys Plattenresos haben ebenso wie meine Lochresos keine nennenswerte Auswirkung auf den FG gezeigt. Sehr erfreulich und mir sehr wichtig, eine respektable Senkung des Nachhalls.
Ich bin auch mit dem Istzustand mehr als zufrieden,  aber am Papier wäre noch eine Absenkung des Nachhalls im Tiefbassbereich schön.  :,010
Obwohl auf Andys Messung mit Carma bei mir siehts auch auf dem Papier schöner aus als mein Wasserfall von FuzzMeasure. Vielleicht sollte ich mir den drucken und rahmen. :toolaughing:
Die noch möglichen Massnahmen wären also nur für den Nachhall eher breitbandig von 30-100 Hz gewünscht.

Grüsse Gerd
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: Hardy am 08. Mär. 2007, 19:42
Hi, Gerd !

Danke für den Link, dann liege ich ja richtig  :;008 !

Heisst aber auch, eine Absenkung zwischen 30 und 100 Hertz wirst Du mit einem
Plattenabsorber nicht erzielen, der wird auf eine Frequenz eingestellt.

Du bräuchtest ein Platten-Absorber-Array  :;025

Bye, Hardy

Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: pinoccio am 08. Mär. 2007, 23:06
Gerd

Zitat
Das hinter dem Plattenabsorber liegende abgeschlossene Volumen dient als Feder und mithilfe einer Füllung durch einen porösen Absorber kann die vom Resonator aufgenommene Schwingung zum Teil weil gedämpft werden, wobei die meiste Energie durch das Schwingen der Platte dem Schall entzogen wird.

Man könnte von hinten doch Stellschrauben anbringen, mit denen man die Innendämmung (die dann wiederum auf einer Extra-Verschiebe-Platte liegen müsste) nach vorne oder hinten bewegt. Somit wäre doch verschiedene "Federspannungen" gegeben....?

Gruss
Stefan
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: gto am 09. Mär. 2007, 11:22
Du bräuchtest ein Platten-Absorber-Array  :;025

Bye, Hardy



Ja und nein  :;046
Ich sehe das relativ unverkrampft, ist ja keine Notwendigkeit, sondern Neugierde und Experimentierlust.
Eine Armada an Schwingern muss auch nicht sein, wirken, oder sollten ja nicht so engbandig wie klassische Helmis wirken, wenngleich die vermutlich höchste Effizienz im Resonanzbereich der Platte zu erwarten ist.
Die Auswirkungen einer inneren Bedämpfung sind ja auch noch nicht 100% nachvollziehbar.
@Stefan, klingt bautechnisch auch nicht unaufwendig. ::)
Ich versuche ja auch Lösungen zu finden, die nicht nur Raumvolumen verschwenden, sonder auch als Objekt eine Zweitfunktion erfüllen.
Nachdem mir die Lichtgeschichte bei meinen Lochresos ganz gut gefällt, denke ich halt für die Plattenresos auch über ähnliche Möglichkeiten nach.
Wenn man mit Acrylglas weiter kommt, wäre das diesbezüglich ein regelrechter Durchbruch. Man könnte da ja regelrecht Lichtwandmodule mit verschiedenen Volumen und Lichtfarben denken und, und,....... :;011

Grüsse Gerd
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: Poison Nuke am 10. Mär. 2007, 23:35
das ist echt genial, akustische Elemente als Gestaltungselement  :,014 :to_drink:

die Idee mit ner Acrylplatte + Licht ist verdammt gut, das ist ne echte Marktlücke  :;011 :;111
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: inthro am 11. Mär. 2007, 11:02
Hallo,


Acrylglas wäre auf jeden Fall eine klasse Sache, aber ich fürchte, dass Acrylglas zu leicht ist. Dadurch würden sich ziemlich tiefe Baufomen ergeben.

Oder der Reso wirkt nur im oberen Bassbereich....

Aber warum nicht mal einen Versuch machen.....die Idee ist verlockend!

Zitat
Heisst aber auch, eine Absenkung zwischen 30 und 100 Hertz wirst Du mit einem
Plattenabsorber nicht erzielen, der wird auf eine Frequenz eingestellt.

Sicher wird ein Plattenresonator auf eine Frequenz eingestellt, aber wenn ich mal mein Beispiel heranziehen darf, wirken sie doch sehr breitbandig. Ich führe das mal auf die doch massive innere Dämpfung zurück.
Um einen Vergleich zu machen, wie sich ein Plattenschwinger ohne oder mit wenig Bedämpfung verhält, müsste man zwei (in der Bauform idente) bauen.

Wer hat Lust...?  :;025

Da ich eine breitbandige Wirkung auf den Nachhall (bei sicherlich einhergehendem, abnehmendem Wirkungsgrad) einer schmalbandigen, besseren Wirkung vorziehe, mache ich mir um die Abstimmungsfrequenz keine Gedanken mehr. Schön wäre mal, einen 50 cm tiefen Reso zu bauen. Aber sowas lässt sich dann wieder schwer in den Wohnraum integrieren. Jedenfalls in meinen....


Gerd, was das Membranmaterial angeht....in einem PDF, was du mir geschickt hast (Diplomarbeit) ist auch von verschiedenen, möglichen Materialien die Rede. Jemand aus dem HF hat sich seine mit diesen dicken Fussmatten (Gummi mit Filzbeschichtung) aus dem Baumarkt gebaut und war zufrieden. Leider wieder ohne Zahlen  :;025 So würde das wieder im Selbstversuch enden....

Aber das mit dem Acrylglas werd ich bei Gelegenheit mal versuchen  :,014




Grüsse Andy
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: gto am 11. Mär. 2007, 12:50
Acrylglas wäre auf jeden Fall eine klasse Sache, aber ich fürchte, dass Acrylglas zu leicht ist.Grüsse Andy
Zu leicht, dann hast du bislang nur noch kein ausreichend dickes gehoben :,010 Habe hier so kleine Muster von Schallschutzplexi mit 2,5cm Stärke :;046
Du hast aber ev.nicht unrecht, unter Umständen ist eine ausreichend dicke Platte auch wieder schwerer anzuregen :;015
Angeblich besitzt es dafür aber eine hohe innere Dämpfung :;015
Werd mal meine Augen nach diverser B-Ware und Resten offen halten. Ist für einen Versuch mit zweifelhaftem Ausgang nämlich etwas teuer. :;004

Grüsse Gerd
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: inthro am 11. Mär. 2007, 13:25
Acrylglas wäre auf jeden Fall eine klasse Sache, aber ich fürchte, dass Acrylglas zu leicht ist.Grüsse Andy
Zu leicht, dann hast du bislang nur noch kein ausreichend dickes gehoben :,010 Habe hier so kleine Muster von Schallschutzplexi mit 2,5cm Stärke :;046
Du hast aber ev.nicht unrecht, unter Umständen ist eine ausreichend dicke Platte auch wieder schwerer anzuregen :;015
Angeblich besitzt es dafür aber eine hohe innere Dämpfung :;015
Werd mal meine Augen nach diverser B-Ware und Resten offen halten. Ist für einen Versuch mit zweifelhaftem Ausgang nämlich etwas teuer. :;004

Grüsse Gerd


Das ist ja der Punkt....wenn ich eine dicke Platte brauche, um auf ein geeignetes Gewicht zu kommen, hätte ich auch bedenken, dass dann das Schwingungsverhalten sehr ungünstig wird.

Preise hab ich keine im Kopf....aber im Katalog...werd ich mal nachschauen. B-Ware ist für mich leider nicht zugänglich....



Grüsse Andy
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: gto am 11. Mär. 2007, 17:03

Das ist ja der Punkt....wenn ich eine dicke Platte brauche, um auf ein geeignetes Gewicht zu kommen, hätte ich auch bedenken, dass dann das Schwingungsverhalten sehr ungünstig wird.

Grüsse Andy

Ja, daher auch der Gedanke an ein weich aufhängen. :;015

Grüsse Gerd
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: inthro am 11. Mär. 2007, 18:24
Hier mal ein paar Anregungen von den Profis....

http://www.raumakustikforum.de/Plattenresonatoren.htm
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: gto am 11. Mär. 2007, 18:53
Ja, soweit vertraut, daher auch mal so die vermutlich unsinnige Idee der Abstimmung mit Luftdruckänderung und die Skepsis gegenüber Acrylglas wegen der hohen inneren Dämpfung. :;004
Die weiche Aufhängung findet ja auch keine Erwähnung in der einschlägigen Literatur, warum wohl :;039 Ich vermute die Antwort würde mir nicht gefallen.  :,010
Ich werde aber trotzdem mal einen Versuch riskieren. Mal sehen was bei raus kommt. Falls  die Effizienz nicht gleich null geht ist halt abzuwägen wie weit das von den ungleich grösseren Gestaltungsmöglichkeiten wieder aufgewogen wird. :;003

Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: Barnie@home am 23. Mär. 2007, 12:57
Hallo Andy

Hast du für deine Plattenresos eigentlich je eine durchgehende Platte als Membran verwendet oder hast du die auch in der Mitte halbiert und dann die zwei Hälften separat aufgeklebt? (Vielleicht sieht man es auch auf den Bildern aber du weisst ja... ;)) Ich überlege gerade ob ich meine LW am Stück oder zweigeteilt als Plattenschwinger mit zwei Kammern verarbeiten soll...

Danke & Gruss
Barnie
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: inthro am 23. Mär. 2007, 13:20
Hallo Barnie,


die Membran ist zweigeteilt. Hintergrund war die Aussage von wvier (?), dass das Längen/Breitenverhältnis nicht grösser als 2:1 sein sollte, da sonst das Schwingungverhalten negativ beeinflusst wird....



Grüsse Andy
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: Barnie@home am 23. Mär. 2007, 13:27
Hmm... Ich dachte es würde reichen, wenn ich den Innenraum in zwei Kammern teile. Wenn ich die Membran auch zweiteile und dann separat aufklebe, laufe ich Gefahr, dass die Oberfläche dann nicht mehr 100%ig eben ist. Das wäre bei einer Leinwand schon etwas problematisch... Ich denke, dass die Membrane auch besser schwingen wenn es zwei einzelne sind. Naja, dann werde ich halt mit dem Klebstoff höllisch aufpassen müssen damit es am schluss nicht uneben wird...

Danke & Grüsse
Barnie
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: Poison Nuke am 23. Mär. 2007, 18:43
Wenn du als Mittelsteg was ordentlich breites nimmt (>4cm) und dann mit richtig ordentlich Leim arbeites, dann wird sich die Membran auch wie zwei einzelne verhalten. Musst nich extra in der Mitte teilen.
Denn durch die Verleimung verhält es sich wie ein schallharter Abschluss, wodurch die Schallwellen im Holz reflektiert werden, und damit die idealen stehenden Wellen sich ausbilden können  :to_drink:
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: Barnie@home am 23. Mär. 2007, 19:44
Hmm... Das wäre  schon schön... Dass ich als Membran eine 1cm dicke Platte aus Sperrholz verwende, ändert nichts daran meinst du? ::)
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: Poison Nuke am 23. Mär. 2007, 22:31
1cm???
du willst aber schon noch, dass der Plattenreso was macht, oder  :,010

also klar, wenn die Leimverbindung ausreichend stabil ist, würde es aufjedenfall gehen. Wenn nicht, dann hätte man mit Silikon statt Leim geklebt  :toolaughing:
(soll heißen, solang die Membran schwingfest mit dem Steg verbunden ist und nicht entkoppelt ist, durch weichen Kleber, der Eigenschwingungen zulässt).

Bei einem Plattenreso muss man halt nicht wie normalerweise in der Luft mit Longitunalwellen denken, sondern mit Transversalwellen, also richtige Wellen, wie man sie vom Wasser kennt  :;054
Und wenn sich nun die Membran an einer Stelle nicht bewegen kann, wie soll sich da noch ne Transversalwelle ausbreiten  :;015 :to_drink:
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: Barnie@home am 23. Mär. 2007, 22:49
Zitat
1cm???
du willst aber schon noch, dass der Plattenreso was macht, oder


Wieso? Die Membran von Andy ist doch auch ungefähr 1cm dick...??  ???
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: Poison Nuke am 23. Mär. 2007, 23:07
echt? nich 6mm nur?
hm, nagut. Ich gehe bei Plattenresos immer von 0,1 - 6mm aus  :;008

obwohl bei der Größe einer Leinwand ist 1cm natürlich wieder nicht so schlimm, sollte immernoch gut schwingen können.
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: Barnie@home am 23. Mär. 2007, 23:10
Doch, zuerst warens 6mm und dann hat er nochmal ne 3mm-Schicht drauf geklebt. Also mit Leim ca. 1cm schätze ich...

Zitat
obwohl bei der Größe einer Leinwand ist 1cm natürlich wieder nicht so schlimm, sollte immernoch gut schwingen können.

Und genau deswegen frage ich mich ob ich sie überhaupt in zwei kammern teilen soll oder doch lieber 200 x 113cm lassen soll...  :;015
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: Poison Nuke am 23. Mär. 2007, 23:28
200*113 ist doch schon ideales Verhältnis von etwas weniger als 2:1
warum denn noch teilen? ;)

Plattenresos sollten im Seitenverhältnis zwischen 2:1 und 1:1 liegen  :to_drink:

und je freier die Platte schwingen kann, desto höher der Wirkungsgrad.

Deswegen haben Folienabsorber auch einen so guten Wirkungsgrad, obwohl ich bei denen immernoch nicht verstehe, wie man ne leichte Folie so tief abstimmen kann  :;015
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: Barnie@home am 24. Mär. 2007, 08:08
Ich dachte durch das hohe Gewicht der Platte würde sich vielleicht der Wirkbereich zu weit nach unten verschieben... :;015
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: Poison Nuke am 24. Mär. 2007, 17:14
Die Federsteife von der Platte samt der Federsteife von dem Luftvolumen dahinter machen auch schon eine ganze Menge aus.
Ideal wäre eigentlich eine Platte mit einem hohen Gewicht und wenig Eigenstabilität, also ne Gummimatte vielleicht sogar.

Es spielen halt schon ein paar Faktoren rein, die Einfluss auf die Mittenfrequenz, den Wirkungsgrad und die Breitbandigkeit des Resos haben.
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: inthro am 24. Mär. 2007, 18:58
Hallo,


schon richtig...ich habe auf eine 5mm HDF Platte noch eine 3mm Platte geleimt. Auch nur aus Gründen der Abstimmung.
Die Informationen, die ich zum Zeitpunkt des Bauens hatte, liessen keine tiefer führenden Überlegungen zu. Im Grunde sind die Überlegungen auch nur Mutmassungen. Das beste wäre wohl verschiedene Materialien auszuprobieren und natürlich zu messen.
Dazu wäre aber idealerweise ein leerer Raum von Nöten.

Und wer macht das dann auch....  :;039



Grüsse Andy
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: inthro am 07. Jun. 2007, 22:42
Plattenresonator Part II - Wandmontage


Hallo,


konnte es nicht lassen, die Reste der ersten Resos auch noch zu verarbeiten.....

Objekt der Begierde ist diesmal die Rückwand hinter den LS. Da ich die beiden Schlitzabsorber nun hinter dem Hörplatz stehen habe, (http://galerie.magnetofon.de/albums/userpics/10084/normal_schlitz-web.jpg) ist hinter den LS nun eine nackte Wand. Kann natürlich so nicht bleiben ;)

Aufgrund der erzielten Breitbandigkeit der ersten Resos habe ich diesmal auf eine gezielte Abstimmung verzichtet und das machbare gemacht. Der ganze Drempel bekommt bis zur Schräge eine 25 cm tiefe Vorwand, in die ich weitere drei Plattenresonatoren einbauen will. Verkleidet wird die Sache dann mit Molton. Aber dazu später.
Die Resos haben die Abmasse von 100x60 cm und sind 18 cm tief. Membran ist eine 5 mm Hartfaserplatte. Bedämpft mit 5 cm Glasswolle.
Der Aufbau genauso wie bei den ersten Resos, mit dem Unterschied, dass sie nicht freistehend sind, sondern die Rückwand diesmal die Wand des Drempels ist.
Dazu einfach drei Dachlatten an die Wand gedübelt und die Resos dran geschraubt.

(http://galerie.magnetofon.de/albums/userpics/10084/normal_hintenkonstukt-web.jpg)

WICHTIG...die Fuge zur Wand mit Acryl abdichten, da sonst die Wirkung flöten geht.

Sieht dann so aus

(http://galerie.magnetofon.de/albums/userpics/10084/normal_hinten-web.jpg) sorry, ist ein bischen verwackelt, da ohne Blitz. Und nach zwei Bierchen ist es mit der ruhigen Hand nicht so weit her ;)


Zu den "tech. Daten"

Und jetzt kommts.....die Resonanzfrequenz liegt bei unglaublichen 56 Hz. Unglaublich, weil die Resonanzfrequenz bei den ersten, die ich gebaut habe, bei ca 80 Hz lag und dort eine wesentlich schwerere Membran verbaut wurde. Woran das nun liegt ist eine gute Frage, wer sie beantworten kann, der möge das bitte tun.

(http://galerie.magnetofon.de/albums/userpics/10084/normal_resofreq.jpg)


Ich könnte mir vorstellen, dass es bei den ersten Resos was mit dem Verkleben der zwei Hartfaserplatten zu tun hat. Denn rein theoretisch müsste die Resofrequenz bei den neuen noch höher liegen.

Zum unangenehmen Teil.

Es gab weder im FG (Hörplatz) noch im Nachhall nennenswerte Veränderungen. Was mich wiederum verwundert, waren die Erfolge mit den ersten Resonatoren äusserst vielversprechend. Die "Bedingungen" sind für die neuen Resos eigentlich auch besser (stabile Rückwand, massive Befestigung).

NH vorher (http://galerie.magnetofon.de/albums/userpics/10084/normal_NH_vorher.jpg) NH nachher (http://galerie.magnetofon.de/albums/userpics/10084/normal_NH_nachher.jpg)


Bin ein bischen ratlos  :ueberleg:



Grüsse Andy
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: Ydope am 08. Jun. 2007, 07:08
Hi,

kann es sein, dass die Wand an der die Resos sind, nicht sehr dick ist, so dass Frequenzen im Wirkbereich gar nicht an der Rückwand der Resos reflektiert werden? Beim Frequenzganggraphen kann man leider kein vorher-nacher sehen oder?
Optimal ist wohl auch nicht, dass nur 5cm Wolle drin ist, wenn die Teile immerhin 16cm tief sind.
Da könnte man noch mehr Dämpfung erzielen indem man die ganze Kiste füllt, Hauptsache die Membran kann ohne Kontakt schwingen.
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: inthro am 08. Jun. 2007, 08:04
Hallo,


die Rückwand ist massiv. Das kann es nicht sein.

Und eigentlich sollte ein Plattenresonator auch ohne Bedämpfung funktionieren. Meines (Halb)Wissens beeinflusst man mit einer Bedämpfung nur Güte/Q.
Bei den Messungen des Helmholtzreso war das schön zu sehen.

Aber ich werd noch mal 5 cm dazu packen und dann mal schaun.



Grüsse Andy
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: Poison Nuke am 08. Jun. 2007, 08:37
wie groß waren denn deine Resos an der Rückwand? Weil wie es aussieht, sind die aktuellen mehr als deutlich kleiner. Dass dadurch erstens die Resonanzgfrequenz sind ändern, sollte ja eigentlich klar sein  :;043
aber auch die nicht soo große Fläche im Vergleich zur Rückwand könnte Grund dafür sein, warum man kaum was sieht.

Denn die ersten Plattenresos sind ja wenigstens richtige Hausnummern, da wird schon einiges an FLäche (4m²?) bedeckt. Vielleicht machst du einfach mal den kompletten Kniestock mit einer einheitlichen Reso Front zu, vielleicht sogar etwas tiefer (weil die Tiefe der Resos beeinflusst ja auch stark den Wirkungsgrad und fs)
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: inthro am 08. Jun. 2007, 09:48
In die Mitte (zwischen den beiden kleinen) kommt auch noch einer. Den wollte ich mal mit Plexiglas probieren. Der wird auch grösser.

Die beiden neuen haben die gleiche Grösse, wie die alten, nur sind es derer zwei, anstatt vier.


Wenn ich nun den EQ einschleife, sieht die NH-Zeit so aus.

(http://galerie.magnetofon.de/albums/userpics/10084/NH_mit_EQ.jpg)

Bin damit das erste mal unter den 0,5 sek.


Zitat
Weil wie es aussieht, sind die aktuellen mehr als deutlich kleiner. Dass dadurch erstens die Resonanzgfrequenz sind ändern, sollte ja eigentlich klar sein

So klar ist das eigentlich nicht. In den Berechnungsformeln ist von den Abmessungen nie die Rede. Demzufolge dürfte die Grösse (nicht die Tiefe) gar keine Rolle spielen.

Mit dem EQ im Weg klingts jetzt aber schon recht sauber.  :;049



@ Ydope

Der FG entspringt dem Inneren des Resos (Loch und Mikro rein, Box davor und Gas). So kann man schön die fres kontrollieren.




Grüsse Andy


Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: noco am 08. Jun. 2007, 10:56
Hi Andy,

ich habe irgendwo mal gelesen, dass man Helmhöltzer am besten in der Nähe des Hörplatzes anbringen sollte, da diese dort die beste Wirkung erzielen sollen. Vielleicht verhält es sich bei Plattenresos ähnlich?

Oder aber es liegt an der Rückwand? Kann ich mir aber ehrlich gesagt nicht vorstellen, die Hauswand als Rückwand zu nehmen sollte theoretisch besser sein. Das könnte aber einer der Gründe für die tiefe FRes sein. Denn durch eine mitschwingende Rückwand sollte sich die FRes nach oben verschieben.

Oder er ist einfach zu tief abgestimmt und der Nachhall in dem Bereich stört nicht mehr..

EDIT: Was sagt denn der Hörtest? Hört man den Unterschied? Und schwingt der Reso fühlbar mit, bei Bässen?


Gruß,
Nico.
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: inthro am 08. Jun. 2007, 11:15
Ach ja....Hörtest...  :,010

Schwierig, da kein direkter Vergleich möglich. Aber die Membran schwingt sehr gut. Besser,als bei den ersten.

Das mit der schwingenden Rückwand könnte sein. Doch komischerweise passte die Formel auf mhsoft.nl bei den ersten ganz gut. Bei den neuen nun überhaupt nicht mehr.

Die Theorie lässt einen verzweifeln, verdammt. Ich dachte, ich hätte eine Berechnungsgrundlage und nun das....



Grüsse Andy
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: Poison Nuke am 08. Jun. 2007, 12:52
ich habe irgendwo mal gelesen, dass man Helmhöltzer am besten in der Nähe des Hörplatzes anbringen sollte, da diese dort die beste Wirkung erzielen sollen. Vielleicht verhält es sich bei Plattenresos ähnlich?

absolut nicht. die Schallwellen, vorallem so tiefe, werden an allen Wänden reflektiert die die Raummoden entstehen ja sogar erst durch die doppelte Überlagerung von den stehenden Wellen zweier sich gegenüberliegenden Wänden. Wenn man also Raummoden minimieren will, dann gibt es nur eine einzige Regel: es sind immer zuwenig Plattenresos, dafür ist es egal, wo sie an der Wand sind, hauptsache, es sind überhaupt welche an den Wänden  :to_drink:
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: inthro am 08. Jun. 2007, 12:54
Zitat
Wenn man also Raummoden minimieren will, dann gibt es nur eine einzige Regel: es sind immer zuwenig Plattenresos, dafür ist es egal, wo sie an der Wand sind, hauptsache, es sind überhaupt welche an den Wänden

 :,010 Daran arbeite ich  :,010
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: noco am 08. Jun. 2007, 13:04
ich habe irgendwo mal gelesen, dass man Helmhöltzer am besten in der Nähe des Hörplatzes anbringen sollte, da diese dort die beste Wirkung erzielen sollen. Vielleicht verhält es sich bei Plattenresos ähnlich?

absolut nicht. die Schallwellen, vorallem so tiefe, werden an allen Wänden reflektiert die die Raummoden entstehen ja sogar erst durch die doppelte Überlagerung von den stehenden Wellen zweier sich gegenüberliegenden Wänden. Wenn man also Raummoden minimieren will, dann gibt es nur eine einzige Regel: es sind immer zuwenig Plattenresos, dafür ist es egal, wo sie an der Wand sind, hauptsache, es sind überhaupt welche an den Wänden  :to_drink:

Ich kann nur das wiedergeben, was ich gelesen habe. Und da wurde es sogar mit Hörtests ausprobiert, dass die Helmhöltzer in der Nähe des Hörplatzes am meisten Wirkung gezeigt haben. Kommt mir aber ehrlich gesagt auch etwas komisch vor..


Gruß,
Nico.
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: Poison Nuke am 08. Jun. 2007, 16:55
HHs haben aber ein völlig anderes Funktionsprinzip wie Plattenresos, daher kann man die hörbaren Wirkungen auch nicht vergleichen ;)
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: Barnie@home am 10. Jun. 2007, 18:36
Hallo Leute!

Bin auch wieder hier :;049 (zurück aus nem Kurzulraub) War ja ganz schön was los hier in meinem Lieblingsbereich - hab jetzt einiges nachzulesen... :book: Was die Platzierung der Helmhöltzer betrifft, bei mir ist es völlig wurscht ob ich die Helmhöltzer an die Vorder- oder Rückwand hinstelle (beides am Boden), die gemessene Wirkung am Hörplatz bleibt exakt die gleiche. Hab das erst vor ein paar Tagen getestet. Ich kann auch zwei an die Vorder- und zwei an die Rückwand stellen, macht auch keinen Unterschied - nichtmal ein halbes db!

@Andy
Das mit deinen Plattenresos ist echt seltstam :ueberleg: und auch ärgerlich! Kannst du die Vorher- / Nachher- Nachhalldiagramme nicht mal mit etwas mehr Zeit (700ms) einstellen, damit man sieht ob vielleicht doch wenigstens ein Bisschen Unterschied vorhanden ist?

Grüsse
Barnie
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: noco am 10. Jun. 2007, 20:38
Was die Platzierung der Helmhöltzer betrifft, bei mir ist es völlig wurscht ob ich die Helmhöltzer an die Vorder- oder Rückwand hinstelle (beides am Boden), die gemessene Wirkung am Hörplatz bleibt exakt die gleiche. Hab das erst vor ein paar Tagen getestet. Ich kann auch zwei an die Vorder- und zwei an die Rückwand stellen, macht auch keinen Unterschied - nichtmal ein halbes db!

Hi Barnie,

weiß wieder wo das stand, stand in einen hier im Forum verlinkten Thread im NuForum..
Aber scheinbar scheint es ja nicht so ganz zu stimmen..


Gruß,
Nico.
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: inthro am 03. Aug. 2007, 11:33
Hallo allerseits,


habe mich mal wieder meiner Lieblingsbeschäftigung gewidmet  :;009


Diesmal der Versuch, einen Plattenschwinger mit einer anderen Membran zu bauen. Da meist HDF zum Einsatz kommt, und dieses Material irgendwie schlecht direkt zu gestalten ist, mal eine Probe mit Plexiglas. Ist zwar um einiges teurer, sieht aber im WHZ wesentlich besser aus, imho.

Verwendet habe ich 6mm Opalglas der Firma RADON http://acryl-onlineshop.de/index.php?shop=zuschnitte&company=zuschnitte
Die Grösse des Resos beträgt 80x100 cm. Tiefe 18 cm netto. Gewicht der Membran 7,14 kg/m².

Der zweite Grund für Plexiglas ist der Gestaltungsfreiraum in Sachen Beleuchtung. Hier ist der Fantasie keine Grenze gesetzt.
Ich habe mich für ein recht einfaches "Motiv" entschieden....in Anlehnung an mein Hobby ;) aber dazu später mehr.


Hier der "Rohbau" mit der Möbelbauleuchte (20W).

(http://galerie.magnetofon.de/albums/userpics/10084/normal_roh.jpg) (http://galerie.magnetofon.de/albums/userpics/10084/roh.jpg)


Für die Aufnahme der schwarzen Leisten habe ich mich für Holzdübel entschieden, da sie dann nur aufzustecken sind und man leicht einen kleinen Abstand zur Membran realisieren kann.

(http://galerie.magnetofon.de/albums/userpics/10084/normal_leistend%C3%BCbel.jpg) (http://galerie.magnetofon.de/albums/userpics/10084/leistend%C3%BCbel.jpg)


Der erste Lichttest (viel zu hell)...

(http://galerie.magnetofon.de/albums/userpics/10084/normal_erster_lichtest.jpg) (http://galerie.magnetofon.de/albums/userpics/10084/erster_lichtest.jpg)



Für die Farbgebung habe ich hitzebeständige Lichtfolie genommen (gibts zB bei Conrad). Da eine Lage Folie noch deutlich zu hell war,eine weitere Lage drum...
Leider für eine dezente Hintergrundbeleuchtung im Dunkeln immer noch zu intensiv. Daher die Plastikverkleidung der Leuchtstoffröhre mit Klebeband schwarz abgeklebt. Schlussendlich blieb nur ein "Schlitz" von einem Zentimeter übrig.

(http://galerie.magnetofon.de/albums/userpics/10084/normal_lichtkonstrukt.jpg) (http://galerie.magnetofon.de/albums/userpics/10084/lichtkonstrukt.jpg)


Den Notenschlüssel habe ich mit schwarzer Selbstklebefolie direkt auf Plexiglas geklebt. Das war wohl die nervendste Arbeit.

Zuerst ein Stück Folie in DINA4 Format auf die Membran...

(http://galerie.magnetofon.de/albums/userpics/10084/normal_folie_schritt1.jpg) (http://galerie.magnetofon.de/albums/userpics/10084/folie_schritt1.jpg)


Jetzt das Motiv (auf einfachem Papier gedruckt) mit Klebeband auf der schwarzen Folie fixiert...

(http://galerie.magnetofon.de/albums/userpics/10084/normal_folie_schritt2.jpg) (http://galerie.magnetofon.de/albums/userpics/10084/folie_schritt2.jpg)


Dann kam das Auschneiden mit einer neuen Cutterklinge, was ca eine Std gedauert hat  ?:I Aber hat geklappt....

(http://galerie.magnetofon.de/albums/userpics/10084/normal_folie_fertig.jpg) (http://galerie.magnetofon.de/albums/userpics/10084/folie_fertig.jpg)


Fertig sieht das ganze dann so aus.

(http://galerie.magnetofon.de/albums/userpics/10084/normal_plexi-reso.jpg) (http://galerie.magnetofon.de/albums/userpics/10084/plexi-reso.jpg)


Die Membran habe ich mit dem Montagekleber M500 von OTTO-CHEMIE geklebt, die Rückwand (20 mm Spanplatte) ist geschraubt und mit Acryl abgedichtet.

Zu den technischen Daten. Die Fres liegt bei unglaublichen 40 Hz! Ich habe jetzt noch nicht mit dem Onlinerechner von mhsoft verglichen, aber ich denke, der kommt nicht hin. Andererseits, wenn ich die Fres der letzten beiden Resos vergleiche (dort lag sie bei 56 Hz), kommt das schon gut hin, da das Gewicht der Plexiglasscheibe deutlich höher liegt, als das der HDF Platten (bei gleicher Stärke).

(http://galerie.magnetofon.de/albums/userpics/10084/normal_Fres.jpg) (http://galerie.magnetofon.de/albums/userpics/10084/Fres.jpg)



Was aber viel interessanter ist....wie wirkt dat Teil?
Bei den letzten zwei Resos gab es keine messbaren Unterschiede zu verzeichnen. Daher war meine Erwartungshaltung auch recht gering.Im Grunde ging es mir hauptsächlich um die Gestaltung der Rückwand. Um so erfreulicher, dass doch etwas zu messen war.

Messbereich 40-500 Hz, Skalierung 600 ms.

NH vorher
(http://galerie.magnetofon.de/albums/userpics/10084/normal_NH_vorher%7E0.jpg) (http://galerie.magnetofon.de/albums/userpics/10084/NH_vorher%7E0.jpg)

NH nachher
(http://galerie.magnetofon.de/albums/userpics/10084/normal_NH_nachher%7E0.jpg) (http://galerie.magnetofon.de/albums/userpics/10084/NH_nachher%7E0.jpg)



Alles in allem für mich ein voller Erfolg, hoffe den ein oder anderen Anreiz gegeben zu haben.
Foto mit Beleuchtung liefere ich heute Abend nach...




Grüsse Andy


Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: gto am 03. Aug. 2007, 11:45
Dank dir für die Pionierarbeit, dann kann ich ja bei Zeiten beruhigt ans Werk gehen. :toolaughing:
Was bleibt jetzt noch für mich :;039  :;004, ah ja, Verbundreso. :toolaughing:

P.S. die Lichtverteilung ist natürlich auch eine Frage des Abstands zum Plexi, je mehr, desto gleichmäßiger.
Denkbar auch eine leistungsmäßig schwächere je oben und unten. Je nach Geschmack und Lichtbedarf.

Grüsse Gerd
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: inthro am 03. Aug. 2007, 11:50
P.S. die Lichtverteilung ist natürlich auch eine Frage des Abstands zum Plexi, je mehr, desto gleichmäßiger.
Denkbar auch eine leistungsmäßig schwächere je oben und unten. Je nach Geschmack und Lichtbedarf.

Grüsse Gerd


Eigentlich wollte ich nur eine Punktlichtquelle,also einen dezenten roten Streifen mittig der Leisten. Doch leider verteilt sich das natürlich auf auf die ganze Scheibe. Vielleicht lass ich mir da irgendwann noch was einfallen, die Rückwand ist abnehmbar.

Oder hast ne Idee? ;)


Grüsse Andy
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: gto am 03. Aug. 2007, 11:58
Oder hast ne Idee? ;)
Grüsse Andy

Schwierig, weil Lampe in Kanal der mit Plexi abschließt nicht möglich. Könntest höchstens die Membran bis auf den gewünschten Lichtaustrittsstreifen von hinten mit möglichst lichtdichter Folie abkleben oder malen.

Grüsse Gerd
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: inthro am 03. Aug. 2007, 12:14
Hmmm, abkleben wäre auch noch eine Variante, stimmt  :,014 Dann gibt es aber eine harte "Kante" und keinen Verlauf mehr.

Naja,wenn mich mal wieder die Lust packt ;)



Grüsse Andy
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: gto am 03. Aug. 2007, 12:19
Dann gibt es aber eine harte "Kante" und keinen Verlauf mehr.

Grüsse Andy

Na das würde dann vermutlich aber mit Kanal (dünne Leisten links u. rechts vom Leuchtmittel) mit dem ohnehin notwendigen Abstand zum Plexi, den die maximale Mebranauslenkung vorgibt funktionieren.

Grüsse Gerd
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: aktivposten am 30. Aug. 2007, 09:47
Hallo Andy,

hast du herausgefunden warum die ersten beiden (großen) Plattenschwinger besser funktionieren als die kleineren? Die Formel aus diesem Thread ist noch aktuell?

 :to_drink:

Gruß
Holger
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: inthro am 30. Aug. 2007, 09:55
Hallo Holger,


ich glaube zu wissen, warum ich keine messbaren Erfolge verzeichnen konnte....

Die zwei Resos links und rechts von dem Plexiglas-Reso wirken in einem Frequenzbereich, in dem ich am Hörplatz eine Auslöschung habe. Sprich der Messpegel liegt in dem Bereich einiges unter den angrenzenden Frequenzen.
Für eine stimmige Aussage über die Wirkung der beiden müsste ich mehrere Punkte im Raum messen. Komm ich wahrscheinlich aber erst in zwei Wochen zu.

Lässt mir ja selber keine Ruhe ;)



Grüsse Andy
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: aktivposten am 30. Aug. 2007, 10:01
OK, dann besorge ich mir jetzt mal eine 6mm HDF Platte  :;070 wahrscheinlich wirds aus Mangel an Auswahl in unserem Dorf MDF werden. Die werde ich wiegen und kann dann ans berechnen gehen.

 :to_drink:
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: inthro am 30. Aug. 2007, 10:03
 :,014


Unbedingt Bericht erstatten  :;036


Viel Erfolg.
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: Keafan am 30. Aug. 2007, 11:37
@Andy,

mir fehlen die Worte....!WOW!!!

Nachbau ist somit garantiert....gibt es das Plexiglas auch farbig? z.b. dunkelorange / dunkelrot?
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: aktivposten am 30. Aug. 2007, 11:53
Wie ich vermutete, 5 mm oder 12 mm MDF  :;057
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: inthro am 30. Aug. 2007, 11:59
@ Holger


Dann nimm lieber die 5 mm. Wie tief kannst du den Reso max bauen?


@ Karsten

Dankeschön  :)


Bei dem Lieferant, wo ich meine Platte bezogen habe, gibts farbige (orange, rot) nur in 3 und 5 mm. Die 5 mm Platten sind dann aber satiniert, was aber auch schick aussehen kann.



Grüsse Andy
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: aktivposten am 30. Aug. 2007, 12:06
Ich könnte 110 cm, danach stehen die LS im Weg  :toolaughing:
Geplant waren 20 cm, die Dinger müssen ja auch noch verschiebbar sein. 5 mm MDF dürfte so ca. 4 kg/m² wiegen?
Dann komme ich auf 26 cm, das ist OK.

Gruß
Holger
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: inthro am 30. Aug. 2007, 12:14
4 kg/m² könnte hinkommen. Vielleicht ein bischen weniger.

Die 6 mm HDF Platten, die ich bei den Ersten verwendet habe, kamen auf 4,5 kg/m².



Grüsse Andy
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: aktivposten am 06. Sep. 2007, 12:39
Hallo,

4,2 kg/m². Also werde ich dann 24 cm tief bauen  :;036

Gruß
Holger
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: inthro am 07. Feb. 2008, 23:23
Hallo,



Der Bereich hinter dem Hörplatz ist dabei umgestaltet zu werden. Grosses Regal (dazu aber später mehr) statt der Schlitzabsorber, unter dem Regal ein Helmholtzreso (auch später mehr dazu), hinter dem Regal ein grosser Schwinger (1,07 x 1,60 x 0,08) für eine Mode bei 94 Hz.

(http://www.abload.de/thumb/reso_hinter_regaluyw.jpg) (http://www.abload.de/image.php?img=reso_hinter_regaluyw.jpg)

Ich habe ihm einfach, ohne gross darüber zu senieren, einen Anstrich mit der Wandfarbe verpasst (normale Dispersionsfarbe in champagner :) )
Wenn das Regal davor steht, fällt er gar nicht weiter auf (bis auf das das Regal natürlich ein Stück von der Wand abrücken musste).
Membran ist eine 6 mm HDF Platte, wie gehabt.

Messungen....


Wasserfall ohne Reso (die Wasserfälle von RommEQ sind aber auch wirklich gut):

(http://www.abload.de/thumb/wasserfall_regal_leebys.jpg) (http://www.abload.de/image.php?img=wasserfall_regal_leebys.jpg)


Wasserfall mit Reso:

(http://www.abload.de/thumb/wasserfall_plattenrevl3.jpg) (http://www.abload.de/image.php?img=wasserfall_plattenrevl3.jpg)


Kann sich doch sehen lassen, finde ich (die Messung).



Grüsse Andy
[/quote]
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: gto am 07. Feb. 2008, 23:31
Jessas, das wäre aber auch ein schöner Platz für einen VPR. :;009
Aber ich weiß, da muss ich jetzt dann mal ran. :;046

Grüsse Gerd

P.S. Auch schon gehört?
Titel: Re: Selbstbau eines Plattenresonators
Beitrag von: inthro am 07. Feb. 2008, 23:38
Eben...wollte dir ja auch was lassen. Metall und Basotect ist dein Gebiet ;)

Hören werd ich morgen. Heut ists zu spät. Ausserdem muss ich das Regal noch bestücken. Geht also morgen weiter  :;049


Grüsse Andy